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Die ÖPC-Medaillenhoffnungen.

Paralympics 2018

Die Paralympischen Spiele 2018

Vom 9. bis zum 18. März gehen in Pyeongchang die 12. Winter-Paralympics über die Bühne. Mit uns seid ihr beim Geschehen mit dabei - auch abseits der Jagd um Gold, Silber und Bronze.

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IPC-Chef Parsons: "Außergewöhnlich gute" Paralympics

Der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Andrew Parsons, hat sich von den Winterspielen in Pyeongchang begeistert gezeigt. Der Brasilianer sprach am Sonntag wenige Stunden vor der Abschlussfeier von "außergewöhnlich guten" und erfolgreichen Paralympics.

Trotz des wechselhaften Wetters mit "eisigem Schnee" und "tropischem brasilianischen Sonnenschein" innerhalb weniger Tage seien die zehntägigen Spiele ohne große Probleme über die Bühne gegangen. Die Rekordzahl von 567 Aktiven aus 49 Delegationen hatte in den 80 Bewerben um Medaillen gekämpft, 26 Mannschaften schienen in der Medaillenwertung auf. Auch damit habe es eine neue Bestmarke gegeben, sagte Parsons. Vier Länder - China, Kroatien, Kasachstan und Gastgeber Südkorea - hatten erstmals Gold bei Winter-Paralympics gewonnen.

Die Organisatoren waren mit der Resonanz sehr zufrieden. Mit über 340.000 verkauften Tickets wurde die Bestmarke von 316.200 Eintrittskarten für die Spiele in Sotschi 2014 übertroffen. Einziger Wermutstropfen: Mehr als ein Viertel der verkauften Karten wurde nicht genutzt. Dadurch gab es doch sichtbare Lücken auf den Rängen.

"Wegen des Erfolgs der Spiele ist es umso wichtiger, dass ihr Vermächtnis sichergestellt ist", sagte Parsons. Er hoffe, die Südkoreaner seien durch die Veranstaltung inspiriert worden und interessierten sich weiter für den Para-Sport. Zugleich äußerte er seine Hoffnung, dass "Südkorea noch mehr eine inklusive Gesellschaft" werde. Als inklusive Gesellschaft beschrieb Parsons eine Gemeinschaft, die allen Mitgliedern die gleichen Chancen biete. "Es spielt keine Rolle, ob sie eine Behinderung haben oder nicht".

Mit Blick auf die Paralympics 2020 in Tokio sagte der IPC-Chef, es sei wichtig, dass das Vermächtnis vorher geplant werden müsse. "Die Hinterlassenschaft stellt sich nicht zufällig ein." Das IPC arbeite daher mit dem OK für die nächsten Sommerspiele bei diesen Planungen zusammen.

Bronze für Heike Eder im Alpin-Slalom sitzend

Am Schlusstag der Paralympics in Pyeongchang hat es mit einer weiteren Medaille für das ÖPC-Team geklappt. Die Vorarlberger Skiläuferin Heike Eder sicherte sich am Sonntag im Slalom der sitzenden Klasse Rang drei hinter Anna-Lena Forster (GER) und Momoka Muraoka (JPN). Es war das siebente Edelmetall für das österreichische Team, das die Winterspiele mit zweimal Silber und fünfmal Bronze abschloss.

Die zweifache Medaillengewinnerin Claudia Lösch schied als Halbzeitdritte im zweiten Durchgang ihrer vierten Paralympics aus. Snowboarder Patrick Mayrhofer trug bei der Schlussfeier die rot-weiß-rote Fahne.

Eder sorgte mit ihrem Erfolg für eine Überraschung. Denn im Weltcup hatte es die 29-jährige Monoskifahrerin zuvor nicht auf das Podest geschafft. "Ich freue mich ganz brutal! Die Medaille war nicht unbedingt zu erwarten, ich hatte sicher auch etwas Glück auf meiner Seite. Aber ich habe immer dafür gekämpft und an meine Chance geglaubt", erklärte Eder. Sie überholte im Finale die mehrfache deutsche Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber und profitierte vom Ausfall ihrer Teamkollegin Lösch.

"Für sie tut es mir sehr leid. Im Ziel war ich richtig nervös, das waren die spannendsten Momente meiner Karriere", meinte Eder. Sie hatte als Stams-Schülerin mit 18 Jahren bei einem Trainingssturz eine Wirbelsäulenverletzung erlitten und ist seither querschnittgelähmt.

Rudolf Hundstorfer, der Präsident der Bundes-Sportorganisation (BSO), freute sich über das erfolgreiche Abschneiden des ÖPC-Aufgebots. "Mit zwei Silber- und fünf Bronze-Medaillen beendet Österreichs Team diese Winterspiele an der geteilten elften Stelle was die Gesamtzahl der gewonnenen Medaillen betrifft. Das ist ein ausgezeichneter Erfolg, zu dem ich im Namen der österreichischen Sport-Familie herzlichst gratuliere", meinte der frühere Minister in einer Aussendung. 

Langlauf-Bronze für Edlinger über 7,5 km klassisch

Österreichs Team hat am Samstag bei den Winter-Paralympics in Pyeongchang seine sechste Medaille geholt. Das Langlauf-Duo Carina und Guide Julian Edlinger gewann über 7,5 km im klassischen Stil für Sehbehinderte Bronze. Damit war man in allen Disziplinen, in denen österreichische Athleten an den Start gegangen sind, erfolgreich.

Für das Geschwisterpaar aus Salzburg gab es bei den diesjährigen Winterspielen bereis zweimal den vierten Rang. Im dritten und letzten Bewerb ging der Traum von einer Medaille nun in Erfüllung. "Es war für mich schon als Kind das Allergrößte, wenn jemand bei Olympischen Spielen am Stockerl gestanden ist. Diese unglaubliche Freude wollte ich einmal selbst erleben. Aber dass es sich in dem Rennen ausgegangen ist, kann ich selbst nicht ganz glauben", sagte die 19-Jährige.

Als letztes Team ins Rennen gestartet, fanden die Doppel-Weltmeister von 2017 von Beginn an ihren Rhythmus und machten bereits in der ersten Runde Plätze gut. "Ich hatte schon beim Training gestern ein super Gefühl und habe auch im Rennen vom ersten Schub weg gemerkt: Da geht heute etwas", meinte Julian. Auf der zweiten Runde legten die beiden dann weiter zu und liefen vor den Augen der Eltern, die "Last minute" nach Südkorea gereist waren, zur Bronzemedaille.

Die Goldmedaille sicherte sich die Weißrussin Swatlana Sakhanenka. Silber ging an die umstrittene Russin Machalina Lisowa, die ihre Starterlaubnis für die Paralympics erst nachträglich erhalten hatte. Für die 25-Jährige war es bereits sechste Medaille in Pyeongchang. Lisowas Name war im sogenannten McLaren-Bericht über das Dopingsystem in Russland aufgetaucht. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) sah aber alle Kriterien für eine Teilnahme unter neutraler Flagge erfüllt.

Österreichs alpine Skifahrer gingen beim Slalom leer aus. Überhaut beendeten nur zwei der sieben gestarteten ÖPC-Athleten beide Läufe. Am nächsten dran an einer Medaille war Gernot Morgenfurt. Der Blindensportler landete in seiner Kategorie mit Guide Christoph Gmeiner auf Rang fünf. "Mit dem Ergebnis sind wir wieder vollauf zufrieden. Es hat gut funktioniert, beide Läufe waren sauber. Für uns ist es toll, hier zu sein. Im Spitzenfeld zu landen ist die Draufgabe", resümierte der 53-Jährige Kärntner Morgenfurt.

In der sitzenden Klasse wurde Roman Rabl Achter. Markus Gfatterhofer und Simon Wallner schieden bereits im ersten Durchgang aus. Auch Martin Würz, Thomas Grochar und Nico Pajantschitsch beendeten in der Stehend-Klasse das Rennen nicht. Im Medaillenspiegel belegt Österreich sieben Bewerbe vor Schluss nun Platz 22. Am Sonntag sind für Österreich noch die alpinen Skifahrerinnen Claudia Lösch und Heike Eder im Slalom der sitzenden Klasse am Start.

IPC-Boss hofft auf die Rückkehr Russlands

IPC-Präsident Andrew Parsons hofft auf eine Wiedereingliederung des derzeit ausgeschlossenen Paralympischen Komitees Russlands. "Ich hoffe sehr, dass wir sie bis zu den Sommerspielen 2020 in Tokio zurück in der paralympischen Familie haben werden", sagte der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Parsons sieht Russland auf dem Weg dahin aber in der Pflicht. "Dafür müssten sie noch einige Schritte gehen. Der Ball liegt bei ihnen." Die Entscheidung, 30 ausgewählte russische Sportler bei den Paralympics in Pyeongchang als "Neutrale Paralympische Athleten" antreten zu lassen, bezeichnete Parsons kurz vor Ende der Spiele am Sonntag als richtig. "Ich habe mich viel unter Athleten umgehört, es gab keine Beschwerden."

"Natürlich ist das eine unglückliche Situation. Wir hätten Russland gerne hier gehabt. Aber sie sind eben nicht hier, wegen der Dinge die passiert sind", betonte der 41-Jährige. Vor den Sommerspielen 2016 in Rio hatte das IPC russische Sportler wegen erwiesenen Staatsdopings sogar komplett ausgeschlossen.

Mehr als ein Viertel aller Tickets nicht genutzt

Die Winter-Paralympics in Pyeongchang haben beim Ticketverkauf zwar einen Rekord aufgestellt, doch mehr als ein Viertel der verkauften Karten wurden bisher nicht genutzt. Bis Mittwoch seien 184.347 Eintrittskarten abgesetzt worden, teilte Sung Baik-you, Sprecher des Organisationskomitees, am Donnerstag mit. Zahlreiche Karten-Inhaber sind jedoch nicht erschienen, das sei "enttäuschend".

Nach den Zahlen des OK waren das 51.067 Berechtigte oder 27,7 Prozent, die ihre Tickets nicht genutzt hätten. Mögliche Gründe für das Fernbleiben der Kartenkäufer nannten die Organisatoren nicht. Im Gegensatz zu den Olympischen Winterspielen im Februar war es an den vergangenen Tagen eher frühlingshaft warm, was vor allem den Ski-Sportlern zu schaffen machte.

Das ursprüngliche Ziel der Südkoreaner, 80 Prozent der verfügbaren Karten zu verkaufen, wurde bei weitem übertroffen. Der Ticketverkauf für die Paralympics in Pyeongchang überstieg den Angaben zufolge insgesamt 331.000. Damit wurde die Bestmarke von 316.200 Eintrittskarten von vor vier Jahren in Sotschi überboten. Im Vergleich zu den Spielen 2006 in Turin (162.974) hat sich die Besucherzahl mehr als verdoppelt.

Lösch jubelte über RTL-Bronze

Österreichs Team hat am Mittwoch bei den Winter-Paralympics in Pyeongchang seine vierte Medaille gewonnen. Im Riesentorlauf der Alpin-Skifahrer fuhr Claudia Lösch in der sitzenden Klasse am Tag nach ihrem Super-Kombi-Ausscheiden zu Bronze. Der Niederösterreicherin fehlten nur sechs hundertstel Sekunden auf die zweitplatzierte Niederländerin Linda van Impelen. Gold ging an Momoka Muraoka aus Japan.

"Ob ich Zweite oder Dritte werde, ist mir nicht wichtig, Medaille ist Medaille. Bitter wäre es nur gewesen, wenn Momoka ausgeschieden wäre und die sechs Hundertstel über Gold und Silber entschieden hätten", sagte die Lösch. Unzufrieden zeigte sich die 29-Jährige aber vor allem mit ihrem ersten Durchgang. "Mir geht es mit Bronze wesentlich besser als mit Silber vor ein paar Tagen. Hundertprozentig zufrieden bin ich nicht, weil der erste Durchgang für das, was ich drauf habe, nicht gut war. Es ist eine Medaille, darüber freue ich mich. Aber so ganz will es einfach nicht laufen."

Neunte Medaille für Lösch

Für Lösch ist es bereits die neunte Paralympics-Medaille ihrer Karriere. Im abschließenden Slalom hat die sechsfache Behindertensportlerin des Jahres noch die Chance auf eine weitere. "Das ist definitiv das Ziel", betonte Lösch.

Bei den Herren fuhr Markus Salcher in der stehenden Klasse nur knapp an seiner sechsten Paralympics-Medaille vorbei. Der Kärntner beendete das Rennen als Fünfter. "Ich hätte einen herausragenden zweiten Durchgang gebraucht. Mit der Platzierung bin ich ganz zufrieden, es ist die Region, die ich im Riesentorlauf erwartet habe. Mit zwei Medaillen muss ich mich bei diesen Spielen sicher nicht verstecken und kann zufrieden nach Hause fahren", sagte der 26-Jährige.

Rabl: "Reicht nicht für ganz vorne"

In der sitzenden Klasse wurde Roman Rabl als bester Österreicher Siebenter. "Ich fahre gut, aber es reicht einfach nicht für ganz vorne", resümierte der Tiroler. Markus Gfatterhofer freute sich bei seiner Paralympics-Premiere über den neunten Rang, Simon Wallner belegte Rang 19.

Im Langlauf-Sprint musste sich das Duo Carina und Julian Edlinger mit dem vierten Platz begnügen. Das Geschwisterpaar aus Salzburg war in der Qualifikation noch die drittschnellste Zeit gelaufen. Im Finale machte ein Sturz jedoch alle Medaillenhoffnungen früh zunichte. "Blöd gelaufen. Ich habe selber nicht gewusst, was ich da tue. Schade, dass es ausgerechnet bei den Paralympics passiert", meinte die 19-jährige Carina Edlinger.

Paralympics-Tagebuch: Die Freundlichkeit der Koreaner endet am Meer

Von Benjamin Kiechl - Hello, hello, hello!“ Wie ein Echo von den gegenüberliegenden Felsen wiederholen sich die Begrüßungsworte bei der Ankunft im Skigebiet Jeongseon. Jeden Tag aufs Neue erstaunt mich die Höflichkeit der Gastgeber bei den Paralympics. Während in unseren Breiten bei Föhn die Laune mancher in den Keller sinkt, scheint hier in Korea das Gegenteil der Fall zu sein. Die vielen Freiwilligen lächeln, verbeugen sich, winken mit beiden Händen. Das beginnt bei den Einweisern auf den Parkplätzen und hört am Weg ins Zielstadion nicht auf. Es ist schier unmöglich, an der Sicherheitskontrolle vorbeizukommen, ohne einen „schönen Tag“ gewünscht zu bekommen.

Der freundliche Höhe­punkt ist die Fahrt mit einem Vierersessellift in den Zielraum der Alpin-Bewerbe. Beim Einstieg steht ein junger Koreaner, kräftig gebaut, kugelrundes Gesicht. So wie man sich Nordkorea-Diktator Kim Jong-un im Skianzug vorstellen würde. Ihm scheint der Job als Liftwart sichtlich zu gefallen. Als ich Platz genommen habe, faltet er zufrieden die Hände und schickt mich auf die Reise. Der „Lift-Begrüßungs-Service“ ist kein Paralympics-Gag, auch im normalen Skibetrieb wird gegrüßt und gelächelt, bis der Sessel kommt. Bei den Paralympics zeigen die Koreaner ihr freundliches Gesicht – zumindest Europäern und Amerikanern.

Diese „positive Unterwürfigkeit“ hat aber ihre Grenzen, wenn es um Japan geht. Die jahrhundertelange Unterdrückung scheint wie ein Stachel im Fleisch zu stecken. Seit 1992 schwelt ein Konflikt um den internationalen Namen des Meers zwischen den Staaten. Während die Japaner die Bezeichnung „Nihonkai“ (Japanisches Meer) beibehalten wollen, ist dieser Begriff in Südkorea verpönt. Der Vorschlag lautet „Donghae“ (Ostmeer). Nordkorea wiederum hätte gerne „Choson Tonghae“ (Koreanisches Ostmeer) auf den Karten verzeichnet. Ich bin in der Stadt Gangneung auf Nummer sicher gegangen und habe einfach nach dem Weg zum „Meer“ gefragt. Die Antwort folgte mit einem Lächeln.



Viele Ausfälle, aber Jubel bei Morgenfurt über Platz vier

Die Super-Kombination bei den Paralympics in Pyeongchang geriet am Dienstag zum Super-Ausfallrennen. Der Tiroler Roman Rabl (sitzend), Markus Salcher und Thomas Grochar (stehend) sowie Claudia Lösch (sitzend und auf Goldkurs) schieden aus. "Ich habe mich in der Haarnadel verfahren, das ist mir in 16 Jahren noch nie passiert", sagte die 29-Jährige und nahm den Ausfall locker: Sie wolle sich auf die restlichen Bewerbe (RTL und Slalom) konzentrieren.

Ungebremste Freude über Rang vier gab es bei Routinier Gernot Morgenfurt (sehbehindert): "Ich habe meine Altersklasse überlegen gewonnen, es kommt immer drauf an wie man es sieht", sagte der 52-jährige Kärntner. "Ich genieße es, hier zu sein." Er werde sich nicht ärgern, sondern freue sich mit seinem Guide.

Die Tiroler Hoffnungen ruhten auf Simon Wallner (Kategorie sitzend), der nach dem Super-G-Teil noch 20. war. Aber auch der 31-jährige Volderer kam nach einem Torfehler im Slalom nicht in die  Wertung.

Paralympics-Tagebuch: Überraschung in der Eishalle

Von Benjamin Kiechl - Abstecher in die Küstenstadt Gangneung – zum Sledgehockey. Die USA messen sich in der Vorrunde gegen Tschechien. Eishockey ist alles andere als ein Nationalsport in Südkorea, und doch ist die 10.000 Zuschauer fassende Halle bestens gefüllt. Das Gekreische ist groß, am Videowürfel werden stattliche 106,5 Dezibel angezeigt. Der unmittelbar hinter mir sitzende amerikanische TV-Kommentator ist jedenfalls begeistert von der Show.

Das Stadion wurde nach dem Olympia-Turnier für die Paralympics adaptiert. So wurden die Banden vor den Mannschaftsbänken und der Strafbank gegen durchsichtige Elemente getauscht. Spielfeld, Dressen und die meisten Spielregeln sind bei der seit 1994 paralympischen Sportart gleich wie beim Eishockey. Jeder Spieler ist sitzend auf seinem Schlitten mit nur einer Kufe festgezurrt. In jeder Hand hält er einen kurzen Schläger, mit dem er sich fortbewegt und den Puck spielt. Durch den niedrigen Schwerpunkt gibt’s blitzschnelle Manöver. Es gibt brutale Checks, gegen Mann und Material.

Die USA geben sich beim 10:0-Sieg gegen die Tschechen keine Blöße und sind auf Kurs für ihr viertes Paralympics-Gold. Norwegen hat im Anschluss gegen Kanada mit 0:8 das Nachsehen. Ihren großen Auftritt bei den Wikingern genoss Lena Schroeder. Die 24-Jährige ist die einzige Frau beim Turnier – denn Sledgehockey ist nicht nur ein Hit, sondern ein Mixed-Bewerb.

Auch Schett im Blech-Pech

Der Osttiroler Snowboard-Crosser Reinhold Schett ging bei seinem Rennen nach einem Sturz leer aus. Ausgerechnet an seinem 37. Geburtstag musste er sich mit Platz vier begnügen. „Das war das verrückteste Rennen meiner Karriere!“, wurde Schett in einer ÖPC-Aussendung zitiert. Ein defektes Startgate sorgte beinahe für den Abbruch des Rennens und konnte erst in allerletzter Minute noch provisorisch repariert werden. Sein Teamkollege Patrick Mayrhofer belegte Rang fünf. So blieben Österreichs paralympische Athleten am dritten Wettkampftag erstmals ohne Medaille.

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