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Frauentag 2018

Internationaler Frauentag 2018

100 Jahre Frauenwahlrecht, unterschiedliche Bezahlung, armutsgefährdete Frauen sowie Genitalverstümmelung: Der heutige Internationale Frauentag wird thematisch breit aufgearbeitet. Er steht unter dem Motto #PressforProgress, einem Aufruf zu weiterem Kampf gegen sexuelle Gewalt und Lohnungleichheit. 

Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, der Schweiz, in den USA und in Österreich statt. Im Jahr 1921 wurde der Internationale Frauentag auf den 8. März festgelegt.

Der Kampf für die Gleichberechtigung von Frauen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Und er ist noch nicht vorbei, das beweist etwa die aktuelle Debatte im Rahmen des Stichworts #MeToo. 

Wir berichten in einem Blog rund um den Internationalen Frauentag 2018: 

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Tirolerinnen am Wort

Welche Bedeutung hat der Frauentag für Sie?

Der 8. März erinnert daran, dass viel erreicht wurde für die Gleichbehandlung von Frauen. Dadurch wird aber auch bewusst, dass Frauenrechte nicht selbstverständlich sind."

Talk mit Gender-Medizinerin Alexandra Kautzky-Willer

Die Gender-Medizinerin Alexandra Kautzky-Willer spricht darüber welche Rolle der Unterschied des Geschlechts in der Medizin spielt. Sie spricht außerdem über die wichtigsten Erkenntnisse, die sie bei Krankheiten und Behandlungen herausgefunden hat.

Tirolerinnen am Wort

In welchen Bereichen gibt es die größten Unterschiede zwischen Frau und Mann?

Natürlich bei der Bezahlung für ihre Arbeit. Für den gleichen Einsatz gibt es in manchen Bereichen noch immer nicht gleich viel Geld, ich war allerdings selbst nicht davon betroffen."

UN-Chef: "Schlüsselmoment für Frauenrechte"

UN-Generalsekretär António Guterres sieht die Menschheit zum Weltfrauentag an einem "Schlüsselmoment für Frauenrechte" angelangt. Frauen rüttelten derzeit an den "Säulen des Patriarchats", sagte Guterres in New York.

"Sie pochen auf anhaltende Veränderungen. Das ist es, was Frauen und Mädchen wollen. Das ist es, was ich will. Und das ist es, was jeder vernünftige Mann und Bursche wollen sollte." Frauenrechte seien Menschenrechte und es gebe keinen besseren Weg hin zu einer friedlicheren und gedeihenden Welt. "Wir können und müssen mehr tun", sagte er.

EZB verfehlt ihre Ziele bei der Frauenförderung

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einräumen müssen, dass sie ihre Ziele zur Förderung von Frauen nicht erfüllt hat. 29 Prozent der Führungspositionen sollten bis Ende 2017 mit Frauen besetzt sein - erreicht wurden nur 27 Prozent, wie die Zentralbank mitteilte. EZB-Präsident Mario Draghi sagte, "wir haben weniger Fortschritte gemacht als gewünscht".

Im EZB-Rat mit seinen 25 Mitgliedern sitzen zwei Frauen. Die Top-Management-Posten sind nur zu 17 Prozent mit Frauen besetzt - das Ziel bis Ende 2017 war eigentlich eine Quote von 24 Prozent.

An der Spitze der Bank wird sich in naher Zukunft geschlechtermäßig auch nichts ändern: Vize-Präsident soll der Spanier Luis de Guindos werden, für Draghis Nachfolge ist auch keine Frau im Gespräch.

Appelle aus der Politik

Die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) meinte im Rahmen der Matinee "Frauen - Erinnern" im Parlament, dass im Gedenkjahr 2018 mehr Licht auf feministische Geschichte geworfen werden soll. Sie erinnerte an den ersten Internationalen Frauentag 1911 und daran, dass sieben Jahre später die zentrale demokratiepolitische Forderung des Frauentages in Österreich erreicht war, nämlich das Allgemeine Wahlrecht. 

"Heute - 2018 - wissen wir: wir haben eine Geschichte, auf die wir stolz sein können, die uns Mut macht. Denn sie zeigt uns, wie viel wir heute erreichen können, wenn wir solidarisch zusammenstehen und selbstbewusst für uns und zukünftige Frauengenerationen eintreten."

100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich... und anderswo?

Regierung in Tirol mit höchstem Frauenanteil

Derzeit gibt es 75 Mitglieder von Landesregierungen, wenn man die vier nicht amtsführenden Stadträte in Wien einrechnet. Per Februar sind davon 27 weiblich, das ist ein Prozentsatz von 36 Prozent gegenüber 32 Prozent im Vorjahr. Den höchsten Frauenanteil weist die Tiroler Landesregierung mit 50 Prozent auf. Unter den neun Landeshauptleuten findet sich - nachdem die Männer seit der Abwahl von Gabi Burgstaller (Salzburg, SPÖ) 2013 unter sich waren - mit Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in Niederösterreich seit April 2017 wieder zumindest eine Frau.

Die Zahl der weiblichen Landtagsabgeordneten hat sich gegenüber dem Vorjahr von 143 auf 140 von insgesamt 440 Mandataren leicht verringert. Aufgrund der vier Landtagswahlen wird sich hier wohl etwas verändern. Prozentuell am meisten Frauen sitzen im Salzburger Landtag mit 38,9 Prozent. Es folgen Oberösterreich mit 37,5 Prozent, die Steiermark mit 35,4 Prozent und Wien mit 35 Prozent. Allerdings gibt es nur noch eine Landtagspräsidentin und zwar in der Steiermark, von der SPÖ.

Vizekanzler HC Strache

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