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Chat Gerechtes Innsbruck

Fragestunde mit Gerald Depaoli zur Innsbruck-Wahl

Sie fragen, die Spitzenkandidaten für die Innsbrucker Gemeinderatswahl antworten: Am Freitag stellte sich Gerald Depaoli von “Gerechtes Innsbruck“ den Fragen der TT-Leser.

Er hat von 10 bis 11 Uhr im TT.com-Chat die Fragen live beantwortet.

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Gerald Depaoli
Live

Chat beendet

Der Chat mit Gerald Depaoli von "Gerechtes Innsbruck"ist damit beendet. Wir bedanken uns für die vielen Fragen. 

Gerald Depaoli:

Unser Programm für Innsbruck - Kostenlose Benützung aller Öffis und Seilbahnen für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre und kostenlose Nachmittagsbetreuung für alle Kinder.

Parkgebühren halbieren, Parkzeiten verdoppeln: Die derzeitige Parkraumbewirtschaftung ist verwirrend und zielt letztendlich nur darauf ab, Einheimischen und Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Bei insgesamt fünf Parkzonen ist es selbst als Einheimischer nicht möglich zu wissen, wo und wie lange man parken darf. Die Ausweitung der Kurzparkzone auf 21 Uhr muss unbedingt zurück genommen werden. Leidtragende sind hauptsächlich Gastronomie, Kulturbetriebe, Veranstalter und letztendlich die Bürger.

Baustellenkoordination verbessern - Bauzeiten verkürzen. Wir fordern, dass bei länger andauernden Baustellen der Verdienstentgang jener Klein- und Mittelbetriebe, die von diesen Baustellen betroffen sind, abgedeckt wird (Miteinberechnung des Verdienstentganges der Betriebe in die Baukosten). Dreijahresbaustellen (Riedgasse) müssen zukünftig der Vergangenheit angehören.

Vereinfachung bzw. Beschleunigung aller Entscheidungsprozesse im Stadtmagistrat (Bauansuchen, Bescheide, Anträge etc.). 

Verringerung der Kommunalgebühren im Hinblick auf andere Tiroler Gemeinden (Wasserkosten und Hundesteuer in Innsbruck am höchsten). 

Sozialen Wohnbau forcieren. Sicherheit - mehr sichtbare Präsenz von MÜG und Polizei in den Abendstunden. 

Senioren: Seniorengerechte Ausrichtung kultureller und sozialer Angebote, sowie altersgerechte und bezahlbare Wohnangebote.

Frage

Welche konkreten Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Gerald Depaoli:

Wir haben niemanden verunglimpft, wir zeigen Probleme auf, die durch die jetzige Stadtregierung zu verantworten sind. 

Wir stellen fest, dass es in allen politischen Fraktionen gute, engagierte und vernünftige Leute gibt. Das heißt, wenn wir im Gemeinderat sind, können wir uns mit allen, die für die Stadt etwas weiterbringen wollen, eine Zusammenarbeit vorstellen.

Uns ist aber wichtig, dass stets der Bürger, seine Probleme und Anliegen im Mittelpunkt des Fokus stehen. Was derzeitig leider sehr oft nicht der Fall ist. Innsbruck gehört uns Innsbruckern und nicht der Frau Bürgermeisterin und dem Gemeinderat. 

Derzeit bezahlen die Bürger die Zeche für Großprojekte, die viele in dieser Art eigentlich gar nicht haben wollen. Währenddessen im Sozialbereich sicher mehr Handlungsbedarf besteht.

Wichtig ist uns, dass die Kommunikation zwischen Stadtregierung und Bürgern wieder mehr in den Mittelpunkt gerät.Das heißt, der Bürger soll wieder mehr in Entscheidungsprozesse eingebunden werden - das ist unser Verständnis von Bürgernähe und Bürgerpolitik.

Frage

Ihr macht viele Videos zu allen mehr oder weniger wichtigen Themen in Innsbruck. Solltet ihr es in den Gemeinderat schaffen, wie wollt ihr all diese Themen behandeln bzw. mit wem wollt oder könnt ihr denn eigentlich noch zusammenarbeiten, wurden doch sämtliche Regierungsparteien in den Videos massiv angegriffen bzw. verunglimpft …

Gerald Depaoli:

Das neu eingeführte Müllsystem hat sich in keinster Weise bewährt. Da war das alte Sammelsystem mit Sicherheit das Zielführendere. Wir würden uns von einer flexiblen Stadtregierung erwarten, dass wenn man anhand von Erfahrungswerten feststellt, dass sich ein neu eingeführtes System in keinster Weise bewährt hat, dass man entweder wieder auf das alte zurückgreift, oder ein komplett neues Müllsammelsystem andenkt. 

Für eine Stadt der Größe Innsbrucks ist die Errichtung eines zweiten Recyclinghofes im Westen der Stadt höchst an der Zeit (siehe unser Video "Forderung eines zweiten Recyclinghofes"), weil derzeit müssen Bürger aus dem Westen der Stadt sehr lange Anfahrtswege durch die ganze Stadt - die ohnehin schon teilweise durch Stau verstopft ist - in Kauf nehmen (Sperrmüll etc.).

Die zur Verfügung gestellten Altpapier- und Kunststoff-Mülleimer sind zu klein bzw. werden teilweise in zu langen Abständen abgeholt (oft vier Wochen). Es freut uns, dass mittlerweile auch eine andere wahlwerbende Partei (ÖVP) dieses Problem aufgrund unserer Berichterstattung erkannt hat und dies als ihre Idee verkaufen möchte.

Frage

Wenn man durch die Stadt, besonders durch die Innenstadt geht, fallen immer wieder überfüllte Müllcontainer bzw. Müllinseln auf, welche schon aus hygienischer Sicht eine Zumutung sind. 

Wie stellt sich das "Gerechtes Innsbruck" eine neues Müllkonzept vor, um diesen überfüllten Müllcontainern, aber vor allem überfüllten Müllinseln, entgegenzuwirken?

Gerald Depaoli:

Wir sind keine Partei im herkömmlichen Sinn. Wir sind eine Bürgergruppe und werden das auch bleiben. Unsere Mitglieder setzen sich aus allen Bevölkerungsschichten und Generationen zusammen. Wir stehen weder links noch rechts, sondern stehen in der Mitte der Gesellschaft.

Ich stelle fest, dass die Landtagswahl keine Veränderung gebracht hat, und das dasselbe so weiter gemacht wird. Es hätte dem Land gut getan, wenn hier von einer anderen politischen Fraktion frischer Wind hineingebracht worden wäre.

Koalition der Wahlgewinner wäre vernünftiger als Koalition des Wahlgewinners mit dem einzigen Wahlverlierer. Der Wählerwille wird hier nicht ernst genommen.

Frage

Als noch unentschlossener Wähler würde mich folgendes interessieren: Welche politische Richtung schlagen Sie ein? Was halten Sie von der neuerlichen Zusammenarbeit zwischen Schwarz-Grün in Tirol?

Gerald Depaoli:

Selbstverständlich wollen wir nicht alles schlecht reden, aber es ist nicht unsere Aufgabe, die Leistungen der Stadtregierung zu präsentieren. Positives Beispiel, das uns aufgefallen ist, wäre die Freizeiteinrichtung am Baggersee in der Rossau, wo ganzjährig den Jugendlichen und Familien dementsprechend qualitätsvolle Freizeitgestaltung möglich ist. Auch die Kletter- und Skaterhalle ist eine höchst sinnvolle Einrichtung der Stadt. 

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