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Chat zur EU-Wahl mit NEOS-Kandidat Johannes Margreiter

Am 26. Mai finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Im Vorfeld stellen sich Tirols Spitzenkandidaten im Live-Chat auf TT.com den Leserfragen.

Am Montag war Johannes Margreiter von den NEOS an der Reihe.

Hier gibt es den ganzen Chat zum Nachlesen: ⬇️

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Ticker Beendet

Jetzt in chronologischer Reihenfolge lesen

Das Chatprogramm auf TT.com

  • Johannes Margreiter (NEOS): Montag, 6. Mai (10-11 Uhr)
  • Michael Mingler (Grüne): Dienstag, 7. Mai (10-11 Uhr)
  • Maximilian Kurz (FPÖ): Montag, 13. Mai (10-11 Uhr)
  • Theresa Muigg (SPÖ): Mittwoch 15. Mai (12-13 Uhr)
  • Barbara Thaler (ÖVP): Freitag, 17. Mai (10-11 Uhr)

Stellen Sie Ihre Fragen ...


Frage

Sehr geehrter Herr Margreiter, was hat Sie persönlich von der EU überzeugt?

Johannes Margreiter:

Ich bin einer jener, die tatsächlich überzeugt werden haben müssen. Seit 1995 habe ich aber die Gewissheit gewonnen, dass die großen Probleme nur übernational lösbar sind. Aktuell ist das noch viel deutlicher zu spüren. Die Probleme, die der Klimawandel mit sich bringt, die Probleme der Migration und auch die Chancen der Digitalisierung können nur in einem gemeinsamen Europa gelöst werden, weil eben alle diese Problemstellungen nicht an den Grenzen der Nationalstaaten halt machen.

Natürlich bildet auch meine persönliche Lebensgeschichte den Zugewinn an Wohlstand und an Frieden, wie er sich seit 1995 spürbar ergeben hat, die Vorteile, die mit dem EU-Beitritt verbunden waren, sehr schön ab, sodass ich heute mehr denn je ein überzeugter Europäer bin.

Frage

Herr Margreiter, warum tun Sie sich einen anstrengenden Wahlkampf an, da Sie ja auf keiner wählbaren Stelle sind?


Johannes Margreiter:

Im Verlaufe meines politischen Lebens habe ich schon sehr viele Wahlkämpfe geschlagen. Es ist dies tatsächlich meine erste Wahl, an der ich teilnehme, ohne eine direkte Chance auf ein Mandat zu haben. Als mich unser Landessprecher Dominik Oberhofer gefragt hat, ob ich als Tiroler Spitzenkandidat der NEOS antreten will, habe ich nicht lange überlegen müssen.

Ich sehe in der Wahl am 26. Mai tatsächlich die viel zitierte Schicksalswahl. Es geht bei dieser Wahl darum, ob wir wieder auf den Weg der Vereinigung Europas zurückfinden oder ob dieses faszinierende Friedensprojekt zerstört wird. Und hier möchte ich mich mit all meiner Kraft einbringen.

Ich werde im Juni zum ersten mal Großvater und will, dass mein Enkelkind in einem geeinten Europa aufwachsen kann, mit allen Chancen, die dieses gemeinsame Europa bietet und auch mit der Kraft, die aktuellen großen Probleme zu bewältigen, die nur ein gemeinsames Europa hat.

Frage

Was unterscheidet die NEOS von allen anderen pro-europäischen Parteien?


Johannes Margreiter:

NEOS hat hier den Vorteil, die jüngste Partei zu sein. NEOS brauchte also nie, was die Position zu Europa betrifft, herumzueiern. NEOS wurden als die Europapartei gegründet und zeigen auch im jetzigen Wahlkampf als einzige ein komplettes, durchgängiges Europaprogramm. Dieses Programm deckt alle Politikfelder ab und stellt als Vision die Vereinigten Staaten von Europa in den Raum.

Frage

Sind die Vereinigten Staaten von Europa nicht vollkommen realitätsfern?

Johannes Margreiter:

Ich kann mich noch gut erinnern, wie erstmals in den 80er-Jahren die Diskussion über eine gemeinsame europäische Währung konkret geführt worden ist. Damals haben viele ernstzunehmende Politikbeobachter erklärt, dass es das nie spielen wird. Weder, dass die Franzosen ihren Franc jemals hergeben werden, noch die Deutschen ihre D-Mark. Die Geschichte zeigt, dass es möglich ist visionäre Projekte umzusetzen und das manchmal noch viel schneller, als manche glauben.

Ich sehe in der derzeitigen europakritischen Phase einen von ganz klar festzumachenden externen Interessen befeuerten Spuk, der meiner Einschätzung nach bereits im Abklingen ist. Der jetzige Wahlkampf kann bereits als das erste Schwungholen gesehen werden, der dem europäischen Einigungsprozess erneut Kraft verleihen wird.

Frage

Sehr geehrter Herr Margreiter! Tirol leidet unter dem Lkw-Transit. Offenbar kann Tirol hier nicht viel tun. Wie stellen es sich die NEOS vor, dieses Problem innerhalb der EU zu lösen?


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