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Live-Blog zu Coronavirus

Aktuell 59 Fälle in Tirol, mehr als 1000 Neuinfektionen pro Tag in Deutschland

Die Coronavirus-Krise hat die Welt weiter fest im Griff. Nach zeitweisen Lockerungen ziehen viele Staaten ihre Maßnahmen wieder deutlich an.

👁‍🗨 Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

▶️ Derzeit 59 Infizierte in Tirol

▶️ Reproduktionszahl in Österreich bei 0,96

▶️ Erneut über 1000 Neuinfektionen in Deutschland

▶️ 82 Neuinfektionen österreichweit

▶️ Steinmeier bedauert Regelverstoß bei Urlaubsfoto

▶️ Briten verlegen ihr „Dschungelcamp“ nach Europa, RTL prüft noch

▶️ Österreich verhängt Reisewarnung für Spaniens Festland

▶️ Alle Details zur neuen Verordnung: Einreise nach Österreich aus 32 Risikogebieten nur noch mit Test

📊 ZAHLEN FÜR TIROL

Mit Stand Samstag, 8.30 Uhr, sind in Tirol 59 Personen (exklusive der wieder Genesenen) laut Testergebnis mit dem Coronavirus infiziert. 3562 Personen sind mittlerweile wieder genesen, 108 Personen verstorben.

🔴 Für aktuelle Blog-Meldungen weiter nach unten scrollen ⬇️

📞 Wichtige Telefonnummern und Links

  • Für Menschen mit Symptomen und/oder Kontakt mit bestätigtem Corona-Fall: 1450
  • Bei allgemeinen Fragen zum Coronavirus: 0800 555 621 
  • Hotline vom Land Tirol: Tel. 0800 80 80 30
  • Hotline der AGES: Tel. 0800 555 621
  • Hotline der Wirtschaftskammer für Unternehmer: Tel. 0590 905-1111
  • AMS Tirol ServiceLine: Tel. 050 904 740 (Mo. bis Do. 7.30 Uhr bis 16 Uhr, Fr. 7.30 bis 13 Uhr)
  • Hotline der Arbeiterkammer für Arbeitnehmer: Tel. 0800 22 55 22 1414
  • Hotline zu reiserechtlichen Fragen: Tel. 0800 201 211 (Montag bis Sonntag, von 9 bis 15 Uhr)
  • Corona-Sorgen-Hotline (Land Tirol): Tel. 0800 400 120
  • Telefonseelsorge: Tel. 142
  • Rat auf Draht: Tel. 147 oder im Internet www.rataufdraht.at 

📊 Alles im Überblick: Zahlen, Grafiken und Videos zu Corona in Österreich

⚽️ Auswirkungen des Coronavirus auf den Sport

🌎 Information in English: the most important questions and answers

🔗 Alle Artikel zum Coronavirus im Dossier

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🧪 Start für Corona-Testpflicht in Deutschland

Im Kampf gegen das Coronavirus gilt in Deutschland ab dem heutigen Samstag eine Testpflicht für alle Urlauber, die aus Ländern mit vielen Infizierten zurückkommen. Wer kein negatives Testergebnis von kurz vor der Abreise dabei hat, muss sich nach der Ankunft in Deutschland testen lassen.

▶️ Dies ist bis zu drei Tage nach der Einreise kostenlos möglich, wie eine Verordnung des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) festlegt. Die Tests sollen direkt an Flughäfen zu machen sein oder später in anderen Testzentren und Praxen. Freiwillig können sich schon seit vergangenem Samstag alle Urlauber kostenlos testen lassen.

▶️ Der Ärzteverband Marburger Bund begrüßte die neue Pflicht. An ersten Ergebnissen sei zu sehen, dass bei Rückkehrern aus Risikogebieten die Rate positiver Tests höher sei als bei den Tests im Inland, sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Testpflicht könnte dies sogar noch deutlicher zutage fördern - denn es liegt nahe, dass Menschen mit einer Tendenz zu Risikoverhalten im Urlaub auch eher an freiwilligen Teststationen vorbeigehen."

▶️ Für Rückkehrer aus Risikogebieten könnte es sinnvoll sein, auch bei einem ersten negativen Test eine kurze Quarantäne von einigen Tagen und dann einen zweiten Test anzuschließen. Tests seien Momentaufnahmen und deckten die vorangegangenen drei bis fünf Tage nicht ab.

▶️ Kritik kommt dagegen vom Vorsitzenden des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. Die Risikogebiete seien "viel zu pauschal" eingeteilt worden und viele Hausärzte seien nicht für einen riesigen "Ansturm von Testwilligen" ausgestattet, sagte Weigeldt der Welt (Samstag). Zudem sei es "absurd", dass Rückkehrer dem Arzt glaubhaft machen müssten, tatsächlich im Ausland gewesen zu sein - etwa durch einen Boarding-Pass oder eine Hotelrechnung. Die Hausärzte seien keine "Außenstelle des Bundesgesundheitsministeriums".

▶️ Für Heimkehrer aus Risikogebieten gibt es künftig zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen und legen einen Negativ-Nachweis in deutscher oder englischer Sprache vor. Tests im Ausland sind aber selbst zu zahlen. Oder sie lassen sich nach der Rückkehr in Deutschland testen, was bis zu drei Tage kostenlos möglich ist.

⚠️ Deutsche Teil-Reisewarnung für Bulgarien und Rumänien

Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die deutsche Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem auch bei deutschen Urlaubern beliebten Urlaubsort Goldstrand.

▶️ In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Daneben sind in Bulgarien nach den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts im Internet Blagoewgrad und Dobritsch betroffen, in Rumänien die Kreise Argeș, Bihor, Buzau, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timis. Die wichtigsten rumänischen Urlaubsregionen in Siebenbürgen und am Schwarzen Meer sind von der Warnung ausgenommen.

▶️ Die Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen. Urlauber, die aus solchen Gebieten zurückkehren, müssen sich seit Samstag auf Corona testen lassen.

▶️ Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

✈️ Deutschland macht Druck auf Airlines wegen Ticket-Erstattungen

Die deutschen Behörden machen einem Zeitungsbericht zufolge Druck auf Fluggesellschaften, die nach wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Flügen das Geld für die Tickets noch nicht erstattet haben. Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) habe "zunächst gegen diverse Luftfahrtunternehmen Verwarnungen ausgesprochen", teilte die Behörde der Welt am Sonntag laut Vorausbericht mit.

"Darüber hinaus sind zwischenzeitlich Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen auffällig gewordene Luftfahrtunternehmen eingeleitet worden."

▶️ Die Verfahren seien allerdings noch nicht abgeschlossen.

▶️ Wegen der Corona-Pandemie sind zahlreiche Flüge gestrichen worden. Der Flugverkehr kam weltweit fast komplett zum Erliegen und erholt sich nur langsam. Zahlreiche Fluggesellschaften stecken nun in der Krise und bekommen teilweise Staatshilfen, wie etwa die Lufthansa. Die Rückzahlungen bedeuten eine zusätzliche Belastung für die Airlines.

▶️ Eine EU-Richtlinie sieht vor, dass Passagiere nach annullierten Flügen ihr Geld innerhalb einer bestimmten Frist zurückbekommen. Diese Erstattung verläuft aber teilweise schleppend und je nach Fluggesellschaft offenbar unterschiedlich, wie aus dem Bericht hervorgeht. So habe das Reiserechtsportal Fairplane 54.000 Fälle ausgewertet. Demnach seien Kunden von Easyjet in 96 Prozent bereits entschädigt worden. Am Ende stehen Airlines wie Ryanair mit fünf Prozent, sowie die Lufthansa-Töchter Eurowings und Swiss mit vier und fünf Prozent.

‼️ Fünf Neuinfektionen in Südtirol

In Südtirol sind in den vergangenen 24 Stunden fünf weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit erhöhte sich die Zahl der jemals positiv Getesteten auf 2766, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb am Samstag mit.

▶️ 2352 Personen galten bereits wieder als genesen. Die Anzahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb weiterhin stabil bei 292.

▶️ Damit waren in der autonomen Provinz aktuell 122 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt 13 Personen waren auf Normalstationen der Südtiroler Krankenhäuser und in der Einrichtung in Gossensaß untergebracht. Intensivmedizinische Betreuung benötigte niemand.

🤒 Fiebermessen und Coronatests für "Tatort"-Schauspieler

Für die Kölner "Tatort"-Schauspieler Klaus J. Behrendt (60) und Dietmar Bär (59) waren die Dreharbeiten unter Corona-Bedingungen eine ziemliche Umstellung.

"Es geht schon los beim morgendlichen Abholen. Wir haben keine Limousine mehr, sondern einen VW-Bus, der abgehängt ist mit einer Plexi-Folie", schilderte Behrendt. "Unser Fahrer sitzt darin mit einem Mundschutz, und wir beide sitzen hinten mit Mundschutz. Und wenn man ankommt am Set, geht es los mit allmorgendlichem Fiebermessen", erzählte er.

▶️ Die Schauspieler würden regelmäßig auf das Coronavirus getestet, und am Set gälten strenge Schutzmaßnahmen, an die sich alle halten müssten.

"Ich glaube, dass das hier auch eine gute Übung ist, um Solidarität zu zeigen - dass man das auch im Alltag macht, wenn man außerhalb seiner Arbeit ist", sagte Bär, Darsteller des Kommissars Freddy Schenk. Behrendt spielt dessen Kollegen Max Ballauf.

▶️ Die Dreharbeiten zur 81. Kölner "Tatort"-Folge "Brennen sollst Du" hatten wegen der Corona-Pandemie später als geplant begonnen und endeten erst vor wenigen Tagen. Die Corona-Krise werde aber nicht im "Tatort" thematisiert, sagte Produzent Jan Kruse.

"Vom Beginn der Stoffentwicklung bis zur Sendung können 18 Monate vergehen. Die Fakten ändern sich so schnell."

▶️ Darum sei der "Tatort" nicht das richtige Format, um auf solche aktuellen Dinge eingehen zu können. Die Folge "Brennen sollst Du" wird nach WDR-Angaben voraussichtlich im Frühjahr 2021 gezeigt.

🚉 Fast ein Drittel der Bevölkerung nutzt seltener Öffis

31 Prozent der Österreicher nutzen seit Beginn der Coronakrise öffentliche Verkehrsmittel seltener. Das geht aus einer vom Meinungsforschungsinstitut Unique research durchgeführten Umfrage für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins profil hervor.

▶️ Dafür gab fast ein Drittel an, nun öfter zu Fuß zu gehen als früher.

🔙 82 Neuinfektionen österreichweit

Die Zahl der Neuinfektionen ist am Samstag deutlich unter 100, nämlich auf 82 gesunken, so die Zahlen des Innenministeriums. Bisher gab es in Österreich 21.919 positive Testergebnisse, 721 Personen sind an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 19.812 wieder genesen. Aktuell befinden sich 120 Personen in krankenhäuslicher Behandlung, davon 24 auf Intensivstationen.

▶️ Die Neuinfektionen teilen sich wie folgt auf:

◼️ Burgenland: 0

◼️ Kärnten: 5

◼️ Niederösterreich: 10

◼️ Oberösterreich:  25

◼️ Salzburg: 3

◼️ Steiermark: 6

◼️ Tirol: 2

◼️ Vorarlberg: 4

◼️ Wien: 27

💶 Caritas bekam 3600 Gastro-Gutscheine gespendet

Das Echo war laut Caritas überwältigend: Mehr als 3600 Wiener haben ihre Gastro-Gutscheine im Wert von ingesamt mehr als 120.000 Euro gespendet.

Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas Erzdiözese Wien:

"Diese Hilfe hat bis heute schon sehr viele Frauen, Männer und Kinder satt gemacht, die es gerade jetzt in der Coronakrise besonders schwer haben."


😷 Villach führte Maskenpflicht in der Innenstadt ein

Die Stadt Villach hat auf die neuen Corona-Fälle, die mit einer Gartenparty in Zusammenhang gebracht werden, mit der Verhängung einer Maskenpflicht reagiert. Sie gilt ab sofort täglich von 21 bis 2 Uhr in der Innenstadt und wurde vorerst bis 16. August anberaumt. Die Maskenpflicht gilt auch auf dem Wochen- und dem Biobauernmarkt. Der Laurentiusmarkt am Montag wurde überhaupt abgesagt.

▶️ Mit derzeit acht Infizierten stehe Villach im Vergleich mit anderen Städten immer noch gut da, meinte Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) in einer Aussendung:

"Aber dennoch kann die Tendenz der vergangenen Tage nicht bedenkenlos hingenommen werden."

▶️ Nach einer privaten Gartenparty am vergangenen Freitag waren mehrere Teilnehmer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darunter war auch ein Gastronom, der ein Lokal in Villach betreibt. Am gestrigen Freitag wurde bekannt, dass drei weitere Personen positiv getestet wurden, diese Infektionen wurden ebenfalls mit dieser Thematik in Verbindung gebracht.

🏥 Spital in Rom startet Impfstoff-Test an Menschen

Das auf Infektionskrankheiten spezialisierte römische Krankenhaus "Lazzaro Spallanzani" testet ab 24. August einen Impfstoff gegen Covid-19 an Menschen. Begonnen wird mit 90 Freiwilligen. Der Impfstoff wurde in Italien entwickelt und ist dank einer Vereinbarung entstanden, die die Regierung mit dem Spallanzani-Institut unterzeichnet hat.

▶️ Für die Entwicklung des Impfstoffes wurden acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Er wurde von der Biotechnologie-Gesellschaft ReiThera mit Sitz in Castelromano bei Rom zusammen mit der Münchner Gesellschaft Leukocare und mit Univercells (Brüssel) entwickelt und patentiert. Die Produktion wird erst nach den Tests beginnen.

▶️ Der vorbeugende Impfstoff soll die Produktion von Antikörpern und die Aktivität der Immunzellen fördern, hieß es. Die drei Pharmakonzerne beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln, um die Entwicklung eines Impfstoffes zu beschleunigen. Die Herausforderung sei, Millionen von Dosen im Eiltempo zu produzieren.

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