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Live-Blog zu Coronavirus

Delta-Variante breitet sich in Österreich rasant aus, Steiermark leuchtet grün
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📽️ Video | Kontrolle der 3G-Regeln

Wer in die Gastro oder auf eine Kulturveranstaltung will, muss eines der 3G nachweisen, also getestet, genesen oder geimpft sein. Doch wie genau wird das eigentlich kontrolliert?

⚠️ Delta-Variante: Lockerungen in Portugal ausgesetzt

Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante und einer Zunahme der Infektionsfälle hat die Regierung Portugals die für Montag vorgesehenen Lockerungen der Corona-Einschränkungen für weite Teile des Landes ausgesetzt.

"Wir befinden uns in einer kritischen Phase",

... erklärte Kabinettsministerin Mariana Vieira da Silva am Donnerstag in Lissabon.

▶️ Mit 1556 neuen Ansteckungen binnen 24 Stunden wurde am Donnerstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums der höchste Wert seit Februar registriert. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC hat Portugal inzwischen mit einer 14-Tage-Inzidenz von gut 124 den höchsten Wert aller 30 erfassten Länder. Zum Vergleich: Deutschland weist 25 auf, Österreich 30,87.

▶️ Besonders schlecht ist die Lage im Großraum Lissabon sowie in Sesimbra und Albufeira, die alle 14-Tage-Inzidenzen von mehr als 240 aufweisen. Dort werden die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie deshalb sogar verschärft. Gastronomiebetriebe und Einzelhandel (Lebensmittelläden ausgenommen) müssen dort etwa an den Wochenenden und Feiertagen wieder bereits um 15.30 Uhr schließen.

▶️ Lissabon - wo die Delta-Variante bereits mehr als 70 Prozent aller Fälle ausmacht - wird wieder zwischen Freitagnachmittag und Montagfrüh abgeriegelt. Allerdings dürfen die gut 2,8 Millionen Bewohner anders als vor einer Woche den Großraum "Area Metropolitana" diesmal nicht nur aus "triftigem Grund" wie etwa Arbeit oder Arztbesuch verlassen. Man darf auch dann raus, wenn man einen negativen Test, einen Nachweis über eine vollständige Immunisierung oder über eine Genesung von der Krankheit vorlegt.

📽️ Video | Reisen – aber nach Plan

Ein "Urlaub wie damals" dürfte es auch heuer nicht werden. Noch sind viele nicht geimpft, es muss weiterhin getestet werden. Auf Reisen müssen Bestätigungen über Tests und Impfungen unbedingt mitgeführt werden. "Konkret" hat recherchiert, was alles beachtet werden sollte, damit die Urlaubsfreude nicht getrübt wird.

💉 NIG empfiehlt Intervall-Verkürzung bei Impfung wegen Delta-Variante

Das Nationale Impfgremiums empfiehlt zudem weiterhin den selben Impfstoff für den Zweitstich – außer bei medizinischer Kontraindikation oder dem Eintreten einer Schwangerschaft.

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🚦 Delta-Variante breitet sich in Österreich rasant aus, Steiermark leuchtet grün

Die Steiermark wird ihrem Ruf als "Grüne Mark" gerecht. Erstmals seit Monaten ist am Donnerstag ein Bundesland auf der Corona-Ampel auf "grün" geschaltet worden. Damit herrscht in der Steiermark quasi amtlich "sehr geringes" Risiko, sich mit Corona anzustecken. Im Rest des Landes gibt es geringes Risiko, also gelb-grün. Indes sieht die zuständige Kommission einen rasanten Anstieg der gefährlicheren Delta-Variante, die demnächst das Kommando übernehmen dürfte.

▶️ Bei anhaltender Verbreitung sei davon auszugehen, dass es bereits Ende des Monats bzw. im frühen Juli 2021 zu einem Austausch der Alpha-Variante, also der britischen, mit der Delta-Variante, der indischen, als dominante Virusmutation kommen wird. Schon in der vergangenen Woche hatte letztere einen Anteil von über 28 Prozent der untersuchten Fälle. In der Woche davor waren es gerade einmal gut sechs Prozent.

▶️ Problematisch ist die Delta-Variante, weil man sowohl von einer leichteren Ansteckung als auch von gefährlicheren Verläufen mit mehr Krankenhaus-Aufenthalten ausgeht. Der Maximierung der Durchimpfung sollte daher oberste Priorität eingeräumt werden, schreibt die Kommission in einer Aussendung. Alle umsetzbaren Maßnahmen (inklusive Anreizsysteme) zur Steigerung der Impfbereitschaft sollten möglichst rasch, falls möglich noch Juli, ergriffen werden.

▶️ Maßnahmen, die nur geringe Einschränkungen für die Bevölkerung bedeuten, jedoch zur Dämpfung des Anstiegs der Fallzahlen beitragen, sollten beibehalten werden, empfehlen die Experten. Dies gelte insbesondere für die Aufrechterhaltung eines niederschwelligen und breitflächigen Testangebots vornehmlich mit PCR-Testverfahren.

▶️ Die Corona-Kommission empfiehlt darüber hinaus, in Zusammenhang mit außerschulischer Jugenderziehung und Jugendarbeit eine restriktive Teststrategie. Diese beinhaltet, dass eine regelmäßige Testung jener Kinder und Jugendlichen und deren Betreuungspersonen z.B. bei Ferienlagern gewährleistet sein sollte. Möglichst sollten dabei PCR-Tests verwendet werden.

▶️ Noch ist die Lage freilich ruhig, vor allem in der Steiermark, die als derzeit einziges Bundesland die Vorgabe erfüllt, sowohl in der reinen Fallzahl als auch bei der risikoadjustierten Fallzahl unter fünf auf 100.000 Einwohner zu liegen. Nimmt man nur die risikoadjustierte Zahl her, die auch Faktoren wie Alter der Patienten berücksichtigt, sind auch Kärnten und Oberösterreich bereits in den grünen Sektor geschlüpft. Alle anderen Länder befinden sich in der gelb-grünen Zone, die geringes Risiko anzeigt. Der Zwei-Wochen-Trend ist außer im Burgenland und in Wien, wo die Zahlen stabil sind, überall rückläufig. Auf mittlerweile 3,4 Prozent geschrumpft ist das Systemrisiko an den Intensivstationen. Erwartet wird kurzfristig ein weiterer Rückgang.

▶️ Einheitlich wie selten waren vergangene Woche die Testzahlen. Mit Ausnahme Tirols, wo mit 49.000 auf 100.000 Einwohner der deutlich geringste Wert erzielt wurde, liegen alle Länder zwischen 59.000 und gut 69.000 Test auf 100.000 Einwohner. Unter 0,1 Prozent aller Tests zusammengerechnet sind positiv.

▶️ Die aktuell höchste Inzidenz hat Oberwart mit 33,2 gefolgt von Bruck an der Leitha mit 28,4. Etliche Bezirke wie Hermagor, Mistelbach, Freistadt, Gmunden und Murau hatten überhaupt keine neuen Fälle in der vergangenen Woche.

👃🏻 Geruchsverlust nach Corona-Infektion nach acht Monaten meist weg

49 von 51 Versuchspersonen einer französischen Studie waren ihre Beschwerden nach acht Monaten wieder los.

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💉 US-Experten: Seltene Fälle von Herzentzündungen nach Impfung

Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC sehen einen Zusammenhang zwischen Corona-Impfungen und selten auftretenden Herzmuskelentzündungen bei jüngeren Männern. Seit April habe es in den Vereinigten Staaten mehr als 1000 gemeldete Fälle von Myokarditis oder Perimyokarditis gegeben, teilte die CDC am Mittwoch mit.

▶️ Die Behörde betonte dabei jedoch, dass das Auftreten der Erkrankungen mit knapp 13 Fällen auf einer Million gering sei und empfiehlt das Impfen nachdrücklich.

"Die bekannten und potenziellen Vorteile einer Covid-19-Impfung überwiegen die bekannten und potenziellen Risiken, einschließlich des möglichen Risikos einer Myokarditis oder Perimyokarditis."

▶️ Auch seien die meisten Patienten schnell wieder vollständig genesen, Todesfälle habe es nicht gegeben. Ein gehäuftes Auftreten nach einer Impfung mit einem mRNA-Vakzin von Biontech/Pfizer oder Moderna habe es Untersuchungen zufolge dabei nur in den Altersklassen von 12 bis 29 Jahren gegeben.

▶️ Zunächst hatte es Berichte zu Myokarditis aus Israel gegeben. So hält ein Ausschuss des israelischen Gesundheitsministeriums eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung, vor allem der zweiten Dosis, mit einer Herzmuskelentzündung für wahrscheinlich. Auch in Deutschland sind Dutzende Fälle bekannt.

▶️ Viele Herzmuskelentzündungen verlaufen nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts symptomlos oder mit unspezifischen Symptomen. Eine Myokarditis kann aber auch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Zu den möglichen Auslösern zählen Virusinfektionen.

💉 Probanden für Innsbrucker Studie zu Covid-Mischimpfungen gesucht

Das Institut für Virologie der Medizinischen Universität Innsbruck sucht noch Probanden für eine klinische Studie, die überprüft, wie sich das „Mischen“ verschiedener Impfstoffe auf Wirksamkeit und Verträglichkeit auswirken.

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🎤 Nach zweitem Corona-Schuljahr: Faßmann lädt zum Schulschlusskonzert

Als Anerkennung für die "große Flexibilität" und das "Durchhaltevermögen", das die Schüler im zweiten Corona-Schuljahr gezeigt haben, lädt Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) für 28. Juni zum "österreichweit ersten SchulSchlussKonzert" mit Künstlern wie Pizzera & Jaus, DJ Ötzi, Alle Achtung und Tina Naderer. Der ORF überträgt die Veranstaltung aus dem Bundesgymnasium Zehnergasse in Wiener Neustadt live.

"Es ist mein persönliches Anliegen, den Schülerinnen und Schülern, die in den letzten Monaten auf so vieles verzichten mussten, zum Abschluss dieses Schuljahres noch etwas Unbeschwertheit und Ausgelassenheit mitzugeben."

Ein gemeinsames Konzert zum Schulschluss scheine ihm genau die richtige Möglichkeit, wird Faßmann in einer Aussendung des Ministeriums zitiert. "Wer weiß, vielleicht setzen wir mit diesem Konzert den Startschuss zu einem jährlichen Fixpunkt im Schulkalender." An die Schulleitungen und Lehrer appelliert Faßmann, den Schülern nach Möglichkeit die Teilnahme via TV (von 10.05 Uhr bis 11.35 auf ORF1) oder Stream in der TVthek zu erlauben.

🛫 EU-Gipfel: Kurz für Wegfall der Quarantäne bei Reisen

Für Inhaber des europäischen Covid-Zertifikats ("Grüner Pass") soll die Quarantäne in Europa gänzlich wegfallen, forderte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag vor dem EU-Gipfel in Brüssel. Auch solle es einheitlichere Bestimmungen geben, wann jemand als geimpft gelte, sagte Kurz. "Es wäre gut, wenn alle etwas großzügiger wären", er sei sich aber nicht sicher, ob dies beim EU-Gipfel auch gelinge.

▶️ Derzeit können die EU-Staaten angesichts von Virus-Varianten noch zusätzliche national Vorschriften erlassen. Grundsätzlich sei der Grüne Pass ein richtiger Schritt hin zu mehr Reisefreiheit und Normalität, sagte der Kanzler. Kurz plädierte dafür, angesichts der sich auch in Europa verbreitenden Delta-Variante "nicht in Panik zu verfallen". Die Entwicklung sei erwartbar gewesen. Virologen wie Christian Drosten hätten aber bestätigt, dass die Impfung wirke.

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