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Testpflicht für geimpfte Schüler könnte entfallen
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🦠 Fallzahl in Niederösterreich nach kroatischem Festival auf 75 gestiegen

Die Zahl der Coronafälle, die auf das Festival "Austria goes Zrce" auf der kroatischen Insel Pag zurückzuführen sind, ist in Niederösterreich am Samstag auf 75 angestiegen. Seit Freitag wurden im Zusammenhang mit dem Festival 17 neue Infektionen registriert, hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).

▶️ Auch andere Bundesländer hatten zuvor zahlreiche Infektionen unter den Festivalrückkehrern gemeldet, in Tirol sind es bisher mehr als 30. Am Freitag waren es österreichweit bereits über 300 Fälle.

📈 Neuinfektionen in den USA deutlich gestiegen

Die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen ist in den USA deutlich gestiegen. Die Behörden meldeten für Freitag 194.608 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Samstag früh (MESZ) hervorging. Eine Woche zuvor waren es 118.797. Auch die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im Wochenvergleich von 532 auf 891.

▶️ Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Jänner mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Jänner mit 4460 Toten verzeichnet. Der allergrößte Teil der erfassten Infektionen im Land sind nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückzuführen. Diese ist nach CDC-Einschätzung so ansteckend wie Windpocken. Bisher haben in den USA nach CDC-Daten 57,2 Prozent der Menschen mindestens eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten, 49,4 Prozent sind vollständig geimpft.

▶️ In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bisher gut 34,9 Millionen Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert, mehr als 613.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Bevölkerung rangieren die USA derzeit mit 186,49 Toten pro 100.000 Einwohner laut JHU auf Rang 22 weltweit.

💉 1115 Burgenländer ohne Anmeldung geimpft

Beim ersten Impftag ohne Voranmeldung im Burgenland sind am Freitag 1115 Personen gegen das Coronavirus geimpft worden. In allen sieben Impf- und Testzentren konnten sich die Burgenländer ohne Termin mit dem Vakzin von Johnson & Johnson impfen lassen. Insgesamt wurden im Burgenland bisher 168.362 Personen geimpft, 145.237 davon sind vollimmunisiert, teilte der Koordinationsstab Coronavirus am Samstag mit.

▶️ Mit dem Impftag ohne Anmeldung wollte das Land vor allem junge Burgenländer ansprechen, die den Impfnachweis für einen Besuch in der Nachtgastronomie brauchen und sich einen PCR-Test ersparen wollen. Künftig soll es ähnliche Aktionen auch in jenen Gemeinden geben, in denen die Durchimpfungsrate derzeit vergleichsweise niedrig ist.

🧪 Faßmann will geimpfte Schüler von Testpflicht befreien

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will gegen das Coronavirus geimpfte Schüler von den drei verpflichtenden Tests pro Schulwoche befreien. Denkbar sei außerdem, dass sie keine Masken mehr tragen müssen. Diesen Punkt wolle er aber noch genauer abwägen, sagte Faßmann laut einer Vorausmeldung des Nachrichtenmagazins profil am Samstag.

"Ein junger Mensch, der geimpft in der Klasse sitzt, soll etwas davon haben. Privilegien für Geimpfte: Das ist generell Regierungslinie", begründete der Minister sein Vorhaben.

▶️ Den Bundesländern empfiehlt er, Impfboxen an größeren Schul-Standorten einzurichten. Faßmann wird seine Pläne für das kommende Schuljahr im Detail in der kommenden Woche vorstellen. Die Eckpunkte sind bereits bekannt: Neben den Begünstigungen für geimpfte Schüler sowie Impfappellen an Lehrpersonal und Eltern setzt er auf den verstärkten Einsatz von aussagekräftigen PCR-Tests, gegebenenfalls auch auf Luftfilter sowie Maskentragen. Zusätzlich sind ein Monitoring des Infektionsgeschehens an den Schulen und ein Frühwarnsystem geplant.

📽 Video | Anwältin über Impfpflicht am Arbeitsplatz

Rechtsanwältin Katharina Körber-Risak erläutert, ob auch in Österreich Unternehmen von ihren Mitarbeitern eine Impfung fordern können, wie es derzeit von einigen Großkonzernen in den USA praktiziert wird.

💉 Impf-Aktion in Wien mit allen Impfstoffen ohne Anmeldung

Die Stadt Wien bietet in der kommende Woche die nächste Impfaktion an. Da der Wunsch nach einer raschen, unkomplizierten Impfung weiterhin groß ist, wird von Montag bis Sonntag jeweils von 7 bis 19 Uhr eine Woche lang die Immunisierung gegen das Coronavirus mit allen verfügbaren Impfstoffen - BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson - im Austria Center Vienna angeboten.

▶️ Wie bei den bisher stattgefundenen Impfwochen ist auch diese Woche keine Anmeldung notwendig. Jeder oder jede, die will, kann während der genannten Öffnungszeiten in das ACV kommen, sich einen Impfstoff auswählen und umstandslos impfen lassen; mitzubringen ist lediglich ein Personalausweis und wenn vorhanden eine E-Card.

▶️ Mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna können Personen ab zwölf Jahre geimpft werden. AstraZeneca und Johnson & Johnson stehen zudem Personen über 18 Jahren zur Verfügung. Der Abstand zur zweiten Teilimpfung kann man sich je nach Wunsch flexibel vereinbaren, hieß es am Samstag in einer Aussendung. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur ein Stich zur Vollimmunisierung notwendig.

▶️ Die Impfaktion läuft eine Woche lang. Auf der Internetseite des Austria Centers wird zudem eine Ampel die Auslastung bei diesem Impfangebot zum jeweiligen Zeitpunkt anzeigen. Aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten beim ACV ist es zu empfehlen nicht mit dem Auto, sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

▶️ Neben den Aktionen im Wiener Austria Center werden weiterhin Impfungen nach Terminvereinbarungen im ACV wie auch in den Impfstraßen der Stadt Wien und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) durchgeführt. Zudem sind neben der Impfbox am Rathausplatz mit kommender Woche acht weitere Impfboxen verteilt über das Stadtgebiet in Betrieb. An den Wochenenden wird zudem in jeweils einer Box auf der Donauinsel und beim Stadionbad sowie auf der Alten Donau mit dem Impfboot geimpft.

🔒 Sieben Fälle: Ausgangssperre in drittgrößter Stadt Australiens verhängt

Die Behörden haben in Australiens zweitgrößter Stadt Brisbane nach einem Corona-Ausbruch eine strenge Ausgangssperre verhängt. Wie der stellvertretende Ministerpräsident des australischen Bundesstaates Queensland, Steven Miles, mitteilte, werden Millionen von Einwohnern der Stadt und einiger anderer Gebiete ab Samstagnachmittag für drei Tage zu Hause bleiben müssen. Zuvor waren insgesamt sieben Ansteckungen mit der Delta-Variante des Coronavirus verzeichnet worden.

▶️ Mit dem Ausbruch in Verbindung gebracht werden ein Lehrer, eine Schülerin und deren Familie. Die Behörden versuchen nach eigenen Angaben noch, den Ursprung der Ansteckungen ausfindig zu machen.

"Der einzige Weg, die Delta-Variante zu besiegen, ist, schnell zu handeln", begründete Miles die drastischen Maßnahmen.

▶️ Australien hatte die Corona-Pandemie lange mit der Schließung seiner Grenzen, der schnellen Verhängung von Lockdowns bei Ausbrüchen und intensiver Kontaktverfolgung weitgehend eindämmen können. Allerdings sind nur rund 13 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft und seit einem Monat steigt aufgrund der hochansteckenden Delta-Variante die Zahl der Infektionen.

▶️ Mit Sydney befindet sich größte Stadt des Landes bereits seit Wochen im Lockdown. Die Restriktionen haben die Ausbreitung des Virus dort bisher aber nicht bremsen können. Die Polizei will nun härter gegen Menschen vorgehen, die sich nicht an die Ausgangssperre halten.

📊 377 aktive Corona-Fälle in Tirol: 27 Neuinfektionen, 42 Genesene

Die Zahl der aktiven Corona-Fälle in Tirol ist erstmals seit Beginn der Woche wieder gesunken: Von Freitag auf Samstag kamen 27 neue Fälle hinzu. Im gleichen Zeitraum galten 42 Personen als genesen. Mit Stand Samstag, 8.30 Uhr, sind somit aktuell 377 Fälle in Tirol registriert, Freitagfrüh waren es noch 392 Fälle gewesen.

▶️ In den vergangenen 24 Stunden kam kein weiterer Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus hinzu. Seit Beginn der Pandemie sind somit in Tirol 635 Personen an oder mit dem Coronavirus verstorben.

📊 Zahlen im Überblick:

  • Corona-infizierte Personen (exklusive Genesener): 377
  • Mittlerweile genesene Personen: 63.573
  • Innerhalb der letzten 24 Stunden positiv Getestete: 27
  • Innerhalb der letzten 24 Stunden Genesene: 41
  • Verstorbene Personen: 635
  • Zahl der getesteten Personen: 382.254
  • Zahl der insgesamt durchgeführten Testungen: 1.024.131

📍 Bezirkszahlen im Überblick (Genesene in Klammern):

  • Lienz 106 (5460)
  • Innsbruck-Land 73 (13.905)
  • Kufstein 59 (9524)
  • Kitzbühel 48 (4473)
  • Innsbruck Stadt 43 (9888)
  • Schwaz 18 (8882)
  • Reutte 13 (2114)
  • Landeck 10 (3820)
  • Imst 6 (5467)

💬 AK-Chef Zangerl: Bund muss Impfen regeln, nicht die Gerichte

Tirols Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl (ÖVP) sieht in dem Hin- und Hergeschiebe um die Impfpflicht einmal mehr ein Grundproblem in der Bekämpfung der Pandemie. „Hier trägt eindeutig der Bund die Verantwortung, er muss die Rahmenbedingungen schaffen.“ 

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🏫 NEOS fordern ganzheitliche Hilfe für Schüler im Herbst

Für das kommende Schuljahr fordern die NEOS ein "ganzheitliches, gut abgestimmtes Konzept", das neben der Infektionslage auch die körperlichen, seelischen und geistigen Folgen der Corona-Pandemie berücksichtigt. Es müsse alles dafür getan werde, damit die Schülerinnen und Schüler reibungslosen und ungestörten Unterricht erhalten können.

"Auch Schulveranstaltungen und Projektwochen müssen wieder möglich sein", so Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre.

▶️  Von der Regierung fordert sie in einer Stellungnahme gegenüber der APA eine aktivere Impfpolitik. Für Eltern, die ihre Kinder impfen lassen möchten, soll es aus Sicht der NEOS niederschwellige Angebote etwa durch die Schulärzte geben:

"Je mehr Personen rund um die Kinder herum geimpft sind, desto sicherer sind die Kinder. Die Impfvorräte sind da."

▶️ Spezielle Maßnahmen braucht es aus Sicht von Künsberg Sarre auch, um die negativen Folgen der bisherigen Pandemie abzufangen: Vom Bildungsministerium wünscht sie sich etwa ein Programm in Zusammenarbeit mit den Sportvereinen, um den Kindern wieder Lust auf Bewegung zu machen. Immerhin habe nicht nur die Zahl übergewichtiger Kinder massiv zugenommen, auch Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit und andere Folgen von Bewegungsmangel seien mehr geworden.

▶️ Eine Zunahme gab es Studien zufolge auch beim Anteil der Kinder, die gravierende psychische Probleme haben.

"Es braucht hier ein stark ausgebautes Beratungs- und Therapieangebot und konkrete Umsetzungsvorschläge, damit Kinder jene Unterstützung bekommen, die sie dringend benötigen."

▶️ Die von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) angekündigte Aufstockung der Posten in der Schulpsychologie um 20 Prozent sei nicht genug, immerhin gibt es derzeit nur 181 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für 1,1 Mio. Schülerinnen und Schüler.

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