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Live-Blog zu Coronavirus

2917 aktive Fälle in Tirol, seit dem Abend 306 weitere positive Tests

Die Coronavirus-Krise hat die Welt weiter fest im Griff. Auch in Österreich ist der Herbst voller Herausforderungen.

▶️ 306 positive Tests in Tirol seit dem Abend, insgesamt 2917 aktive Fälle

▶️ Anschober gegen Kontrollen im Privatbereich

▶️ Tirols LHStv. Geisler wurde positiv getestet, Landesrat Tilg in Quarantäne

▶️ Kurz: Kürzere Quarantäne "nur, wenn vertretbar"

▶️ 2456 Neuinfektionen in Österreich in 24 Stunden

▶️ 11.409 Neuinfektionen in Deutschland

▶️ Drei weitere Corona-Tote in Südtirol, 321 Neuinfektionen

▶️ Schweizer Regierung kündigte lang dauernde Maßnahmen an

📊 ZAHLEN FÜR TIROL

Mit Stand Dienstag, 8.30 Uhr, galten 2917 Personen (exklusive der wieder Genesenen) in Tirol als mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt gelten 8370 Personen als wieder genesen. 116 Personen sind gestorben.

In Tirols Krankenhäusern waren am Montag 115 Covid-19-Patienten untergebracht, um acht mehr als tags zuvor. Acht davon benötigten intensivmedizinische Behandlung.

🔴 Für aktuelle Blog-Meldungen weiter nach unten scrollen ⬇️

📞 Wichtige Telefonnummern und Links

  • Für Menschen mit Symptomen und/oder Kontakt mit bestätigtem Corona-Fall: 1450
  • Bei allgemeinen Fragen zum Coronavirus: 0800 555 621 
  • Hotline vom Land Tirol: Tel. 0800 80 80 30
  • Hotline der AGES: Tel. 0800 555 621
  • Hotline der Wirtschaftskammer für Unternehmer: Tel. 0590 905-1111
  • AMS Tirol ServiceLine: Tel. 050 904 740 (Mo. bis Do. 7.30 Uhr bis 16 Uhr, Fr. 7.30 bis 13 Uhr)
  • Hotline der Arbeiterkammer für Arbeitnehmer: Tel. 0800 22 55 22 1414
  • Hotline zu reiserechtlichen Fragen: Tel. 0800 201 211 (werktags von 9 bis 12 Uhr)
  • Corona-Sorgen-Hotline (Land Tirol): Tel. 0800 400 120
  • Telefonseelsorge: Tel. 142
  • Rat auf Draht: Tel. 147 oder im Internet www.rataufdraht.at 
  • Psychosozialer Krisendienst Tirol: Tel. 0800 400 120 (Mo. bis Do.: 8 bis 20 Uhr, Fr.: 8 bis 16.30 Uhr, Wochenende: rund um die Uhr, Feiertage: rund um die Uhr)

📊 Zum Tirol-Dashboard

📝 Informationen zu Reisewarnungen

🚥 Die Corona-Ampel

🌎 Information in English: the most important questions and answers

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◼️ Sechs neue Todesfälle in der Steiermark

▪️ In der Steiermark sind sechs neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden, wie die Kommunikation Land Steiermark am Dienstag mitteilte. Die drei Frauen und drei Männer waren als mit dem Virus infiziert gemeldet gewesen. Mit Stand 27. Oktober in der Früh sind in der Steiermark insgesamt 204 Personen an oder mit dem Corona-Virus als verstorben gemeldet.

▪️ Bei den Toten handelt es sich um eine Frau (95) und einen Mann (80) aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag sowie um einen Mann (60) und eine Frau (95) aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Weiters sind eine Frau (88) aus dem Bezirk Voitsberg und ein Mann (71) aus dem Bezirk Murtal verstorben.

▪️ Von den steirischen Verstorbenen waren 108 Frauen und 96 Männer. Das älteste Todesopfer war Jahrgang 1919, der jüngste Verstorbene war Jahrgang 1980.

📉 Obwohl Urlaub daheim boomte: 14 Prozent weniger Nächtigungen im September

▶️ Auch im September sind die Übernachtungszahlen in Österreich abgesackt: um 14,1 Prozent auf 9,84 Millionen. Die Nächtigungen ausländischer Gäste brachen um 26,2 Prozent ein, der Trend zum "Urlaub daheim" federte dies ein wenig ab. Bei Gästen aus Österreich gab es nämlich ein Nächtigungsplus von 13,9 Prozent, wie die Statistik Austria am Dienstag in einer Aussendung mitteilte.

▶️ Während Wiens Tourismus weiter massiv unter den Corona-Bekämpfungsmaßnahmen leidet - das Nächtigungsminus betrug in der Bundeshauptstadt im September 75,1 Prozent -, freuten sich das Burgenland (+23 Prozent), Kärnten (+14,5 Prozent) und die Steiermark (+4,1 Prozent) über ein deutliches Übernachtungsplus.

▶️ In der bisherigen Sommersaison, von Mai bis September, liegen die Nächtigungen um 29,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Zahl der Nächtigungen ausländischer Gäste ist dabei um 40,6 Prozent zurückgegangen, jene der Inländer nur um 3,6 Prozent. Die Ankünfte in der bisherigen Sommersaison schrumpften um fast 41 Prozent auf 13,33 Millionen. Am weitaus stärksten fiel der Übernachtungsrückgang von Mai bis September mit mehr als 80 Prozent in Wien aus, Kärnten kam mit minus 11 Prozent am glimpflichsten davon.

▶️ Im bisherigen Kalenderjahr 2020, von Jänner bis September, blieben die Nächtigungen in Österreich um 27,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Ankünfte lagen um 37,2 Prozent darunter.

📢 Ermittlungen nach unangemeldeter Demo in St. Pölten

Nach einer unangemeldeten Demonstration gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus am Montagnachmittag in St. Pölten laufen Ermittlungen. Es gehe darum, den Verantwortlichen auszuforschen, sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager am Dienstag auf Anfrage. Auf dem Rathausplatz der Landeshauptstadt waren etwa 150 Menschen zusammengekommen.

Baumschlager bestätigte einen Bericht des ORF Niederösterreich, wonach die Teilnehmer die Versammlung letztlich freiwillig verlassen hätten. Eine behördliche Auflösung sei deshalb nicht notwendig gewesen. Der für die Kundgebung Verantwortliche müsse wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz mit einer Anzeige rechnen.

👮‍♂️ Ausufernder Protest gegen Maßnahmen in Italien

Angesichts der restriktiven neuen Corona-Maßnahmen kam es in mehreren italienischen Städten zu Demonstrationen und Ausschreitungen. Die Maßnahmen spalten auch die Regierungskoalition.

🔗 Mehr dazu:

🗯 Kontrollen im Privatbereich: Blauer Groll gegen Schützenhöfer

🔹 Der Vorschlag des steirischen Landeshauptmanns Hermann Schützenhöfer (ÖVP), bei Verstößen gegen Corona-Regeln auch im Privatbereich eingreifen zu können, stößt auf Widerstand bei den Freiheitlichen und den NEOS. Beide Oppositionsparteien im Bund erteilten dem Vorstoß am Dienstag eine klare Absage. Für FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl lebe Schützenhöfer damit "seine austrofaschistischen Überwachungsfantasien aus", schrieb dieser in einer Aussendung.

"Die ÖVP will offenbar unter dem Corona-Deckmantel in die Privatwohnungen eindringen",

griff Kickl die Kanzler-Partei prompt an. Der Landeshauptmann sei ein "Fall für den Verfassungsschutz".

🔹 Protest kam auch von den steirischen Blauen in Person des dortigen Parteichefs Mario Kunasek, der meinte:

"Die Freiheitlichen sind empört über die Aussagen und fordern den Landeshauptmann sofort zu einer Klarstellung auf."

Aber auch die steirischen NEOS protestierten gegen den Vorschlag Schützenhöfers.

"Die Allmachtsfantasien der ÖVP nehmen kein Ende",

kommentierte Klubobmann Niko Swatek den Vorstoß und stellte für seine Partei fest:

"Es darf keine verfassungskonforme Möglichkeit geben, in den privaten Raum einzugreifen."

🔹 Indes berichtete die Tageszeitung Österreich (Dienstag-Ausgabe) von einem angeblichen "geheimen Corona-Gipfel im Kanzleramt" am Nationalfeiertag. Die Lage werde täglich neu beurteilt, es fänden laufend Gespräche statt, stellte ein Sprecher von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf APA-Anfrage klar. Auch am Rande des Ministerrats am Nationalfeiertag habe man daher natürlich miteinander gesprochen.

📽️ Video | Parteienverkehr in Tiroler Landesverwaltung eingeschränkt

Das Contact-Tracing stößt auch in Österreich an seine Grenzen. Vorarlberg wird in Zukunft von der AGES Unterstützt und in Tirol ist der Parteienverkehr an den Bezirkshauptmannschaften eingeschränkt, um Personal frei zu spielen.

📊 306 weitere positive Tests in Tirol, insgesamt 2917 aktive Fälle

In Tirol wurden seit gestern Abend 306 weitere Personen positiv aufs Coronavirus getestet, 74 gelten als wieder genesen. Das geht aus den Zahlen auf dem Dashboard des Landes hervor (Stand: 8.30 Uhr). Demnach liegen derzeit 2917 aktive Fälle vor, insgesamt sind 8370 Personen als wieder genesen registriert.

▶️ Infizierte in den Bezirken (Genesene in Klammern):

  • Innsbruck: 731 (1828 Genesene bisher)
  • Innsbruck-Land: 722 (1628)
  • Schwaz: 551 (1027)
  • Kufstein: 333 (1132)
  • Imst: 212 (593)
  • Landeck: 143 (1287)
  • Lienz: 85 (209)
  • Kitzbühel: 84 (525)
  • Reutte: 56 (141)

📽️ Video | Lockdown light, Ausgangssperre? So reagiert Europa auf die Covid-Krise

In vielen europäischen Ländern gilt eine Ausgangssperre. Auch Deutschland plant eine Verschärfung der Maßnahmen.

📰 „Safe House“ in Innsbruck kostet Land 4,4 Millionen Euro

Das Alphotel bietet künftig Personen eine Unterkunft, für die eine Covid-Infektion nachgewiesen ist, aber auch solchen, die nur als Verdachtsfälle gelten, aber keine Unterkunftsmöglichkeit haben.

🔗 Zum Artikel:

💬 Anschober gegen Kontrollen im Privatbereich

▶️ Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erteilt der Forderung des steirischen Landeshauptmannes Hermann Schützenhöfer (ÖVP) nach Corona-Kontrollen im Privatbereich ein Absage. Das Covid-Maßnahmengesetz schließe Kontrollen im privaten Wohnbereich aus, und das sei auch "grundsätzlich richtig", meinte Anschober am Dienstag im Ö1-"Morgenjournal". Er glaube, dass "die allermeisten Menschen imstande sind, klaren Empfehlungen Folge zu leisten".

▶️ Schützenhöfer übt im Kurier (Dienstag-Ausgabe) ungewöhnlich offene Kritik am derzeitigen Corona-Management der Regierung und forderte auch einen "verfassungsrechtlich gangbaren Weg", um bei Verstößen gegen Corona-Regeln auch im Privatbereich eingreifen zu können.

"Für bestimmte Fälle, für bestimmte Zeiten",

meinte der Landeshauptmann. Bei gesundheitlichen Herausforderungen wie Corona gebe es "Einschränkungen der Freiheit", sagte er.

"Ich will ja nicht in Schlafzimmer hineinschauen, aber wenn bei Privatpartys in einem Keller oder in einer Gartenhütte Exzesse gefeiert werden, muss man das auflösen können."

▶️ Der Gesundheitsminister denkt aber nicht an die Schaffung derartiger rechtlicher Möglichkeiten und verwies stattdessen auf die geltende Rechtslage. Sein Job sei es, dieses Gesetz umzusetzen. Anschober appellierte stattdessen einmal mehr an die Verantwortung des Einzelnen, jeder müsse Teil der Lösung sein.

▶️ Was einen erneuten Lockdown wegen der stark steigenden Infektionszahlen betrifft, gab sich Anschober zurückhaltend - man habe im Gesetz eine gute Regelung, die besage, dass für eine solche Maßnahme das Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch stehen müsste.

"Da stehen wir weit davon entfernt",

betonte er. Freilich, fügte er an, könne sich dies schnell ändern, man betreibe ein tägliches Monitoring. Eine Überlastung würde er erst bei einer Auslastung der Intensivbetten von 60 bis 70 Prozent ausmachen,

"da ist noch Luft da".

▶️ Die Aussagen von Franz Allerberger, Infektiologe der staatlichen Gesundheitsagentur AGES, man könne nicht glauben, das Virus auszurotten, sondern

"jeder von uns wird es früher oder später kriegen, außer er stirbt vorher",

teilt Anschober nicht. Es handle sich um eine Einzelmeinung, die man als Wissenschafter auch äußern dürfe.

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