📒 Gelber Impfpass aus Papier dient als Eintrittsberechtigung

Wenn - wie geplant - am 19. Mai die Gastronomie, die Hotellerie und kulturelle Einrichtungen wieder aufsperren, dient fĂŒr jene Österreicherinnen und Österreicher, die sich gegen Covid-19 impfen haben lassen, ihr gelber Impfpass aus Papier als "Eintrittsberechtigung". Das hat das Gesundheitsministerium am Montag auf APA-Anfrage bekrĂ€ftigt.

▶ Auf dem Dokument hat jedenfalls ein Erststich vermerkt zu sein, der mindestens 21 Tage zurĂŒck liegen muss. Welchen Impfstoff man zum Schutz vor dem Coronavirus erhalten hat, spielt dabei keine Rolle.

▶ Anfang Juni soll dann der digitale Impfpass ("GrĂŒner Pass") verfĂŒgbar sein, den man sich als QR-Code auf sein Handy herunterladen kann. Voraussetzung dafĂŒr ist die BĂŒrger-Karte bzw. eine Handy-Signatur, anmelden kann man sich dafĂŒr ĂŒber das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs. Wer geimpft, getestet oder von Covid-19 genesen ist, muss dann nur mehr das Handy herzeigen, um Einlass in Lokale gewĂ€hrt zu bekommen.

▶ Vertreter der Ă€lteren Generation, die nicht digitalaffin sind, oder Personen, die keine "Handylösung" wĂŒnschen, können sich - jedenfalls in einer Übergangsphase - den pdf-File mit dem QR-Code auch ausdrucken und das Papier als "analoges Eintrittsticket" verwenden. Laut Gesundheitsministerium ist vorgesehen, dass Personen, die sich in der digitalen Welt nicht heimisch fĂŒhlen, das Papier auf ihrem Gemeindeamt bzw. dem Magistrat ausdrucken lassen können, um damit ins Theater oder ins Kino zu kommen.

▶ Ab Juli soll es dann den "GrĂŒnen Pass" auf EU-Ebene geben, der gleichermaßen unbĂŒrokratisches wie sicheres lĂ€nderĂŒbergreifendes Reisen möglich machen soll. Am Wochenende hatten Berichte in deutschen Medien fĂŒr Aufsehen gesorgt, denen zufolge der geplante europĂ€ische Corona-Impfnachweis nicht fĂ€lschungssicher sei. Die im gelben Impfpass eingetragenen Impfnachweise könnten umstandslos in Arztpraxen, Impfzentren oder in Apotheken auf den neuen EU-Impfausweis ĂŒbertragen werden, da dieser Nachweis im gelben Impfpass leicht zu fĂ€lschen sei, sei auch das darauf aufbauende neue EU-Zertifikat entsprechend anfĂ€llig fĂŒr Betrug, hieß es.

▶ Darauf angesprochen, versicherte das Gesundheitsministerium, diese Gefahr sei hierzulande nicht gegeben, da Österreich in Sachen Digitalisierung "bereits einige Schritte weiter" sei. In Österreich wĂŒrden "mittlerweile alle Impfungen in den e-Impfpass eingetragen und das Impfzertifikat fĂŒr den 'GrĂŒnen Pass' wird direkt aus dem e-Impfpass erzeugt. Der Impfpass aus Papier kann zwar auch bei uns als Nachweis verwendet werden, dient aber nicht als Grundlage fĂŒr die Zertifikate", hieß es gegenĂŒber der APA.