💉 Impfpflicht an Vorarlbergern Spitälern ab September

Für neu beschäftigte Mitarbeiter in den Vorarlberger Krankenhäusern wird ab September eine Corona-Impfung vorgeschrieben sein. Die Landessanitätsdirektion empfehle eine solche verbindliche Impfung bei Neuanstellungen im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich, informierten am Donnerstag die Landesrätinnen Martina Rüscher (ÖVP), Katharina Wiesflecker (Grüne) sowie Gemeindeverbandspräsidentin Andrea Kaufmann (ÖVP). An den Spitälern werde die Empfehlung jedenfalls umgesetzt.

▶️ Das hat RĂĽscher in der gemeinsamen Aussendung betont. Nach eingehender rechtlicher PrĂĽfung hätten sich das Land und der Vorarlberger Gemeindeverband dazu entschlossen, allen Trägern von Gesundheits-, Pflege- und Sozialeinrichtungen nahe zu legen, ab September Impfnachweise bei Neuaufnahmen einzufordern.

"Es handelt sich um eine dringende Empfehlung, die Entscheidung bleibt schlussendlich natĂĽrlich dem jeweiligen Arbeitgeber ĂĽberlassen",

sagte Rüscher. Der Empfehlung des Landes würden die Vorarlberger Landeskrankenhäuser und das Stadtspital Dornbirn über eine Organisationsanweisung nachkommen. Schon jetzt bestehe an den Vorarlberger Krankenhäusern eine hohe Impfbereitschaft von über 85 Prozent.

▶️ Die Landesrätin unterstrich, dass Mitarbeitende im Gesundheitswesen, in der Altenpflege und im Sozialbereich wegen des oft sehr engen, teilweise körperlichen Kontakts nach wie vor einem deutlich höheren Infektionsrisiko ausgesetzt seien. Nicht immer garantiere ein Einhalten der Regeln in der täglichen Arbeit Schutz vor einer Infektion. Höhere Sicherheit biete eine Corona-Impfung, "weil sie im Falle einer Infektion in sehr hohem AusmaĂź vor schweren Krankheitsverläufen und Krankenhausaufenthalten schĂĽtzt", so RĂĽscher. Zudem wĂĽrden zu behandelnde bzw. betreuende Personen geschĂĽtzt. Soziallandesrätin Wiesflecker sah in der MaĂźnahme eine gerechtfertigte Bevorzugung von Geimpften und keine Diskriminierung von Ungeimpften.

"Der Schutz der vulnerablen Personen hat im Vordergrund zu stehen",

bekräftigte sie.