đŸ—Żïž Amnesty: Unfaire Impfstoffverteilung ist Menschenrechtsverletzung

Amnesty International wirft reichen LĂ€ndern und Pharmafirmen im Zusammenhang mit der Impfstoffbeschaffung Menschenrechtsverletzungen vor.

▶ Dass reiche LĂ€nder Corona-Impfstoffe auf Lager hielten, wĂ€hrend Millionen Menschen in Ă€rmeren LĂ€ndern dringend auf eine Impfchance warteten, sei inakzeptabel, sagte GeneralsekretĂ€rin Agnes Callamard am Freitag bei einem Briefing der Journalistenvereinigung ACANU in Genf.

▶ Sie kritisierte namentlich die Pharmafirmen BioNtech, Pfizer, Moderna und Johnson und Johnson. Sie warf ihnen vor, aus Gier und ProfitgrĂŒnden die Impfstoffe extra knapp zu halten, um hohe Preise erzielen zu können.

▶ Callamard rief die Firmen auf, sie sollten auf Patente verzichten und mehr Firmen die Herstellung der Impfstoffe ermöglichen. Sie sollten zudem mindestens die HĂ€lfte ihrer Produktion zu Herstellungskosten an Ă€rmere LĂ€nder abgeben. Von Regierungen verlangte sie, ihre VorrĂ€te umgehend an Ă€rmere LĂ€nder weiterzureichen.

▶ Nach Erhebungen des Datenanalyse-Unternehmens Airfinity lĂ€uft die Haltbarkeit von mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen weltweit Ende des Jahres ab. Wenn sie nicht dringend umverteilt wĂŒrden, werde der Impfstoff vergeudet. Mehr als 40 Prozent dieser Impfdosen seien in der EU, wie das Unternehmen Anfang der Woche berichtete.