đŸ„ Kritische ICU-Grenze in OÖ seit Wochenende ĂŒberschritten

In Oberösterreich ist die "systemkritische Auslastungsgrenze" von 33 Prozent der GesamtkapazitĂ€ten an Intensivbetten (ICU) fĂŒr Covid-19-Patientinnen und -Patienten bereits am Samstag ĂŒberschritten worden. Das ergibt sich aus den auf dem Dashboard des Landes tĂ€glich veröffentlichten Zahlen und der vom Krisenstab angegebenen maximalen ICU-KapazitĂ€t von 333 Betten.

▶ Die aktuellen Vorschau des Covid-Prognosekonsortium zeigt allerdings, dass der Peak an benötigten bzw. belegten Covid-Intensivbetten in OÖ möglicherweise schon erreicht wurde. Die entsprechende Wahrscheinlichkeit war Mitte voriger Woche mit 97,5 Prozent beziffert worden. In der aktuellen Prognose, die sich auf kommenden Mittwoch (1. Dezember) bezieht, wird sie mit 90 Prozent angegeben. Unter Zugrundelegung dieser Entwicklung heißt das: die 100 Prozent wurden am Wochenende erreicht, die Expertinnen und Experten des Prognosekonsortiums rechnen jedoch offenbar damit, dass der ICU-Bedarf fĂŒr Covid-Patientinnen und -Patientinnen nicht weiter steigen, sondern auf höchstem Niveau moderat zurĂŒckgehen dĂŒrfte.

▶ Aktuell werden in Oberösterreich 157 Intensivbetten fĂŒr Covid-19-Patientinnen und -patienten sowie 147 fĂŒr andere Krankheitsbilder vorgehalten. Insgesamt kann man auf 333 Intensivbetten aufstocken. Der als systemkritisch eingestufte Wert von 33 Prozent liegt damit bei gerundet 110 Betten. Am 19. November lagen 109 Intensivpatienten in den oberösterreichischen SpitĂ€lern, am Samstag, 20. November, waren es 117. Am heutigen Donnerstag wurden 124 Covid-Patienten in Oberösterreich intensivmedizinisch behandelt.

▶ WĂ€hrend das Prognosekonsortium die Wahrscheinlichkeit, dass die 33-Prozent-Marke zum Stichtag 1. Dezember ĂŒberschritten ist, mit 90 Prozent beziffert, wird diese fĂŒr die Woche darauf - 8. Dezember - mit 65 Prozent angegeben. Das heißt, dass die in OÖ seit lĂ€ngerer Zeit anhaltende massive Auslastung im ICU-Bereich sich zumindest entschĂ€rfen könnte.