đŸ§Ș Gecko weiter fĂŒr breites Testen, Comeback der Wohnzimmer-Tests in Diskussion

Das Beratungsgremium Gecko tritt weiter fĂŒr möglichst breites Testen auf das Coronavirus ein. Einen diesbezĂŒglichen Strategiewechsel gebe es nicht, stellte eine Sprecherin auf APA-Anfrage klar. Allerdings wird aktuell unter anderem in einer heute anberaumten (internen) Sitzung die Frage erörtert, ob man die (weniger genauen) Wohnzimmer-Tests wieder forcieren könnte. Damit könnten etwaige EngpĂ€sse bei den KapazitĂ€ten ausgeglichen werden.

▶ In den vergangenen Tagen hatten bekannte Mediziner wie die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl und der Infektiologe GĂŒnter Weiss das breite Testen insgesamt infrage gestellt. Das tut Gecko nicht. Wie die Sprecherin betonte, gehe es bei den Überlegungen darum, dass das System auch funktioniert – sprich etwa die LaborkapazitĂ€ten nicht ĂŒberlastet werden, sodass rechtzeitig Ergebnisse vorliegen.

▶ Generalmajor Thomas Starlinger, der in der Gecko-Untergruppe zum Testen sitzt, hatte Donnerstagabend gemeint, man werde gezwungen sein, Schwerpunkte in gewissen Bereichen zu setzen und auch auf Antigen-Tests zurĂŒckzugreifen. Denn außerhalb Wiens stoße man in manchen Regionen bei den PCR-Tests an die Belastungsgrenzen. Dort werde man gezwungen sein, Schwerpunkte zu setzen – und zwar im Pflegebereich, den Schulen und der kritischen Versorgung.

▶ Wenig anfangen mit der großflĂ€chigen Teststrategie konnte indes Tirols WirtschaftskammerprĂ€sident Christoph Walser. Er ortete ein „totales Chaos beim Auswerten der Tests aus den Teststraßen", sagte er der Tiroler Tageszeitung. Angesichts der hohen Infektionszahlen sollten Bund und Land ihre Vorgehensweise auf den PrĂŒfstand stellen, meinte er.

▶ Von der Tiroler Landesregierung hatte es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz geheißen, an den großflĂ€chigen Testungen festhalten zu wollen. GesundheitslandesrĂ€tin Annette Leja (ÖVP) sagte, dass sie nichts davon halte, „in der Hochphase der Omikron-Welle" die Teststrategie zu Ă€ndern. Außerdem gebe es beim PCR-Gurgeltestangebot noch genĂŒgend KapazitĂ€ten.