🚦 Corona-Ampel: Anschober will Kommunikation wieder einfacher machen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat Konfusionen im Zusammenhang mit der Corona-Ampel eingestanden und will wieder zu einer "einfacheren, klaren Kommunikation" kommen. In der ZiB2 am Dienstag sagte er:

"Das war teilweise ein bisschen verwirrend und teilweise in bissen zu viel."

Er appellierte gleichzeitig eindringlich an die Bevölkerung, die Corona-Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Auf die Frage, ob die Ampel schlecht umgesetzt wurde, antwortete Anschober:

"Wir versuchen in einer ernsten Situation, richtig zu reagieren."

▶️ Die Ampel sei dabei eine umfangreiche, sehr qualitative Bewertung der Corona-Lage. Es sei immer so geplant gewesen, dass die Expertenkommission eine Einschätzung des Risikos mache und die Regierung "am Ende des Tages über Maßnahmen entscheidet":

"Aber wir müssen klarer und einfacher werden in der Kommunikation."

Die Ampel werde künftig auch nicht jede Woche umgestellt.

▶️ Anschober appellierte eindringlich an die Bevölkerung, "konsequent und verantwortungsvoll gemeinsam wieder zu den Grundmaßnahmen zurückzufinden." Denn die Zahlen "bei uns sind drastisch gestiegen":

"Wir haben Prognosen, die uns sehr nachdenklich machen."

Eines der berechneten Modelle gehe von bis zu 1300 Neuansteckungen pro Tag aus.

▶️ Auch Simulationsforscher Niki Popper von der Technischen Uni (TU) warnte im ORF-"Report" vor einer zweiten Welle. Diese "ist dann da, wenn Testen, Tracen und Isolieren nicht mehr funktioniert":

"Die Zahlen deuten darauf hin, dass wir schon ein Problem haben",

bekräftigte Popper seine Aussagen in der Presse, wonach "die Testen-Tracen-Isolieren-Strategie zusammenbricht".

📽️ Video | Anschober in der ZiB 2: