🧪 Rotes Kreuz Tirol testet in Obdachloseneinrichtungen in Stadt und Land

Das Rote Kreuz führt im Auftrag von Stadt Innsbruck und Land Tirol in verschiedenen Obdachloseneinrichtungen Covid 19-Testungen durch. So soll es gelingen, Erkrankungen oder Clusterbildungen unter obdachlosen Menschen möglichst zu verhindern. Mit dem Projekt Medcare, einem Gemeinschaftsprojekt von Rotem Kreuz, Landesverband Tirol, und Caritas, wird Menschen ohne Versicherung eine basismedizinische Versorgung geboten. Die Rotkreuz-Bezirksstelle Innsbruck betreibt im Auftrag von Stadt und Land in der kalten Jahreszeit eine Notschlafstelle in der Landeshauptstadt.

„In Obdachlosenbereich kam es im März zu einem Covid-Cluster“, erzählt Veronika Schneider, organisatorische Leiterin von Medcare.

Schneider wurde sofort aktiv und organisierte in enger Absprache mit den Einsatzleitungen der Stadt Innsbruck und des Landes Tirol ein niederschwelliges Testangebot für die betroffenen Menschen.

„Im Auftrag der Behörden haben wir damit begonnen, mit mobilen Testteams des Roten Kreuzes ausgewählte Obdachloseneinrichtungen zu besuchen. Noch am gleichen Tag wurden Covid 19-Tests in der Winternotschlafstelle des Roten Kreuzes Innsbruck und an den Plätzen der Vinzibus-Essensausgabe durchgeführt“, erläutert Schneider.

▶️ Seit Mitte März finden nun regelmäßige Covid 19-Testungen in verschiedenen Einrichtungen wie der Katharina-Stube, dem Waldhüttl, dem Bahnhofsozialdienst, dem Komfüdro in der Mentlvilla oder in der Teestube des Vereins für Obdachlose statt. Darüber hinaus werden auch in der Medcare-Ordination am Innrain in Innsbruck Tests angeboten.

Thomas Fluckinger, ärztlicher Leiter von Medcare: „Dieses Angebot ist für unsere KlientInnen freiwillig und wird schon seit Monaten dankend angenommen“.

▶️ Das Land Tirol stellt sämtliche Testkits zur Verfügung.

„In einem nächsten Schritt wird es wichtig und notwendig sein, der besonders exponierten und vulnerablen Gruppe der obdachlosen Menschen die Möglichkeit einer freiwilligen Covid 19-Schutzimpfung anzubieten“, so Fluckinger.