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Live-Blog zu Coronavirus

Testpflicht bei Deutschland-Einreise ab morgen: Tiroler Behörden rüsten sich
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🔒 Sieben Fälle: Ausgangssperre in drittgrößter Stadt Australiens verhängt

Die Behörden haben in Australiens zweitgrößter Stadt Brisbane nach einem Corona-Ausbruch eine strenge Ausgangssperre verhängt. Wie der stellvertretende Ministerpräsident des australischen Bundesstaates Queensland, Steven Miles, mitteilte, werden Millionen von Einwohnern der Stadt und einiger anderer Gebiete ab Samstagnachmittag für drei Tage zu Hause bleiben müssen. Zuvor waren insgesamt sieben Ansteckungen mit der Delta-Variante des Coronavirus verzeichnet worden.

▶️ Mit dem Ausbruch in Verbindung gebracht werden ein Lehrer, eine Schülerin und deren Familie. Die Behörden versuchen nach eigenen Angaben noch, den Ursprung der Ansteckungen ausfindig zu machen.

"Der einzige Weg, die Delta-Variante zu besiegen, ist, schnell zu handeln", begründete Miles die drastischen Maßnahmen.

▶️ Australien hatte die Corona-Pandemie lange mit der Schließung seiner Grenzen, der schnellen Verhängung von Lockdowns bei Ausbrüchen und intensiver Kontaktverfolgung weitgehend eindämmen können. Allerdings sind nur rund 13 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft und seit einem Monat steigt aufgrund der hochansteckenden Delta-Variante die Zahl der Infektionen.

▶️ Mit Sydney befindet sich größte Stadt des Landes bereits seit Wochen im Lockdown. Die Restriktionen haben die Ausbreitung des Virus dort bisher aber nicht bremsen können. Die Polizei will nun härter gegen Menschen vorgehen, die sich nicht an die Ausgangssperre halten.

📊 377 aktive Corona-Fälle in Tirol: 27 Neuinfektionen, 42 Genesene

Die Zahl der aktiven Corona-Fälle in Tirol ist erstmals seit Beginn der Woche wieder gesunken: Von Freitag auf Samstag kamen 27 neue Fälle hinzu. Im gleichen Zeitraum galten 42 Personen als genesen. Mit Stand Samstag, 8.30 Uhr, sind somit aktuell 377 Fälle in Tirol registriert, Freitagfrüh waren es noch 392 Fälle gewesen.

▶️ In den vergangenen 24 Stunden kam kein weiterer Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus hinzu. Seit Beginn der Pandemie sind somit in Tirol 635 Personen an oder mit dem Coronavirus verstorben.

📊 Zahlen im Überblick:

  • Corona-infizierte Personen (exklusive Genesener): 377
  • Mittlerweile genesene Personen: 63.573
  • Innerhalb der letzten 24 Stunden positiv Getestete: 27
  • Innerhalb der letzten 24 Stunden Genesene: 41
  • Verstorbene Personen: 635
  • Zahl der getesteten Personen: 382.254
  • Zahl der insgesamt durchgeführten Testungen: 1.024.131

📍 Bezirkszahlen im Überblick (Genesene in Klammern):

  • Lienz 106 (5460)
  • Innsbruck-Land 73 (13.905)
  • Kufstein 59 (9524)
  • Kitzbühel 48 (4473)
  • Innsbruck Stadt 43 (9888)
  • Schwaz 18 (8882)
  • Reutte 13 (2114)
  • Landeck 10 (3820)
  • Imst 6 (5467)

💬 AK-Chef Zangerl: Bund muss Impfen regeln, nicht die Gerichte

Tirols Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl (ÖVP) sieht in dem Hin- und Hergeschiebe um die Impfpflicht einmal mehr ein Grundproblem in der Bekämpfung der Pandemie. „Hier trägt eindeutig der Bund die Verantwortung, er muss die Rahmenbedingungen schaffen.“ 

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🏫 NEOS fordern ganzheitliche Hilfe für Schüler im Herbst

Für das kommende Schuljahr fordern die NEOS ein "ganzheitliches, gut abgestimmtes Konzept", das neben der Infektionslage auch die körperlichen, seelischen und geistigen Folgen der Corona-Pandemie berücksichtigt. Es müsse alles dafür getan werde, damit die Schülerinnen und Schüler reibungslosen und ungestörten Unterricht erhalten können.

"Auch Schulveranstaltungen und Projektwochen müssen wieder möglich sein", so Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre.

▶️  Von der Regierung fordert sie in einer Stellungnahme gegenüber der APA eine aktivere Impfpolitik. Für Eltern, die ihre Kinder impfen lassen möchten, soll es aus Sicht der NEOS niederschwellige Angebote etwa durch die Schulärzte geben:

"Je mehr Personen rund um die Kinder herum geimpft sind, desto sicherer sind die Kinder. Die Impfvorräte sind da."

▶️ Spezielle Maßnahmen braucht es aus Sicht von Künsberg Sarre auch, um die negativen Folgen der bisherigen Pandemie abzufangen: Vom Bildungsministerium wünscht sie sich etwa ein Programm in Zusammenarbeit mit den Sportvereinen, um den Kindern wieder Lust auf Bewegung zu machen. Immerhin habe nicht nur die Zahl übergewichtiger Kinder massiv zugenommen, auch Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit und andere Folgen von Bewegungsmangel seien mehr geworden.

▶️ Eine Zunahme gab es Studien zufolge auch beim Anteil der Kinder, die gravierende psychische Probleme haben.

"Es braucht hier ein stark ausgebautes Beratungs- und Therapieangebot und konkrete Umsetzungsvorschläge, damit Kinder jene Unterstützung bekommen, die sie dringend benötigen."

▶️ Die von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) angekündigte Aufstockung der Posten in der Schulpsychologie um 20 Prozent sei nicht genug, immerhin gibt es derzeit nur 181 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für 1,1 Mio. Schülerinnen und Schüler.

🏦 Österreichs Banken haben sich nach Corona-Krise gut erholt

Die heimischen Banken sind gut durch die Corona-Krise gekommen und schreiben inzwischen wieder kräftige Gewinne.

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🔬 Neustart bei PCR-Tests mit Lifebrain

Von einem konstruktiven Gespräch mit den Vertretern des Wiener Großlabors Lifebrain, das seit der Vorwoche für die PCR-Testungen im Ober- und Unterland verantwortlich ist, spricht der Leiter des Corona-Einsatzstabes Elmar Rizzoli. Die noch offenen Fragen nach dem holprigen Start seien geklärt worden, jetzt gehe es um die Umsetzung. Rizzoli hofft, dass der Neustart jetzt funktionieren wird. 

✨ Auch Disney führt Impfpflicht für Mitarbeiter in USA ein

In den USA verpflichtet Walt Disney seine Mitarbeiter zur Impfung. In einer Mitteilung gibt der Unterhaltungskonzern bekannt, dass Mitarbeiter, die noch nicht geimpft sind 60 Tage Zeit hätten, um ihre Impfungen zu vervollständigen. Disney folgt damit den Ankündigungen großer Technologieunternehmen wie Google, Uber und Facebook, die Anfang der Woche ihren Mitarbeitern ähnliche Anweisungen erteilten.

▶️ Disney hat weltweit rund 200.000 Mitarbeiter, die Hälfte davon ist in den beiden großen Themenparks in Florida (Walt Disney World) und Kalifornien (Disneyland) beschäftigt.

▶️ Wegen der hochinfektiösen Delta Variante kommt es in den USA zu einem Wiederanstieg der Fälle. Die US-Regierung schreckt davor zurück, eine allgemeine Impfpflicht zu verhängen. Präsident Joe Biden hat aber am gestrigen Donnerstag eine Reihe von Maßnahmen verkündet, die einer De-facto-Impfpflicht im staatlichen Bereich gleichkommen. Demnach müssen ungeimpfte Staatsbedienstete künftig durchgehend Masken tragen und sich auch regelmäßig testen lassen.

◯‍◯‍◯‍◯‍◯ Olympia: 21 neue Corona-Fälle bei den Spielen

Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio sind 21 weitere Corona-Fälle registriert worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele am Samstag bekannt. Der Höchstwert war am Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Athleten sind dieses Mal nicht betroffen. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 241. Insgesamt infizierten sich demnach bisher 23 Sportler mit dem Coronavirus.

👁️‍🗨️ Impfung: Mittelständische Firmen in Deutschland für Pflicht

Eine knappe Mehrheit der mittelständischen Unternehmen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für eine allgemeine Impfpflicht - wenn dadurch ein erneuter Lockdown verhindert werden könnte. Das geht aus einer Blitzumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) hervor.

▶️ Gestellt wurde folgende Frage: "Würden Sie einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen, wenn dadurch ein erneuter Lockdown und Schulschließungen verhindert und die Einschränkungen der Freiheitsrechte wieder aufgehoben werden könnten?" Mit Ja antworteten knapp 54 Prozent der Firmen, mit Nein 45 Prozent, keine Meinung hatte knapp ein Prozent. An der Umfrage beteiligten sich rund 2950 Firmen.

BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das Ergebnis der Umfrage spiegelt die Rat- und Planlosigkeit der Corona-Politik der Bundesregierung wider. Im Mittelstand herrscht die große Sorge vor einem drohenden erneuten Lockdown, der dramatische Folgen für unsere Wirtschaft hätte und für sehr viele Klein- und Mittelbetriebe das endgültige wirtschaftliche Aus bedeuten würde. Zudem besteht bei den Mittelständlern offensichtlich erhebliche Unsicherheit über die Impfstrategie der Bundesregierung."

▶️ Der Mittelstand brauche endlich Planungssicherheit und eine Perspektive für die Zukunft, so Jerger. Für die Mehrheit der Mittelständler sei es wichtig, dass es eine klare und verbindliche Absage an einen erneuten Lockdown gebe.

"Hier muss die Bundesregierung umgehend liefern, ganz unabhängig von der Bundestagswahl. Jeder weitere Tag schürt die Verunsicherung und die Zweifel an der Handlungsfähigkeit der Bundesregierung."


📈 2400 Neuinfektionen in Deutschland: 21 Tote

In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen weiter. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Samstag lag sie bei 16,9 (Freitag: 16,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2400 Corona-Neuinfektionen, innerhalb von 24 Stunden starben 21 Menschen am Coronavirus. Vor einer Woche waren 1919 Infektionen und 28 Todesfälle verzeichnet worden.

▶️ Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.769.165 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

▶️ Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.653.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.658.

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