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Live-Blog zu Coronavirus

Testpflicht für geimpfte Schüler könnte entfallen
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💶 Wirtschaft fordert Impf-Bonus für Junge

Die Wirtschaft hielte - mit Blick auf die Gastro- und Veranstaltungsbetriebe - einen anderen Anreiz für geboten: Jugendliche, die sich impfen lassen, sollten einen Gutschein im Wert von 100 Euro für Nachtlokale, Kinos oder Veranstaltungen bekommen, forderte am Freitag allen voran WKÖ-Präsident Harald Mahrer gegenüber oe24.TV.

▶️ Am Samstag legten Fachverbands- und Branchensprecher nach: Ein Bon nach dem Beispiel des Wiener Gastro-Gutscheins vom Mai 2020 wäre auch für die Betriebe, "die zu den von der Pandemie am schwersten betroffenen Bereichen zählen, eine Anerkennung und ein wichtiger Beitrag", meinte Mario Pulker vom Fachverband Gastronomie.

"Das würde sicher mithelfen, die Impfbereitschaft unter den Jugendlichen zu steigern", sprach sich Christian Dörfler, Obmann im Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe für "kreative Maßnahmen" aus.

▶️ Auch in vielen anderen Ländern werde die Steigerung der Durchimpfungsrate mittels Incentives bereits praktiziert oder vorbereitet, merkte Wolfgang Suitner, WKO-Branchensprecher der Veranstaltungsbetriebe, in einem gemeinsamen schriftlichen WKÖ-Statement an.

🚫🧑‍🤝‍🧑 Fehlende Abstände: Polizei löste in Hamburg Swingerparty auf

Eine Swinger-Party mit 68 Teilnehmern in einem Hamburger Wohnhaus ist ein kurzes Vergnügen geblieben. Wegen Verstößen gegen die Corona-Vorschriften wurde die Veranstaltung am Freitagabend kurz vor Mitternacht von der Polizei aufgelöst, wie eine Sprecherin am Samstag sagte. Es habe kein Hygienekonzept gegeben - so seien weder die Abstandsregeln eingehalten, noch die Datenblätter zur Kontaktverfolgung richtig ausgefüllt worden. Den 68 Teilnehmern erteilte die Polizei einen Platzverweis. Ihnen droht ein Bußgeld. Wie die Polizeisprecherin mitteilte, verhielten sich die Feiernden allesamt „sehr kooperativ“.

▶️ Für private Feiern mit mehr als zehn Menschen gelten in Hamburg derzeit weitgehend die Vorgaben für öffentliche Veranstaltungen wie Maskenpflicht, Abstandsregeln und eine Testpflicht in Innenräumen.   

👗 Bangladesch: Hunderttausende Textilarbeiter kehren zur Arbeit zurück

Trotz dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen sind in Bangladesch Hunderttausende Mitarbeiter von Bekleidungsfabriken in die Metropolen des Landes zurückgekehrt. An Bahnhöfen, Fährhäfen und Busstationen in mehreren Teilen des südasiatischen Landes herrschte am Samstag großes Gedränge. Zuvor hatte die Regierung in Dhaka ab Sonntag die Wiederöffnung der 4500 Textilfabriken angekündigt, die den europäischen und nordamerikanischen Markt mit Kleidung beliefern.

▶️ Angesichts neuer Höchststände bei den täglichen Corona-Neuinfektionen hatten die Behörden in Bangladesch in diesem Monat eine Schließung von Fabriken, Büros und Geschäften angeordnet, die bis zum 5. August andauern soll. Vorzeitig öffnen dürfen nach einer Erklärung der Regierung nun aber die Bekleidungsfabriken, die namhafte westliche Modemarken beliefern.

▶️ Die in Bangladesch äußerst einflussreiche Textilindustrie hatte vor "katastrophalen" Konsequenzen gewarnt, sollten die Aufträge der internationalen Mode-Labels nicht fristgerecht ausgeführt werden. Die Textilbranche hat in Bangladesch mehr als vier Millionen Beschäftigte. Das südasiatische Land ist nach China die zweitgrößte Exportnation für Bekleidung.

‼️ Britische Wirtschaft fordert Abschaffung von Corona-Selbstisolation

Angesichts Hunderttausender Beschäftigter in verpflichtender Corona-Quarantäne fordert die britische Wirtschaft mit Nachdruck eine rasche Änderung der Regeln zur Selbstisolation. Der Chef des Industrieverbands CBI, Tony Danker, sagte der Zeitung Daily Telegraph (Samstag), Premierminister Boris Johnson müsse die Vorschriften zur Selbstisolation für vollständig geimpfte Corona-Kontakte "morgen" beenden. "Massen-Isolation" müsse durch Massentests ersetzt werden, sagte Danker.

▶️ Auch die Opposition forderte, die Bestimmungen früher als geplant zu ändern. Derzeit sind in Großbritannien weit mehr als eine Million Menschen in häuslicher Quarantäne, weil sie von der britischen Corona-App als Kontaktpersonen von Infizierten "gepingt" wurden. Auch vollständig Geimpfte müssen in Selbstisolation. Wegen dieser "Pingedemie", wie britische Medien das Phänomen nennen, blieben zuletzt zahlreiche Supermarktregale leer, Gasthäuser geschlossen und Mülltonnen voll, Fließbänder standen still. Erst am 16. August ändern sich die Regeln, dann dürfen vollständig Geimpfte trotz "Pings" mit einem negativen Test das Haus verlassen.

▶️ Danker schlug vor, trotz der gesetzlichen Lockerung der Corona-Regeln in England einige Maßnahmen wieder einzuführen und auch vollständig geimpfte Beschäftigte regelmäßig zu testen. Die Wirtschaft könne zudem helfen, die vor allem unter jungen Menschen ins Stocken geratene Impfkampagne mit organisierten Massen-Impfungen anzukurbeln.

🦠 Fallzahl in Niederösterreich nach kroatischem Festival auf 75 gestiegen

Die Zahl der Coronafälle, die auf das Festival "Austria goes Zrce" auf der kroatischen Insel Pag zurückzuführen sind, ist in Niederösterreich am Samstag auf 75 angestiegen. Seit Freitag wurden im Zusammenhang mit dem Festival 17 neue Infektionen registriert, hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).

▶️ Auch andere Bundesländer hatten zuvor zahlreiche Infektionen unter den Festivalrückkehrern gemeldet, in Tirol sind es bisher mehr als 30. Am Freitag waren es österreichweit bereits über 300 Fälle.

📈 Neuinfektionen in den USA deutlich gestiegen

Die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen ist in den USA deutlich gestiegen. Die Behörden meldeten für Freitag 194.608 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Samstag früh (MESZ) hervorging. Eine Woche zuvor waren es 118.797. Auch die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im Wochenvergleich von 532 auf 891.

▶️ Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Jänner mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Jänner mit 4460 Toten verzeichnet. Der allergrößte Teil der erfassten Infektionen im Land sind nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückzuführen. Diese ist nach CDC-Einschätzung so ansteckend wie Windpocken. Bisher haben in den USA nach CDC-Daten 57,2 Prozent der Menschen mindestens eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten, 49,4 Prozent sind vollständig geimpft.

▶️ In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bisher gut 34,9 Millionen Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert, mehr als 613.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Bevölkerung rangieren die USA derzeit mit 186,49 Toten pro 100.000 Einwohner laut JHU auf Rang 22 weltweit.

💉 1115 Burgenländer ohne Anmeldung geimpft

Beim ersten Impftag ohne Voranmeldung im Burgenland sind am Freitag 1115 Personen gegen das Coronavirus geimpft worden. In allen sieben Impf- und Testzentren konnten sich die Burgenländer ohne Termin mit dem Vakzin von Johnson & Johnson impfen lassen. Insgesamt wurden im Burgenland bisher 168.362 Personen geimpft, 145.237 davon sind vollimmunisiert, teilte der Koordinationsstab Coronavirus am Samstag mit.

▶️ Mit dem Impftag ohne Anmeldung wollte das Land vor allem junge Burgenländer ansprechen, die den Impfnachweis für einen Besuch in der Nachtgastronomie brauchen und sich einen PCR-Test ersparen wollen. Künftig soll es ähnliche Aktionen auch in jenen Gemeinden geben, in denen die Durchimpfungsrate derzeit vergleichsweise niedrig ist.

🧪 Faßmann will geimpfte Schüler von Testpflicht befreien

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will gegen das Coronavirus geimpfte Schüler von den drei verpflichtenden Tests pro Schulwoche befreien. Denkbar sei außerdem, dass sie keine Masken mehr tragen müssen. Diesen Punkt wolle er aber noch genauer abwägen, sagte Faßmann laut einer Vorausmeldung des Nachrichtenmagazins profil am Samstag.

"Ein junger Mensch, der geimpft in der Klasse sitzt, soll etwas davon haben. Privilegien für Geimpfte: Das ist generell Regierungslinie", begründete der Minister sein Vorhaben.

▶️ Den Bundesländern empfiehlt er, Impfboxen an größeren Schul-Standorten einzurichten. Faßmann wird seine Pläne für das kommende Schuljahr im Detail in der kommenden Woche vorstellen. Die Eckpunkte sind bereits bekannt: Neben den Begünstigungen für geimpfte Schüler sowie Impfappellen an Lehrpersonal und Eltern setzt er auf den verstärkten Einsatz von aussagekräftigen PCR-Tests, gegebenenfalls auch auf Luftfilter sowie Maskentragen. Zusätzlich sind ein Monitoring des Infektionsgeschehens an den Schulen und ein Frühwarnsystem geplant.

📽 Video | Anwältin über Impfpflicht am Arbeitsplatz

Rechtsanwältin Katharina Körber-Risak erläutert, ob auch in Österreich Unternehmen von ihren Mitarbeitern eine Impfung fordern können, wie es derzeit von einigen Großkonzernen in den USA praktiziert wird.

💉 Impf-Aktion in Wien mit allen Impfstoffen ohne Anmeldung

Die Stadt Wien bietet in der kommende Woche die nächste Impfaktion an. Da der Wunsch nach einer raschen, unkomplizierten Impfung weiterhin groß ist, wird von Montag bis Sonntag jeweils von 7 bis 19 Uhr eine Woche lang die Immunisierung gegen das Coronavirus mit allen verfügbaren Impfstoffen - BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson - im Austria Center Vienna angeboten.

▶️ Wie bei den bisher stattgefundenen Impfwochen ist auch diese Woche keine Anmeldung notwendig. Jeder oder jede, die will, kann während der genannten Öffnungszeiten in das ACV kommen, sich einen Impfstoff auswählen und umstandslos impfen lassen; mitzubringen ist lediglich ein Personalausweis und wenn vorhanden eine E-Card.

▶️ Mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna können Personen ab zwölf Jahre geimpft werden. AstraZeneca und Johnson & Johnson stehen zudem Personen über 18 Jahren zur Verfügung. Der Abstand zur zweiten Teilimpfung kann man sich je nach Wunsch flexibel vereinbaren, hieß es am Samstag in einer Aussendung. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur ein Stich zur Vollimmunisierung notwendig.

▶️ Die Impfaktion läuft eine Woche lang. Auf der Internetseite des Austria Centers wird zudem eine Ampel die Auslastung bei diesem Impfangebot zum jeweiligen Zeitpunkt anzeigen. Aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten beim ACV ist es zu empfehlen nicht mit dem Auto, sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

▶️ Neben den Aktionen im Wiener Austria Center werden weiterhin Impfungen nach Terminvereinbarungen im ACV wie auch in den Impfstraßen der Stadt Wien und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) durchgeführt. Zudem sind neben der Impfbox am Rathausplatz mit kommender Woche acht weitere Impfboxen verteilt über das Stadtgebiet in Betrieb. An den Wochenenden wird zudem in jeweils einer Box auf der Donauinsel und beim Stadionbad sowie auf der Alten Donau mit dem Impfboot geimpft.

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