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Live-Blog zu Coronavirus

Steiermark verschärft Maßnahmen, Tiroler „Impf-Van“ in Bezirken Landeck und Imst
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📽️ Video | Offene Fragen zu 3G am Arbeitsplatz

Ab 14. November dürfen sich nur mehr geimpfte, genesene oder getestete Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz in Österreich aufhalten. Datenschutzrechtliche Bedenken und Kontrollen werfen Fragen auf.

📽️ Video | Deutsche „Ampel“-Parteien wollen Ende der Pandemiemaßnahmen

Die wahrscheinlich künftige deutsche Bundesregierung hat ihr Vorhaben im Umgang mit dem Coronavirus vorgestellt. Im Frühling 2022 sollen die Maßnahmen enden.

⚖️ Nachspiel von Nerz-Massentötung für Regierungschefin in Dänemark

Die Massentötung von Millionen Nerzen aus Corona-Sorgen holt die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ein Jahr später wieder ein.

▶️ Wie eine zur Untersuchung des Vorgehens eingesetzte Kommission am Mittwoch verschiedenen dänischen Medien mitteilte, hat man vergebens versucht, bestimmte SMS-Nachrichten aus der Zeit zu erhalten, in der die Entscheidung zum Keulen der Pelztiere getroffen wurde.

▶️ Der Grund: Frederiksen und drei ihrer engsten Mitarbeiter hatten ihre Telefone demnach so eingestellt, dass SMS automatisch nach 30 Tagen gelöscht wurden. Die Nerz-Kommission wurde eingesetzt, um zu untersuchen, was im November 2020 in dem auch international aufsehenerregenden Fall genau passierte. Damals hatte Frederiksen verkündet, dass sämtliche Zuchtnerze im Land getötet werden sollen - diese Tiere wurden bis dahin in Dänemark für die Herstellung von Pelzen gezüchtet. Es handelte sich um etwa 15 Millionen Tiere. Als Grund für den rigorosen Schritt war angeführt worden, dass das Coronavirus in den Nerzen mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.

▶️ Wie sich später herausstellte, fehlte für die Maßnahme aber die rechtliche Grundlage. Diese wurde erst im Nachhinein geschaffen. Der damals zuständige Lebensmittelminister Mogens Jensen trat im Zuge der Kontroverse zurück.

▶️ Bei ihren Untersuchungen hatte die Kommission auch um den Nachrichtenverlauf zentraler Personen aus dem Zeitraum September bis Dezember 2020 gebeten. Gegenüber führenden dänischen Medien wie den Sendern DR und TV2 unterstrich die Staatskanzlei nun, dass die SMS nicht zielgerichtet gelöscht worden seien und auch gegen keine Regeln verstoßen worden sei. Die Nerz-Kommission will demnach dennoch sehen, dass die Nachrichten wiederhergestellt werden. Frederiksen soll planmäßig am 9. Dezember von der Kommission befragt werden.

⭕️ Cluster auf Donau-Kreuzfahrtschiff in Wien

Auf einem aus Deutschland gekommenen Kreuzfahrtschiff ist in Wien ein umfangreicher Corona-Cluster entstanden.

▶️ Wie eine Sprecherin des Wiener Krisenstabes einen Bericht des ORF Wien am Mittwochabend bestätigte, sitzen auf dem Schiff in Nussdorf 178 Passagiere fest, die aus Passau gekommen waren. Unter ihnen sind 80 Infektionen mit SARS-CoV-2 bestätigt.

▶️ Alle Menschen an Bord wurden unter Quarantäne gestellt, sie haben das Schiff nicht verlassen. Derzeit werde an einer Lösung gearbeitet, wie die Betroffenen nach Hause transportiert werden können, sagte die Sprecherin.

💉 Vakzin für Kinder: EMA will vor Weihnachten entscheiden

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will noch möglichst vor Weihnachten entscheiden, ob sie eine Empfehlung für Corona-Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausspricht.

"Der derzeitige Zeitplan für die Bewertung beträgt ungefähr zwei Monate",

teilte die EMA am Mittwoch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit.

▶️ Zuletzt ging die Behörde noch von mehreren Monaten bis zu einer möglichen Zulassung aus. Mitte Oktober hatte die EMA mit der Prüfung des Biontech-Impstoffs für unter Zwölfjährige begonnen. In die Bewertung würden laut EMA auch Daten aus laufenden pädiatrischen Studien von Biontech und Pfizer einfließen. Diese würden noch im November erwartet.

▶️ Am Dienstag hatte sich ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausgesprochen. Die Empfehlung ist nicht bindend, die FDA folgt den Fachleuten aber in der Regel. Eine endgültige Entscheidung der FDA wird noch in dieser Woche erwartet.

⚠️ Covid-Prognose: Signifikanter Anstieg auf Intensivstationen erwartet

Das Covid-Prognosekonsortium geht davon aus, dass in zwei Wochen zwischen 300 und 435 stationär aufgenommene Covid-19-Patientinnen und -Patienten intensivmedizinisch betreut werden müssen.

▶️ Am heutigen Mittwoch wurden 250 Schwerkranke auf Intensivstationen behandelt. Auf Normalstationen werden am 11. November zwischen 1149 und 2148 Covid-Patientinnen und -Patienten erwartet. Aktuell hält man bei 1007.

▶️ Diese Entwicklung könnte in einzelnen Bundesländern dazu führen, dass der Covid-19-Belag auf Intensivstationen am Donnerstag in zwei Wochen die kritische Auslastungsgrenze von 33 Prozent übersteigt. Der aktuellen Einschätzung der Experten zufolge liegt diese Wahrscheinlichkeit in Vorarlberg bei 35 Prozent, in Wien bei 15 Prozent und im Burgenland bei zehn Prozent.

▶️ Die täglichen Neuinfektionen - am Mittwoch wurden mehr als 4200 verzeichnet - dürften dem Prognosekonsortium zufolge bereits am Donnerstag in einer Woche zwischen 4595 und 6322 zu liegen kommen, was zeitverzögert einen weiteren Anstieg in den Spitälern im Spätherbst befürchten lässt. In absoluten Zahlen die meisten Neuinfektionen wird es laut Prognosekonsortium in Oberösterreich geben, wo bis zum 4. November mit bis zu 1.531 neuen Fällen pro Tag gerechnet werden muss. Zum Vergleich: In der 1,9 Millionen-Stadt Wien werden mindestens 549, im schlimmsten Fall 875 neue Fälle prophezeit.

▶️ Die Experten warnen damit einhergehend vor einem "signifikanten Anstieg der Sieben-Tages-Inzidenz (Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, Anm.)", die am Donnerstag in einer Woche österreichweit über 360 betragen und möglicherweise 495 erreichen wird. Am Düstersten sieht es den Prognosen zufolge in Salzburg aus, wo die Inzidenz zwischen 514 und 819 Fällen je 100.000 Einwohner ausmachen wird. In Oberösterreich wird mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 450 bis zu 717 gerechnet, über dem Österreich-Schnitt werden am 4. November vermutlich auch Vorarlberg (377 bis 603) und Kärnten (372 bis 594) liegen. Mit der geringsten Sieben-Tages-Inzidenz wird in Wien gerechnet, sie soll am 4. November zwischen 200 und 319 ausmachen. Allerdings dürften allein in der Bundeshauptstadt dann schon zwischen 94 und 156 Covid-Patientinnen und -Patienten intensivmedizinischen Betreuungsbedarf haben.

🚐 Tiroler "Impf-Van" macht Halt in den Bezirken Landeck und Imst

Kommendes Wochenende tourt der "Impf-Van" des Landes Tirol erstmals gezielt in jene Gemeinden (samt Umlandgemeinden), in denen noch eine geringe Impfquote verzeichnet wird.

▶️ Am Samstag und Sonntag wird in Kauns und Tösens ein Impfangebot für die Bewohner von Kauns, Kaunerberg und Faggen sowie Tösens, Ried im Oberinntal, Pfunds und Spiss geschaffen.

▶️ Eine Woche später macht sich der "Impf-Van" auf nach Imst und bietet den Einwohnern von Imsterberg, Tarrenz, Sautens und St. Leonhard im Pitztal die Möglichkeit zur wohnortnahen Impfung.

▶️ Mit dem Kleinbus reisen jeweils ein Impf-Team samt medizinischer Ausrüstung und Impfdosen an, die Räumlichkeiten werden von den Gemeinden zur Verfügung gestellt.

📊 Aktuelle Impf-Zahlen für Tirol:

Mit Stand Mittwoch wurden in Tirol mehr als 965.000 Corona-Impfungen verabreicht. Rund 490.100 Personen (64,5 Prozent der Gesamtbevölkerung bzw. 73 Prozent der impfbaren Bevölkerung) erhielten zumindest eine erste Teilschutzimpfung, rund 440.700 Personen (58 Prozent der Gesamtbevölkerung bzw. 65,7 Prozent der impfbaren Bevölkerung) zwei Impfungen. Darüber hinaus wurden rund 34.300 Drittimpfungen vorgenommen.

💬 Mückstein fordert Thiem zur Impfung auf

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) fordert Tennisspieler Dominic Thiem auf, sich gegen Corona impfen zu lassen. Der ehemalige US Open-Champion hatte zuletzt gemeint, bevorzugt auf die Zulassung eines Totimpfstoffs warten zu wollen.

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🌍 Caritas-Expertin: Covid hat Alltag in Südafrika härter gemacht

Die Corona-Pandemie hat die Zahl der Notleidenden in Südafrika nach Einschätzung der örtlichen Caritas stark erhöht. Die Helfer verzeichneten vermehrt Arbeitslosigkeit, Hilfsappelle und Kriminalität, berichtete Caritas-Koordinatorin Schwester Maria Rissini in Pretoria.

"Arbeitslose überleben dank Sozialhilfe, die jedoch nur für Grundnahrungsmittel und oft nicht länger als eine Woche reicht."

▶️ Die meisten Empfänger der staatlichen Hilfe von 350 Rand monatlich (umgerechnet 20 Euro) seien zusätzlich auf humanitäre Organisationen angewiesen, so die Ordensfrau laut Kathpress unter Berufung auf die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA). Mehr als jeder dritte Südafrikaner im arbeitsfähigen Alter war demnach mit Stand August ohne Job. "Die Betroffenen leben gemeinsam mit anderen Familien in einem einzigen Schlafzimmer, um sich die Miete leisten zu können", sagte Rissini. Auch die Obdachlosigkeit sei zuletzt gestiegen. "Vor allem in den Straßen von Johannesburg sieht man überall Menschen, die unter Brücken schlafen und Schutz suchen. Jeden Morgen betteln sie vor Kirchen um zumindest eine Suppe", schilderte die Caritas-Koordinatorin.

▶️ Viele Hilfsempfänger der Caritas seien Tagelöhner aus Townships. Die katholische Organisation hilft etwa mit Lebensmittelpaketen. Allerdings überstiegen die zahllosen Gesuche die Möglichkeiten der humanitären Helfer; täglich werde man gebeten, Schuldgeld oder Krankenhausrechnungen zu übernehmen, sagte Rissini. Der Alltag in Südafrika werde härter, und "diese Situation wird sich so bald nicht ändern", so die Ordensschwester.

🏥 Papst Franziskus erhielt dritte Impfdosis

Papst Franziskus hat am Mittwoch die dritte Impfdosis gegen das Coronavirus injiziert bekommen, wie der Vatikan berichtete. Die ersten beiden Teilimpfungen hatte das 84-jährige katholische Kirchenoberhaupt am 13. Jänner und am 3. Februar erhalten. Es sei eine "moralische Pflicht", sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, hatte der Papst zuletzt öfters betont.

▶️ Der Vatikan verabreicht derzeit älteren und gebrechlicheren Menschen die dritte Impfung. Der Kirchenstaat folgt damit der Impfpolitik Italiens. Das Land will ab Jänner 2022 der ganzen Bevölkerung einen dritten Stich anbieten. Bis Jahresende sollen Menschen mit entsprechendem Risiko unabhängig von ihrem Alter sowie Personen ab 60 Jahren geimpft werden. Die Auffrischungsimpfung wird unter der Bedingung angeboten, dass seit dem Abschluss des ersten Impfzyklus mindestens sechs Monate vergangen sind.

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