Gall behauptete Burgos-Führung vor dem Schlusstag
Radprofi Felix Gall trennt noch eine Etappe von seinem ersten Rundfahrt-Sieg auf ProSeries-Ebene. Der Osttiroler verteidigte am Freitag bei der Burgos-Tour auf dem vierten Teilstück von Palazuelos de Muno nach Briviesca (178 km) seine am Vortag eroberte Spitzenposition. Der Giro-Zweite führt vor der abschließenden Bergankunft zu den Lagunas de Neila am Samstag aber weiter nur sechs Sekunden vor Giulio Ciccone. Der drittplatzierte Oscar Onley hat sieben Sekunden Rückstand.
Das vorletzte Teilstück gewann Matthew Brennan im Sprint, der Brite hatte auch schon den Auftakt für sich entschieden. Gall kam zeitgleich im Hauptfeld an. Der Decathlon-Kapitän hatte am Donnerstag mit dem Sieg seinen ersten Erfolg seit dem Königsetappentriumph bei der Tour de France im Juli 2023 gefeiert. Sein bisher einziger Gesamtwertungserfolg bei einem Etappenrennen datiert aus dem Jahr 2019, als der damalige Jungprofi die viertägige Istrian Spring Trophy gewann.
Halbfinal-Aus für Karl im K.o.-Sprintbewerb der EM
Langstreckenschwimmer Luca Karl hat am Freitag bei der EM in Paris im Freiwasser-K.o.-Sprint keinen Spitzenplatz geschafft. Der Salzburger stieg als Siebenter seines Vorlaufes (1.500 m) ins Semifinale auf, in dem er an der achten Position den Einzug in die Medaillenentscheidung verpasste. Die besten fünf der beiden Vorschlussrunden (1.000 m) kamen weiter, darauf fehlten Karl in seinem Lauf 0,6 Sekunden. Den Titel im Finale (500 m) sicherte sich der Ungar David Betlehem.
"Es ist natürlich ein wenig bitter, weil nur ein halber Armzug gefehlt hat, dass wir ins Finale schwimmen", sagte der gesundheitlich leicht angeschlagene Karl. Seine bisherige EM-Bilanz bewertete er aber positiv, der WM-Fünfte hatte über die olympischen 10 km Rang acht belegt. Über 5 km war er Neunter geworden. "Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir auch umgesetzt. Wenn es immer so leicht und erfolgreich gehen würde, wäre es schön. Aber ich bin sehr happy."
Kommende Woche wird er im Becken auch noch die 800 und 1.500 m bestreiten. "Momentan bin ich sehr leer. Jetzt schaue ich, dass ich mich in den nächsten Tagen gut erholen kann, damit ich im Becken auch an meine Zielzeiten anknüpfen kann", sagte Karl.
Knoll bei EM Achter vom Turm - Lotfi auf Rang zwölf
Die Österreicher Anton Knoll und Dariush Lotfi haben in Paris zum Abschluss der Wassersprung-EM-Bewerbe vom 10-m-Turm die Ränge acht und zwölf belegt. Der Vorjahresdritte Knoll lag am Donnerstag zur Hälfte des Finales auf Platz fünf, ein verpatzter vierter Sprung warf ihn aber zurück. Der Wiener kam auf 395,20 Punkte, sein Rückstand auf die Medaillenränge war groß. Lotfi erreichte am Ende des Finalfeldes 352,55. Gold ging mit 524,20 Punkten an den Russen Ruslan Ternowoi.
„Es war ein superspannendes Finale, ein super Wettkampf. Ich habe am Anfang eine gute Leistung gezeigt und am Ende dann leider etwas ausgelassen. Und das muss ich sagen, ärgert mich sehr, weil ich weit nach vorne hätte kommen können“, sagte Knoll. Im Synchronbewerb hatte er mit Lotfi Rang sieben erreicht, vom 3-m-Brett war Nikolaj Schaller an neunter Stelle ebenfalls ein Top-Ten-Platz gelungen. „Insgesamt war das eine sehr starke EM von uns. Zu dritt haben wir drei Finale erreicht und eine gute Platzierung im direkten Synchron-Finale geschafft“, sagte Knoll.
Im Vorjahr hatte er in Antalya mit Bronze Österreichs erste EM-Einzelmedaille bei den Männern vom Turm seit 1931 geholt.
Potapova in Toronto chancenlos gegen Switolina
Anastasia Potapova hat den Einzug ins Achtelfinale beim WTA-1000-Tennisturnier in Toronto klar verpasst. Österreichs Nummer eins musste sich am Donnerstag im Drittrunden-Duell mit der als Nummer neun gesetzten Ukrainerin Elina Switolina, die bei den Australian Open im Halbfinale war, mit 1:6,1:6 geschlagen geben. Damit kassierte die Weltranglisten-27. auch im zweiten Aufeinandertreffen mit Switolina nach jenem 2022 in der Runde der letzten 32 in Monterrey eine Niederlage.
Regen hatte das Programm ordentlich durcheinandergewirbelt, die Partie der auf Position 24 eingestuften Potapova hatte dadurch auch erst später als gedacht begonnen. Das Spiel war nach nur einer Stunde wieder beendet.
Weißhaidinger nach Hexenschuss fix für EM-Antreten
Lukas Weißhaidinger wird die Montag beginnende Leichtathletik-EM in Birmingham in Angriff nehmen. Nach dem in der Vorwoche erlittenen Hexenschuss bestand der Diskuswurf-Vizeeuropameister einen Fitness-Test in der Südstadt. „Birmingham kann kommen. Ich fühle mich konkurrenzfähig, meine Kraft- und Schnelligkeitswerte sind top, das Wurftraining war vielversprechend. Ich bin richtig erleichtert, dass ich mich jetzt wieder im Grenzbereich bewegen kann“, sagte der Oberösterreicher.
Zehn Tage lang plagte ihn die Muskelverhärtung im oberen Rücken, am Mittwoch absolvierte der ÖLV-Rekordhalter ein intensives Wurftraining, Donnerstag ging es zum Bankdrücken in die Kraftkammer – 200 Kilogramm wurden aufgelegt. Der Abflug nach Birmingham steht am Samstag auf dem Programm, die Qualifikation ist für Dienstag angesetzt. „Lukas hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Er ist bereit und kann angreifen“, sagte Trainer Gregor Högler.
Knoll und Lotfi zogen vom Turm ins EM-Finale ein
Die österreichischen Wasserspringer Anton Knoll und Dariush Lotfi haben das Pariser EM-Finale im Turm-Einzel erreicht. In einem 19-köpfigen Feld wurde Knoll mit 393,40 Punkten Zehnter, für Lotfi als Elftem ging sich mit 373,90 Zählern das Zwölfer-Finale mit gut sechs Punkten Abstand aus. Bester war der Deutsche Jaden Shiloh Eikermann Gregorchuk mit 486,50 Punkten. In der für 18.45 Uhr (live ORF Sport +) angesetzten Medaillenentscheidung geht es freilich wieder bei null los.
Zum Abschluss der Wassersprung-Bewerbe im Olympic Aquatic Centre sind es die rot-weiß-roten Finalteilnahmen drei und vier, nachdem Knoll/Lotfi gemeinsam vom Turm im Synchron-Bewerb Siebente sowie am Mittwoch vom 3-m-Brett Nikolaj Schaller Neunter geworden waren. Knoll ist aus 10 m Höhe wegen einer am Dienstag erlittenen, genähten Kopfwunde zu deren Schutz wieder mit schwarzer Badehaube gesprungen. Den gesamten Vorkampf über hielt sich der Wiener in den Top zwölf. Lotfi war nach vier von sechs Sprüngen 14., kämpfte sich im Finish aber gut zurück.
Knoll hatte im Vorjahr in Antalya mit Bronze Österreichs erste EM-Einzelmedaille bei den Männern vom Turm seit 1931 geholt, 2024 in Belgrad war er mit Lotfi im Synchro-Bewerb Europameister geworden.
Zverev bei Masters in Montreal überraschend früh raus
French-Open-Sieger Alexander Zverev ist beim Masters-1000-Turnier in Montreal überraschend in der zweiten Runde gescheitert. Der an Nummer eins gesetzte Deutsche verlor gegen den Niederländer Tallon Griekspoor in drei Sätzen mit 7:6 (7:3), 2:6, 4:6.
Beim Turnier in Montreal wollte sich Zverev eigentlich für die US Open warmspielen. Das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 30. August in New York.
Anstelle von Zverev bekommt Griekspoor es in der dritten Runde nun mit dem Sieger der Partie zwischen dem Italiener Matteo Arnaldi und dem Ungarn Fabian Marozsan zu tun.
Alcaraz muss Comeback erneut verschieben
Tennis-Star Carlos Alcaraz muss wegen seiner Handgelenkverletzung weiter pausieren. Der Spanier kann auch an dem in der nächsten Woche beginnenden ATP-1000-Turnier in Cincinnati nicht teilnehmen. Seine Zwangspause dauert mittlerweile vier Monate. Den letzten Einsatz auf der Tour bestritt der Weltranglisten-Zweite Mitte April in Barcelona.

Potapova nahm Auftakthürde in Toronto souverän
Anastasia Potapova hat ihre Auftakthürde beim WTA-1000-Tennisturnier in Toronto souverän genommen. Österreichs Nummer eins setzte sich am Dienstag im Zweitrunden-Duell mit der Rumänin Elena-Gabriela Ruse nach 1:45 Stunden glatt mit 6:4,6:2 durch. In der 1. Runde des Hartplatz-Turniers hatte die gebürtige Russin von einem Freilos profitiert. In der 3. Runde trifft die als Nummer 24 gesetzte Potapova auf die Australian-Open-Halbfinalistin Elina Switolina (9) aus der Ukraine.
Im ersten Satz ging Potapova mit 3:1 in Führung, ärgerte sich dann aber etwas über das Rebreak der Weltranglisten-77. zum 3:3. Mit einem weiteren Break zum 5:4 gelang Potapova die Vorentscheidung. Denn im zweiten Durchgang gelang der Weltranglisten-27. direkt das Break im ersten Game.

Reusser siegte, Gall startete Generalprobe
Die Schweizerin Marlen Reusser hat am Dienstag bei der Tour de France der Frauen mit dem Sieg im Zeitfahren die Gesamtführung übernommen. Erste Verfolgerin der Eidgenossin ist mit 14 Sekunden Rückstand die im Zeitfahren drittplatzierte Niederländerin Demi Vollering. Die Österreicherin Valentina Cavallar wurde 3:43 Min. zurück 101., in der Gesamtwertung ist sie 47.
Für Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prévot rückte unterdessen ein erneuter Triumph in weite Ferne: Die Mountainbike-Olympiasiegerin von Paris verlor 2:12 Minuten und fiel damit in der Gesamtwertung weit zurück.
Damit muss Ferrand-Prévot in den Bergen schon eine große Aufholjagd starten. Chancen dafür gibt es, denn das Profil wird in den nächsten Tagen bergiger. Vor allem die Kletterpartie hinauf zum Mont Ventoux am Freitag hat es in sich.
Am Mittwoch warten 140 Kilometer von Macon nach Belleville-en-Beaujolais und acht Bergwertungen.
Gall kam mit dem Feld ins Ziel
Auf der ersten Etappe der ebenso bis zum Wochenende laufenden Burgos-Rundfahrt der Männer kam der Osttiroler Felix Gall nach einem Bergaufsprint zwölf Sekunden hinter Sieger Matthew Brennan (GBR) auf Rang 61 ins Ziel. Für den Giro-Zweiten vom Team Decathlon ist die Tour ein Test für die am 22. August beginnende Spanien-Rundfahrt. Weitere Österreicher bei der Burgos-Tour sind Marco Schrettl (Team Astana) und Patrick Konrad (Lidl-Trek).


