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Live-Blog: Aktuelle Nachrichten aus der Sportwelt

Meter, Punkte und Sekunden – der Sport erwacht nach seiner Corona-bedingten Auszeit aus dem Stillstand. Wir halten euch über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden.

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Eisenbichler: Tournee ohne Fans wäre "ganz schlimm"

Deutschlands Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler hofft sehr darauf, dass bei der Vierschanzentournee im kommenden Winter wieder Skisprung-Fans dabei sein können.

„Das wäre ganz schlimm für mich, muss ich ganz ehrlich sagen, wenn bei einer Tournee oder bei anderen Highlights keine Zuschauer dabei wären“, sagte der 29-Jährige der dpa. „Dann würde ich vielleicht sogar ein paar Prozent an Leistung verlieren. Speziell in Oberstdorf und Garmisch, da pushen dich die Fans einfach.“

Im kommenden Winter stehen gleich drei Höhepunkte für die Skispringer auf dem Programm. Noch vor der Tournee rund um den Jahreswechsel mit den traditionellen Stationen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen soll Mitte Dezember die wegen der Coronavirus-Pandemie in der vergangenen Saison ausgefallene Skiflug-Weltmeisterschaft im slowenischen Planica nachgeholt werden. Vom 23. Februar bis zum 7. März 2021 ist dann die WM der nordischen Skisportler in Oberstdorf geplant.   

ATP-Tour wartet auf US-Open-Entscheidung

Nicht einmal einen Monat vor der geplanten Fortsetzung der Tennis-ATP-Tour ist die Umsetzung dieses Plans weiter unklar. Bis Mittwoch hätte die Entscheidung fallen sollen, ob die US Open wie angesetzt ab 31. August stattfinden werden. Doch die Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in New York brauchen noch Zeit, und von ihrem Entschluss hängt der restliche Kalender ab.

"Wir müssen auf die US Open warten. Es bringt nichts, davor etwas Anderes zu veröffentlichen", erklärte Herwig Straka. "Die sind noch nicht so weit, sie probieren alles. Ich schätze, das wird sich noch um fünf bis zehn Tage verzögern."

Vor dem nun zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres soll es am 14. August in Washington losgehen, ebenso in New York soll ab 22. August das Masters-1000-Turnier von Cincinnati gespielt werden.

Straka ist als ATP-Board-Mitglied direkt in die Entscheidungen eingebunden. Das bewegte ihn auch zur Anfrage bei Kitzbühels Turnierdirektor Alexander Antonitsch, ob das Generali Open um eine Woche vom 8. September vorverlegt werden könnte. Straka: "Das war aber nur, damit er einmal theoretisch Bescheid weiß. Dafür ist es jetzt noch viel zu früh."

Swiss Indoors in Basel definitiv abgesagt

Die Tennis Swiss Indoors in Basel (ab 24.10.) sind definitiv abgesagt. Die ATP nahm das Turnier offiziell aus dem Kalender. Schon vor einem Monat hatten die Organisatoren mitgeteilt, dass sie das Turnier wegen der Corona-Pandemie heuer nicht durchführen können. Das ATP-500-Turnier wird normalerweise immer parallel zum gleichrangigen Event in der Wiener Stadthalle ausgetragen.

Die Association of Tennis Professionals (ATP) stimmte dem Absage-Begehren nun formell zu. In den nächsten Tagen dürfte die ATP einen überarbeiteten Turnierkalender veröffentlichen.

Basel erachtete die Durchführung des nahezu ausverkauften Events in der St. Jakobshalle angesichts der medizinischen, sozialen und wirtschaftlichen Unsicherheit als unverantwortlich und nicht realistisch.

"Geisterspiele sind für uns von Beginn weg nicht infrage gekommen", sagte Turnierpräsident Roger Brennwald.

Die nächsten Swiss Indoors, zugleich die 50. Austragung des Turniers, finden vom 23. bis 31. Oktober 2021 statt.

Tokio-Spiele in abgespeckter und einfacherer Version

Die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 23. Juli bis 8. August 2021 verschobenen Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen in einer abgespeckten und einfacheren Version über die Bühne gehen, um die Kosten zu minimieren. Das kündigt der Vorsitzende des japanischen Olympischen Komitees, Yasuhiro Yamashita, an.

Yamashita erklärte, dass so wundervolle und extravagante Spiele, wie man sie schon erlebt habe, nicht das Konzept dieser Spiele sein werden.

"Unsere erste Priorität ist die Sicherheit."

Er nahm auch Bezug auf die schwierige finanzielle Situation.

Bisher wird spekuliert, dass die Verlegung zusätzlich bis zu sechs Milliarden Dollar (5,3 Mrd. Euro) kosten könnte. Immerhin haben die Olympia-Macher von rund 80 Prozent der Betreiber der Austragungsstätten das Einverständnis, sie im nächsten Jahr nutzen zu können. Schwierig gestalten sich dagegen die Gespräche mit den Investoren für die Wohnflächen, die für das olympische Dorf vorgesehen sind.

Auf der ersten virtuellen Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Freitag soll der leicht modifizierte Wettkampfkalender vorgelegt werden.

Berger kann sich Vettel bei Racing Point vorstellen

Gerhard Berger sieht die Formel-1-Zukunft von Ex-Weltmeister Sebastian Vettel bei Racing Point.

"So wie im Fahrerlager hinter der Hand diskutiert wird, ist das Thema wahrscheinlich schon gelaufen. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass Sebastian bei Racing Point auftauchen wird",

sagte der ehemalige Toro-Rosso-Miteigentümer am Montagabend in der ServusTV-Sendung "Sport & Talk".

"Es könnte für ihn die einzige Alternative sein, mit der er auch Rennen gewinnen kann",

meinte der 60-jährige Tiroler, der glaubt, dass Vettel Racing Point zum Siegerteam machen könnte. Vettel hatte 2008 in Monza in einem Toro Rosso seinen ersten Formel-1-WM-Lauf gewonnen. Damals war Berger noch 50-prozentiger Eigentümer des Zweitteams von Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz.

Auch zur aktuellen Krise des Traditionsteams Ferrari, für das Berger als Pilot von 1987 bis 1989 und 1993 bis 1995 die Formel-1-WM bestritten hatte, nahm der zehnfache Grand-Prix-Sieger Stellung.

"Sie werden von der Presse getrieben und den Emotionen gesteuert. Deshalb glaube ich nicht, dass sie kurzfristig eine Lösung finden werden",

lautete Bergers Einschätzung nach dem frühen Doppelausfall von Ferrari am vergangenen Sonntag in Spielberg. Zu Binotto, seinem ehemaligen Ingenieur, meinte Berger:

"Man kann ein Riesenteam wie Ferrari nicht an einer Person abladen, die von der Politik über die Strategie alles steuern soll."

Maske im Helm soll in NFL für Corona-Schutz sorgen

Die National Football League (NFL) hat ihren Spielern für mehr Sicherheit vor einer Corona-Infektion einen Helm mit integrierter Maske vorgeschlagen. Ein entsprechendes Modell zeigte die NFL am Montag (Ortszeit).

"Wir werden sicher dazu ermuntern", sagte der NFL-Chefmediziner Dr. Allen Sills laut US-Medienberichten.

Die Absprachen und Regelungen in Bezug auf Corona-Tests und Abläufe sind Gegenstand derzeit laufender Verhandlungen zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft NFLPA. Diverse Profis hatten zuletzt Sorge geäußert, wie Football-Spielen während der Pandemie ohne großes Risiko einer Ansteckung möglich sein soll.

Die Maske kommt von einem Hersteller, der auch die Blende auf Augenhöhe herstellt und unter anderem Skibrillen produziert. Die Maske hat Luftschlitze, soll aber dennoch die Verbreitung von Tröpfchen aus dem Mundraum unterbinden und die Kommunikation der Spieler untereinander nicht beeinträchtigen.

Die NFL will ihre Saison im September beginnen. Ende Juli sollen die Trainingslager der Teams beginnen.

Japan erwägt Lockerung der Einreisebeschränkungen für Aktive

Japan erwägt eine Lockerung des Einreiseverbots bei Athleten und Funktionären für die wegen der Corona-Pandemie auf nächstes Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Tokio. Die Regierung wolle eine Erleichterung der Reisebeschränkungen für ausländische Athleten und Olympia-Funktionäre in Erwägung ziehen, sagte Japans Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Kyodo.

Die Regierung halte es für nötig, ein System zu schaffen, das es Athleten und beteiligten Parteien erlaube, nach Japan einzureisen, auch wenn die Corona-Lage Japan davon abhalten sollte, das für bestimmte Länder und Regionen bestehende Einreiseverbot aufzuheben, zitierte die japanische Agentur informierte Kreise.

Wegen der Pandemie hatten Japan und das Internationale Olympische Komitee (IOC) Ende März nach langem Zögern die Sommerspiele verschoben. Sie sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden.

NBA-Profi nach Essenslieferung in Quarantäne

Weil er eine Essenslieferung entgegengenommen hat, muss NBA-Profi Richaun Holmes vor dem Neustart der besten Basketball-Liga der Welt zurück in Quarantäne. Er könne sich nicht weiter mit seinen Teamkollegen auf die Saisonfortsetzung vorbereiten, schrieb der Basketball-Profi der Sacramento Kings auf Twitter. Der 26-jährige Center muss nach eigenen Angaben acht Tage in Quarantäne bleiben.

Nach der Ankunft auf dem Gelände des Vergnügungsparks Disney World, in dem die Liga abgeschottet von der Außenwelt die seit 11. März wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison beenden möchte, müssen die Spieler zunächst in Quarantäne, bevor sie trainieren dürfen.

Holmes hatte nach dem Abschluss der anfänglichen Quarantäne kurzzeitig das Gelände verlassen, um eine Essensbestellung entgegenzunehmen. Dies führte dazu, dass der NBA-Profi dem strengen Reglement entsprechend erneut in Quarantäne muss.

"Ich entschuldige mich für meine Handlungen und freue mich darauf, wieder mit meinen Teamkollegen zu trainieren",

schrieb Holmes, dass es sich um ein Versehen seinerseits gehandelt habe. Die NBA will ihre Saison ab 30. Juli im ESPN Wide World of Sports Complex auf dem Gelände von Disney World in Orlando fortsetzen.


43 positive Corona-Tests in der NHL

Mit Beginn des offiziellen Trainings für die Saison-Wiederaufnahme hat die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL insgesamt 43 positive Corona-Ergebnisse gemeldet. Insgesamt wurden nach Angaben vom Montag mehr als 600 Spieler getestet, 4934 Proben wurden genommen. Alle betroffenen Profis sind oder waren in Quarantäne. Namen wurde nicht genannt.

Die NHL hat ihren Grunddurchgang wegen der Corona-Krise abgebrochen und will direkt mit erweiterten Play-offs und 24 Teams weitermachen. Die Spiele werden am 1. August starten. Spielorte sollen die kanadischen Städte Edmonton und Toronto sein.

Mehr Zuschauer für ORF, weniger bei RTL

Den Großen Preis der Steiermark in Spielberg haben am Sonntag durchschnittlich 691.000 Seher live auf ORF 1 verfolgt. Wie der ORF am Montag mitteilte, entsprach das 49 Prozent Marktanteil und war noch einmal etwas mehr als die 609.000 bei 46 Prozent Marktanteil, die das Rennen in der Vorwoche auf dem Sender sahen. Insgesamt lockten die zwei Grand-Prix-Wochenenden 2,592 Millionen vor die Endgeräte.

Diese Zahl bezieht sich auf den weitesten Seherkreis und inkludiert alle Sendungen mit Formel-1-Inhalt vom 2. bis 12. Juli auf ORF 1 und ORF Sport+. Besonders erfreulich für den ORF waren die durchschnittlich 430.000 Zuschauer in der entscheidenden Phase des Regen-Qualifyings am Samstag. Es war laut Angaben des Senders die höchste Reichweite, die seit 2006 für eine Übertragung einer Formel-1-Qualifikation erzielt wurde.

Deutlich weniger Zuschauer erreichte die zweite Formel-1-Übertragung aus der Steiermark beim deutschen Sender RTL. Das Rennen am Sonntag sahen dort durchschnittlich 3,52 Millionen Menschen, die für einen Marktanteil von 26 Prozent sorgten. Beim WM-Auftakt sieben Tage zuvor hatten noch 4,48 Millionen Menschen (28 Prozent Marktanteil) das Geisterrennen auf dem Red Bull Ring verfolgt.

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