Primoz Roglic bestätigte Teilnahme an der Vuelta
Der Slowene Primoz Roglic wird am Samstag in Monaco an den Start der Vuelta gehen. Dies gab sein Team Red Bull am Dienstag bekannt, weniger als ein Monat nachdem der 36-Jährige beim Training von einem Auto angefahren worden war. Da der Belgier Remco Evenepoel, Zweiter der Tour de France, nicht dabei ist, wird Roglic als Teamkapitän fungieren. Roglic ist mit vier Triumphen der Rekordsieger der Vuelta. Insgesamt verbuchte er bei der Spanienrundfahrt bereits 15 Etappensiege.
Roglic hatte bei dem Zwischenfall einen großen Bluterguss am Oberschenkel erlitten und sagte danach die Teilnahme an zwei Rennen ab. Der Sieger der Auflagen 2019 bis 2021 und 2024 ist damit einer der Hauptkonkurrenten von Felix Gall um die Podestplätze im Gesamtklassement. Großer Favorit ist freilich Topstar und Roglic' Landsmann Tadej Pogacar. Dem Tour-France-Sieger fehlt die Vuelta-Trophäe noch.
Französischer Olympia-Zweiten im Hürdensprint droht Sperre
Der französischen Olympia-Zweiten über 100 m Hürden, Cyrena Samba-Mayela, droht wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Wie die französische Sportzeitung L'Equipe berichtet, soll die 25-jährige Leichtathletin innerhalb von zwölf Monaten dreimal gegen ihre Meldepflichten verstoßen haben. Werden drei Meldepflicht- oder Kontrollversäumnisse innerhalb dieser Frist festgestellt, liegt nach den Anti-Doping-Regeln ein Verstoß vor.
Samba-Mayela ist nach Angaben von L'Equipe bislang nicht gesperrt. Die unabhängige Integritätskommission des Leichtathletik-Weltverbandes (AIU) habe die Französin aufgefordert, die mutmaßlichen Verstöße zu erklären. Weder die Sportlerin noch der ebenso informierte französische Verband haben sich bisher geäußert. Bei einer längeren Sperre könnte für Samba-Mayela auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles in Gefahr geraten. Die Spiele beginnen am 14. Juli 2028. Samba-Mayela hatte in Paris die einzige Leichtathletik-Medaille für Gastgeber Frankreich geholt. Im selben Jahr wurde sie in Rom Europameisterin. Bei der EM in Birmingham fehlte die Titelverteidigerin zuletzt wegen Wadenproblemen.
Daniel Habesohn beendete seine Nationalteam-Karriere
Daniel Habesohn hat seine Tischtennis-Nationalteamkarriere beendet. Der 40-jährige Wiener spielt nur noch für seinen Club, den deutschen Bundesligisten Bad Königshofen. Der Hauptgrund für den Rücktritt sei der immer enger werdende Zeitplan. „Um in der Rangliste vorne dabei zu sein, muss man ständig reisen und ich habe bemerkt, dass mir die Turniere nicht mehr so viel Spaß machen und die paar Prozent, die man braucht, um gut zu trainieren, nicht mehr da waren.“
Habesohn blickt auf drei EM-Titel zurück: 2012 und 2018 mit Robert Gardos im Männer-Doppel, der dritte gelang mit dem Team 2015 in Jekaterinburg. „Für mich sind die Doppel-Erfolge ganz oben, zumal wir uns sehr gut verstehen und das erste Mal 2012 äußerst überraschend triumphiert“, erzählt er. Der Familienvater war bei fünf Olympischen Spielen dabei - 2008 in Peking noch als Ersatz, von 2012 in London bis 2024 in Paris kam er auch zum Einsatz. „Nun habe ich durch den Team-Rücktritt mehr Zeit für meine Familie und für mein Tischtennis-Projekt Spin City, das in Wien Alterlaa erfolgreich angelaufen ist.“
Williams-Schwestern verlieren bei Comeback, Zverev im Cincy-Achtelfinale
Wimbledon-Finalist Alexander Zverev hat beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati das Achtelfinale erreicht. Gegen den Franzosen Terence Atmane gewann der topgesetzte deutsche Tennis-Profi 7:6(4),7:6(6) und trifft nun auf den US-Amerikaner Tommy Paul. Beim Doppel-Comeback von Serena und Venus Williams hätte es fast einen Sieg der US-Legenden gegeben, am Ende verloren die Altstars knapp im dritten Satz. Eine Niederlage gab es auch für Lucas Miedler in der ersten Doppelrunde.
Der 44-jährigen Serena und der 46-jährigen Venus Williams fehlte nicht viel zum Sieg, fast hätten sie diesen nach Rückstand noch geholt. Gegen Marta Kostyuk und Peyton Stearns erreichten sie das Match-Tiebreak im dritten Satz und verloren 8:10. Ein Doppelfehler von Venus Williams beim Stand von 8:9 besiegelte die Niederlage im ersten Doppel der Stars seit den US Open vor vier Jahren. Ein gemeinsamer Auftritt dieses Jahr in Wimbledon war wegen einer Verletzung von Serena geplatzt. "Wir haben mitten im Match den Rost abgeschüttelt und angefangen, es zu spüren, und es hat wirklich Spaß gemacht. Es war wirklich cool, das wieder machen zu können", sagte Serena Williams.
Für die zuletzt in Gstaad und Kitzbühel siegreichen Doppelspezialisten Lucas Miedler und Marc Polmans ist gleich in der ersten Runde von Cincinnati das Aus gekommen. Österreichs Davis-Cup-Spieler und der Australier unterlagen Constantin Frantzen/Robin Haase (GER/NED) 4:6,6:7(3).
Nach Sturz bei Tour: Vingegaard beendet Saison
Der zweimalige dänische Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard wird in dieser Saison kein Rennen mehr bestreiten. „Er leidet immer noch an den Folgen des Schlüsselbeinbruchs, den er sich bei seinem Sturz bei der Tour de France zugezogen hat“, teilte sein Team Visma mit. Damit wird Vingegaard auch nicht bei der Rad-WM in Kanada vom 20. bis 27. September dabei sein. Er gewann vor der Tour die Fernfahrt Paris-Nizza, die Katalonien-Rundfahrt und obendrein den Giro d'Italia.
Der Tour-Sieger 2022 und 2023 hatte also bis zu seinem Sturz eine starke Saison. Mit dem Gesamtsieg der Italien-Rundfahrt vor dem Osttiroler Felix Gall siegte er mindestens einmal bei jeder der drei großen Rundfahrten. Erst sieben anderen Radprofis war dies zuvor gelungen.
Nach der Tour, die für den 29-Jährigen durch den Sturz auf der 15. Etappe endete, sei ohnehin eine Erholungsphase geplant gewesen. Durch die Verletzung habe sich der Beginn des Trainings verzögert, und es sei ihm nicht möglich gewesen, in der kommenden Zeit sein Spitzenniveau zu erreichen, wurde Vingegaard zitiert. Der Fokus liege auf der Zielsetzung für die kommende Saison, die er demnächst mit seinem Team besprechen werde. Vingegaard hatte im Vorjahr über ein Karriere-Ende nachgedacht. Er sagte in einem Interview, dass er im Jahr 2025 nicht glücklich gewesen sei und dann einige Dinge gemeinsam mit seinem Team geändert habe.
Potapova-Aus nach Niederlage gegen Stephens in Cincinnati
Für Anastasia Potapova ist das WTA-1000-Tennis-Turnier von Cincinnati nach dem ersten Auftritt schon wieder zu Ende. Nach einem Freilos in Runde eins verlor die als Nummer 24 gesetzte Österreicherin am Sonntag in der zweiten Runde gegen die US-Amerikanerin Sloane Stephens nach 75 Minuten mit 2:6,4:6. Die 25-jährige ÖTV-Akteurin unterlag im zweiten Duell mit der Ex-US-Open-Siegerin erstmals, 2023 hatte sie zum Auftakt der Australian Open in Melbourne 7:6,6:4 gewonnen.
Österreichs Nummer eins und WTA-25. will nun vor den US Open noch ein Turnier einschieben. Sie bestreitet das WTA-500-Turnier in Monterrey. Auch die in Ohio in Runde eins ausgeschiedenen Lilli Tagger und Sinja Kraus (Qualifikation) spielen vor dem am 30. August beginnenden, letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres noch in Mexiko.
AFBÖ-Frauen holten WM-Rang sechs
Das österreichische Frauen-Team hat die Flag-Football-WM in Düsseldorf auf Platz sechs beendet. Im Spiel um Platz fünf verlor Österreich gegen Gastgeber Deutschland mit 6:34. Die Top 3 der WM sind für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifiziert. Nächstes Ziel ist nun die EM 2027, wo zumindest das Finale erreicht werden muss, um im Olympiarennen zu bleiben. Dann würde es in einer Qualifikationsserie mit zehn Teams 2028 noch um drei Tickets gehen.
Preining am Nürburgring Dritter, Auer ausgeschieden
Thomas Preining hat am Sonntag im zwölften von 16 Rennen im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) wie am Vortag einen Podestplatz geschafft. Der Oberösterreicher musste sich im Porsche auf dem Nürburgring nach Rang zwei am Vortag diesmal den beiden Deutschen Marco Wittmann (BMW) und Tom Kalender (Mercedes) beugen. Gesamtleader Maro Engel (GER) und der zweite Österreicher, Lucas Auer, schieden aus.
Preining fehlt als Gesamtzweitem nur noch ein Punkt auf Engel, vier Rennen stehen noch aus. Nächste Station ist vom 11. bis 13. September der Sachsenring. „Ich habe es semigenossen, aber es hat Spaß gemacht“, meinte Preining, der im Finish auf Platz zwei liegend von Kalender noch abgefangen wurde und damit die virtuelle Gesamtführung abgeben musste. „Grundsätzlich bin ich über den Rennverlauf ultrahappy. Wir reisen mit nur einem Punkt Rückstand ab, wer hätte es gedacht.“ Der Sachsenring sei immer eine gute Strecke für ihn gewesen, orakelte er. Das Saisonfinale geht dann vom 9. bis 11. Oktober auf dem Hockenheimring in Szene, Preining wird im Kampf um seinen zweiten Gesamtsieg mitmischen.
Platz zehn: Mayer spielte Berglauf-Stärke im EM-Marathon aus
ÖLV-Rekordlerin Julia Mayer ist in einem starken Marathonrennen bei der Leichtathletik-EM in inoffiziellen 2:28:23 Stunden an die zehnte Stelle gelaufen. Auf dem Bergauf-Bergab-Kurs in der Innenstadt von Birmingham präsentierte sich die Niederösterreicherin in Topverfassung und taktisch gut eingestellt. Einen Start-Ziel-Sieg landete die Finnin Alisa Vainio im Championshiprekord von 2:22:26. Für Österreich war es das fünfte Top-Ten-Ergebnis in England.
Der Lauf über 42,195 km mit 700 Höhenmetern und vielen Kurven auf der achtmal zu absolvierenden 5-km-Schleife war eine muskuläre Herausforderung für die Athletinnen und Athleten, der eine spezielle Vorbereitung erforderte. Mayers Plan nach wochenlangem Training in der Höhe und mit entsprechend Höhenmetern war gewesen, defensiv in das Rennen zu gehen und sukzessive aufzuholen - was gut gelang.
Anfangs im Hintergrund, übernahm sie vor der 20-km-Marke die Führung der Verfolgergruppe. Nach 1:17 Stunden war das 40 Minuten hinter den Frauen gestartete Männerfeld erstmals an Mayer vorbeigegangen und das Event bekam den Charakter eines Citylaufes. Die Gruppe von zehn Läuferinnen rund um Mayer hielt lange zusammen, bei Kilometer dreißig büßte die 33-Jährige ein paar Sekunden ein, lag aber in Schlagdistanz.
Marathon künftig nicht mehr bei Freiluft-EM
In Birmingham hatte es zuvor als Topleistungen Platz fünf für Hürdensprinter Enzo Diessl, sechs für Dreispringer Endiorass Kingley, neun für die Frauen-Sprintstaffel und zehn für Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger gegeben.
Es war das letzte Mal, dass Marathonbewerbe im Rahmen von Freiluft-Europameisterschaften stattfanden. Die EM-Medaillen werden künftig in eigenen Veranstaltungen vergeben, das nächste Mal bereits am 17./18. April 2027 in Belgrad und damit am Wochenende des Vienna City Marathons.
Djokovic missglückt Rückkehr auf ATP-Tour in Cincy
Novak Djokovic hat keine gute Generalprobe für die in zwei Wochen beginnenden US Open abgelegt. Der 39-jährige Serbe verpatzte am Samstag sein Tour-Comeback beim ATP-1000-Event in Cincinnati gegen den Argentinier Thiago Tirante und verlor körperlich angeschlagen 6:2,4:6,4:6. Es war das erste Match von Djokovic seit dem Halbfinal-Aus gegen Jannik Sinner in Wimbledon. Der topgesetzte Deutsche Alexander Zverev hatte Mühe, besiegte den Briten Cameron Norrie aber 3:6,6:3,6:3.
Djokovic hatte nach einem sicher gewonnenen, ersten Satz massive Probleme mit der Hitze und musste sich im zweiten Satz auch übergeben. „Es ist einfach ein gesundheitliches Problem, das mir schon seit einigen Jahren zu schaffen macht“, sagte Djokovic. „Es gibt da viele Schwierigkeiten, besonders wenn es heiß und schwül ist. Ich hatte zwar damit gerechnet (dass es schwül sein würde), aber es kommen noch andere Faktoren wie Nervosität und Ähnliches hinzu, die die Situation verschlimmern - und genau das ist passiert.“
Befragt nach einer möglichen Rückkehr nach Ohio mit dann 40, ließ Djokovic aufhorchen: „Ich hoffe sehr, dass ich es tun werde, aber im Moment scheint es leider wahrscheinlicher, dass ich es nicht tun werde. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.“ Djokovic ist immer noch auf der Jagd nach seinem 25. Major-Sieg, der ihm den alleinigen Rekord sichern würde.

