Tschofenig gewann Sommer-Grand-Prix in Courchevel
Der Kärntner Daniel Tschofenig ist am Samstag mit einem Sieg im ersten von zwei Courchevel-Skispringen in den Sommer-Grand-Prix gestartet. Der Gesamtweltcupsieger 2024/25 verdrängte im zweiten Durchgang seinen auf Rang vier zurückgefallenen Landsmann Maximilian Ortner von der Spitze, der deutsche Olympiasieger Philipp Raimund wurde 1,7 Zähler hinter Tschofenig Zweiter. Stephan Embacher, Jonas Schuster, Stefan Kraft und Jan Hörl belegten die Ränge fünf, sieben, neun und 17.
Im Frauen-Bewerb wurde Hannah Wiegele Sechste und Julia Mühlbacher 16., es gewann die Norwegerin Anna Odine Ström. Für Sonntag ist je ein weiterer Bewerb angesetzt, die Serie wird im September in Rasnov in Rumänien und im Oktober in Klingenthal fortgesetzt und abgeschlossen.
Vollering übernahm Führung bei Tour de France der Frauen
Demi Vollering nimmt die Schlussetappe der Tour de France der Frauen im Gelben Trikot in Angriff. Die niederländische Topfavoritin hat am Samstag mit ihrem Sieg auf der vorletzten Etappe die Gesamtführung übernommen und geht mit einem Vorsprung von acht Sekunden auf die Polin Kasia Niewiadoma auf das Schlussstück am Sonntag mit Start und Ziel in Nizza. Die weit abgeschlagene französische Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prévot stieg vor der achten Etappe aus der Tour aus.
Vollering setzte sich auf dem Teilstück über 171,9 Kilometer von Sisteron nach Nizza mit einer scharfen Attacke am letzten Anstieg ab und rettete 17 Sekunden Vorsprung vor Elisa Longo Borghini aus Italien und Niewiadoma ins Ziel. Niewiadoma verlor damit das Gelbe Trikot, das sie erst am Vortag mit ihrem Sieg auf dem Mont Ventoux geholt hatte. Die Österreicherin Valentina Cavallar kam mit 9:14 Minuten Rückstand als 103. ins Ziel und liegt gesamt auf Rang 54 (+1:22:15 Stunden).
Wieder einmal herrscht damit bei der Frauen-Tour Spannung bis zum letzten Tag. Eine Konstellation, die die Männer derzeit nicht zu bieten haben. Die jüngsten drei Ausgaben hat der slowenische Weltmeister Tadej Pogacar mit großem Vorsprung gewonnen.
Schwärzler bei Polen-Challenger im Finale
Der Vorarlberger Joel Schwärzler hat am Samstag beim Hartplatz-ATP75-Challenger in Grodzisk Mazowicki/Polen das Finale erreicht und sich in der Tennis-Weltrangliste ein neues Karrierehoch gesichert. Von den Top 160 würde es bei einem Endspielsieg am Sonntag (13.00 Uhr) gegen den als Nummer vier eingestuften Italiener Andrea Guerrieri um rund weitere zehn Positionen nach vor gehen. Im Halbfinale besiegte der drittgereihte Schwärzler den Franzosen Mathys Erhard 3:6,7:6(5),6:4.
Martin feierte in MotoGP Sprint-Sieg in Silverstone
Jorge Martin hat mit einem Start-Ziel-Sieg im Sprint von Silverstone seine Führung in der MotoGP-Weltmeisterschaft ausgebaut. Der Spanier gewann auf Aprilia das Rennen über zehn Runden 1,53 Sekunden vor dem Japaner Ai Ogura und 3,97 Sek. vor seinem italienischen Teamkollegen Marco Bezzecchi. WM-Titelverteidiger Marc Marquez (Ducati) musste sich mit Rang neun begnügen. Der GP von Großbritannien steigt am Sonntag (14:00 Uhr/live auf ServusTV, Sky).
Martin hält nun bei 220 Punkten und 17 Zählern Vorsprung auf Ogura (203). Dahinter folgen Bezzecchi (193), Marquez (191) und Fabio Di Giannantonio (189). KTM-Pilot Pedro Acosta, im Sprint Sechster, steht als Siebenter bei 152 Punkten. Brad Binder kam am Samstag als Elfter ins Ziel.
Gall behauptete Burgos-Führung vor dem Schlusstag
Radprofi Felix Gall trennt noch eine Etappe von seinem ersten Rundfahrt-Sieg auf ProSeries-Ebene. Der Osttiroler verteidigte am Freitag bei der Burgos-Tour auf dem vierten Teilstück von Palazuelos de Muno nach Briviesca (178 km) seine am Vortag eroberte Spitzenposition. Der Giro-Zweite führt vor der abschließenden Bergankunft zu den Lagunas de Neila am Samstag aber weiter nur sechs Sekunden vor Giulio Ciccone. Der drittplatzierte Oscar Onley hat sieben Sekunden Rückstand.
Das vorletzte Teilstück gewann Matthew Brennan im Sprint, der Brite hatte auch schon den Auftakt für sich entschieden. Gall kam zeitgleich im Hauptfeld an. Der Decathlon-Kapitän hatte am Donnerstag mit dem Sieg seinen ersten Erfolg seit dem Königsetappentriumph bei der Tour de France im Juli 2023 gefeiert. Sein bisher einziger Gesamtwertungserfolg bei einem Etappenrennen datiert aus dem Jahr 2019, als der damalige Jungprofi die viertägige Istrian Spring Trophy gewann.
Halbfinal-Aus für Karl im K.o.-Sprintbewerb der EM
Langstreckenschwimmer Luca Karl hat am Freitag bei der EM in Paris im Freiwasser-K.o.-Sprint keinen Spitzenplatz geschafft. Der Salzburger stieg als Siebenter seines Vorlaufes (1.500 m) ins Semifinale auf, in dem er an der achten Position den Einzug in die Medaillenentscheidung verpasste. Die besten fünf der beiden Vorschlussrunden (1.000 m) kamen weiter, darauf fehlten Karl in seinem Lauf 0,6 Sekunden. Den Titel im Finale (500 m) sicherte sich der Ungar David Betlehem.
"Es ist natürlich ein wenig bitter, weil nur ein halber Armzug gefehlt hat, dass wir ins Finale schwimmen", sagte der gesundheitlich leicht angeschlagene Karl. Seine bisherige EM-Bilanz bewertete er aber positiv, der WM-Fünfte hatte über die olympischen 10 km Rang acht belegt. Über 5 km war er Neunter geworden. "Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir auch umgesetzt. Wenn es immer so leicht und erfolgreich gehen würde, wäre es schön. Aber ich bin sehr happy."
Kommende Woche wird er im Becken auch noch die 800 und 1.500 m bestreiten. "Momentan bin ich sehr leer. Jetzt schaue ich, dass ich mich in den nächsten Tagen gut erholen kann, damit ich im Becken auch an meine Zielzeiten anknüpfen kann", sagte Karl.
Knoll bei EM Achter vom Turm - Lotfi auf Rang zwölf
Die Österreicher Anton Knoll und Dariush Lotfi haben in Paris zum Abschluss der Wassersprung-EM-Bewerbe vom 10-m-Turm die Ränge acht und zwölf belegt. Der Vorjahresdritte Knoll lag am Donnerstag zur Hälfte des Finales auf Platz fünf, ein verpatzter vierter Sprung warf ihn aber zurück. Der Wiener kam auf 395,20 Punkte, sein Rückstand auf die Medaillenränge war groß. Lotfi erreichte am Ende des Finalfeldes 352,55. Gold ging mit 524,20 Punkten an den Russen Ruslan Ternowoi.
„Es war ein superspannendes Finale, ein super Wettkampf. Ich habe am Anfang eine gute Leistung gezeigt und am Ende dann leider etwas ausgelassen. Und das muss ich sagen, ärgert mich sehr, weil ich weit nach vorne hätte kommen können“, sagte Knoll. Im Synchronbewerb hatte er mit Lotfi Rang sieben erreicht, vom 3-m-Brett war Nikolaj Schaller an neunter Stelle ebenfalls ein Top-Ten-Platz gelungen. „Insgesamt war das eine sehr starke EM von uns. Zu dritt haben wir drei Finale erreicht und eine gute Platzierung im direkten Synchron-Finale geschafft“, sagte Knoll.
Im Vorjahr hatte er in Antalya mit Bronze Österreichs erste EM-Einzelmedaille bei den Männern vom Turm seit 1931 geholt.
Potapova in Toronto chancenlos gegen Switolina
Anastasia Potapova hat den Einzug ins Achtelfinale beim WTA-1000-Tennisturnier in Toronto klar verpasst. Österreichs Nummer eins musste sich am Donnerstag im Drittrunden-Duell mit der als Nummer neun gesetzten Ukrainerin Elina Switolina, die bei den Australian Open im Halbfinale war, mit 1:6,1:6 geschlagen geben. Damit kassierte die Weltranglisten-27. auch im zweiten Aufeinandertreffen mit Switolina nach jenem 2022 in der Runde der letzten 32 in Monterrey eine Niederlage.
Regen hatte das Programm ordentlich durcheinandergewirbelt, die Partie der auf Position 24 eingestuften Potapova hatte dadurch auch erst später als gedacht begonnen. Das Spiel war nach nur einer Stunde wieder beendet.
Weißhaidinger nach Hexenschuss fix für EM-Antreten
Lukas Weißhaidinger wird die Montag beginnende Leichtathletik-EM in Birmingham in Angriff nehmen. Nach dem in der Vorwoche erlittenen Hexenschuss bestand der Diskuswurf-Vizeeuropameister einen Fitness-Test in der Südstadt. „Birmingham kann kommen. Ich fühle mich konkurrenzfähig, meine Kraft- und Schnelligkeitswerte sind top, das Wurftraining war vielversprechend. Ich bin richtig erleichtert, dass ich mich jetzt wieder im Grenzbereich bewegen kann“, sagte der Oberösterreicher.
Zehn Tage lang plagte ihn die Muskelverhärtung im oberen Rücken, am Mittwoch absolvierte der ÖLV-Rekordhalter ein intensives Wurftraining, Donnerstag ging es zum Bankdrücken in die Kraftkammer – 200 Kilogramm wurden aufgelegt. Der Abflug nach Birmingham steht am Samstag auf dem Programm, die Qualifikation ist für Dienstag angesetzt. „Lukas hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Er ist bereit und kann angreifen“, sagte Trainer Gregor Högler.
Knoll und Lotfi zogen vom Turm ins EM-Finale ein
Die österreichischen Wasserspringer Anton Knoll und Dariush Lotfi haben das Pariser EM-Finale im Turm-Einzel erreicht. In einem 19-köpfigen Feld wurde Knoll mit 393,40 Punkten Zehnter, für Lotfi als Elftem ging sich mit 373,90 Zählern das Zwölfer-Finale mit gut sechs Punkten Abstand aus. Bester war der Deutsche Jaden Shiloh Eikermann Gregorchuk mit 486,50 Punkten. In der für 18.45 Uhr (live ORF Sport +) angesetzten Medaillenentscheidung geht es freilich wieder bei null los.
Zum Abschluss der Wassersprung-Bewerbe im Olympic Aquatic Centre sind es die rot-weiß-roten Finalteilnahmen drei und vier, nachdem Knoll/Lotfi gemeinsam vom Turm im Synchron-Bewerb Siebente sowie am Mittwoch vom 3-m-Brett Nikolaj Schaller Neunter geworden waren. Knoll ist aus 10 m Höhe wegen einer am Dienstag erlittenen, genähten Kopfwunde zu deren Schutz wieder mit schwarzer Badehaube gesprungen. Den gesamten Vorkampf über hielt sich der Wiener in den Top zwölf. Lotfi war nach vier von sechs Sprüngen 14., kämpfte sich im Finish aber gut zurück.
Knoll hatte im Vorjahr in Antalya mit Bronze Österreichs erste EM-Einzelmedaille bei den Männern vom Turm seit 1931 geholt, 2024 in Belgrad war er mit Lotfi im Synchro-Bewerb Europameister geworden.

