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Rodionov bei US Open gegen Mensik out, Ofner vor Pause

Für Jurij Rodionov sind die Tennis-US-Open nach der 2. Runde zu Ende. Der Niederösterreicher gewann gegen den als Nummer 17 gesetzten Tschechen Jakub Mensik am Donnerstag zwar einen Satz, verlor am Ende aber 3:6,6:3,2:6,3:6. Rodionov hatte nach drei erfolgreich gemeisterten Qualifikationshürden zum Auftakt auch den französischen Aufschlagspezialisten Giovanni Mpetshi Perricard mit einem überzeugenden 7:6(2),6:0,7:6(4) auf seine Abschussliste gesetzt. Gegen Mensik musste er sich dann mit Teilerfolgen begnügen.

Bald wird er wohl Österreichs bester Akteur sein, zumal Sebastian Ofner wieder eine längere Pause bevorsteht. Der bei den US Open in der 1. Quali-Runde gescheiterte Steirer gab via Instagram bekannt, dass er nach seinem geplanten Einsatz bei einem Challenger in Sevilla auf unbestimmte Zeit nicht mehr auf dem Court zu sehen sein wird. Einmal mehr machen ihm seine lädierten und schon mehrmals operierten Fersen zu schaffen.

Ofner: „Nicht mehr möglich, so weiterzumachen“

„Leider habe ich seit einiger Zeit wieder Schmerzen in meiner Ferse und an diesem Punkt ist es einfach nicht möglich, so weiterzumachen“, verlautete Ofner. Er werde verschiedene Ärzte und Spezialisten konsultieren. „Mein größtes Ziel ist es, dass es richtig heilt und ich hoffentlich wieder auf dem Platz stehen kann, ohne Schmerzen.“

Kein Österreich-Duell: Tagger schied aus

Nichts ist es aus dem erhofften Österreicherinnen-Duell in der 3. Runde der Tennis-US-Open geworden. Die 18-jährige Lilli Tagger bot am Donnerstag gegen Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova zwar eine starke Leistung, musste sich aber mit 3:6,6:3,1:6 geschlagen geben. Kurz zuvor hatte Anastasia Potapova mit einem 6:4,2:6,6:3 gegen die Französin Leolia Jeanjean zum zweiten Mal in ihrer Karriere die 2. Runde erfolgreich gemeistert. Nun wartet die Weltranglistenzehnte Anisimova.

Tagger startete nach ihrem Premierensieg in einem Grand-Slam-Hauptfeld famos in ihr Zweitrundenspiel, von zu großem Respekt vor der US-Amerikanerin war keine Spur. Zu Null nahm sie ihrer Gegnerin auf dem Grandstand den Aufschlag ab und stellte auch ohne Mühe auf 2:0. Anisimova fand dann aber in die Partie rein und sorgte mit einem Break zum 2:2 und einem weiteren zum 5:3 für die Wende.

Tagger nach 0:2 im 2. Satz bärenstark

Den Schwung nahm die Favoritin in den zweiten Satz mit, lag da schnell 2:0 vorne. Tagger zeigte aber großen Kampfgeist und erarbeitete sich bei 1:2 dank eines Rahmenballs plus Netzkantenglück auch einen dritten Breakball, den sie aufgrund eines Doppelfehlers ihrer Gegnerin zum 2:2 verwerten konnte. Anisimova wirkte frustriert und Tagger nutzte das Momentum. Mit starken Aufschlägen und druckvollen Schlägen brachte sie die Amerikanerin zur Verzweiflung, die Folge war ein weiteres Break zum 4:2. Wenig später servierte sie zum 6:3 aus.

Anisimova verließ kurz den Platz und wurde in der Folge wieder ihrer Rolle als Favoritin gerecht. Ein Qualitätsunterschied war plötzlich erkennbar, Tagger war in ihrem ersten Aufeinandertreffen mit einer Top-Ten-Spielerin teilweise machtlos. Immerhin konnte sie zum 1:5 noch einmal anschreiben. Nach 2:01 Stunden war die Niederlage im ersten direkten Duell fix. Trotz des Ausscheidens wird sich Österreichs Nummer zwei von Rang 45 weg wohl leicht verbessern.

Potapova mit fehlerhaftem Auftritt

Die als Nummer 24 gesetzte Potapova konnte zu Beginn an ihren souveränen Auftritt beim 6:2,6:2-Auftakterfolg über die Lettin Darja Semenistaja anschließen, gab auf dem Weg zu einer 2:0-Führung nur einen Punkt ab. Die in der Rangliste nur auf Position 127 liegende Französin legte ihre anfängliche Schwächephase aber ab und schaffte mit ihrer dritten Chance zum 3:3 das Rebreak. Potapova erarbeitete sich ihren Vorsprung mit dem Break zum 5:4 aber wieder zurück und ließ sich diesen diesmal nicht mehr nehmen. Mit etwas Bauchweh verwertete die 25-Jährige ihren dritten Satzball.

Den Schwung konnte sie aber nicht wirklich mitnehmen, ihr Spiel wurde immer fehleranfälliger. Jeanjean stellte mit einem Winner samt Break auf 4:2 und schaffte im zweiten Satz damit die Vorentscheidung. Nach drei "wilden" Fehlern bei Aufschlag von Potapova nutzte Jeanjean ihren zweiten Satzball, um auf 6:2 zu stellen. Österreichs Nummer eins verließ kurz den Platz, um sich wieder zu sammeln, und das zahlte sich aus. Potapova haderte plötzlich nicht mehr mit ihrem Spiel, zog dieses wie zu Beginn voll durch und stellte auf 2:0.

Matchball nach 2:11 Stunden verwertet

Wie auch in den Sätzen eins und zwei streute sie aber plötzlich wieder zahlreiche unerzwungene Fehler ein. Jeanjean brachte sehr viele Bälle zurück und wartete auf die Fehler, was sich bezahlt machte. Ihre dritte Breakchance verwertete sie zum 2:2. Potapova, die schon zuvor aus Enttäuschung laut aufgeschrien hatte, warf entnervt den Schläger weg. Doch auch die Leistung der Französin blieb sehr schwankend, dadurch kam Potapova bei 3:3 zu vier Breakbällen und nutzte den letzten davon, da sich ihre Gegnerin bei einem Ball an die Linie verschätzt hatte und diesen passieren ließ. Das war die Vorentscheidung. Potapova agierte wieder solide und verwertete nach 2:11 Stunden ihren ersten Matchball zu einem weiteren Break.

Am Ende standen 54 unerzwungene Fehler (zu 41) und 31 Winner (zu 12) in der Statistik. Beiden Akteurinnen unterliefen im ersten direkten Duell überhaupt gleich neun Doppelfehler. Potapova steht zum zweiten Mal nach 2024 in der dritten Runde. Will sie erstmals ins Achtelfinale einziehen, muss in der nächsten Partie sicher eine Steigerung her. Die einzigen beiden Spiele gegen Anisimova liegen lange zurück. Im Curitiba-Finale 2017 siegte Potapova, 2019 in der Rom-Qualifikation hatte die 25-jährige US-Amerikanerin das bessere Ende für sich.

Abbildung von: Kein Österreich-Duell: Tagger schied aus

Alcaraz bleibt auf Kurs

Carlos Alcaraz ist der nächste Schritt zur angestrebten Titelverteidigung bei den Tennis-US-Open gelungen. Der Spanier bestand am Mittwoch beim Grand-Slam-Turnier in New York auch die zweite Aufgabe nach seiner langen Verletzungspause souverän und hatte beim 4:6, 6:0, 6:3, 6:2 gegen den Portugiesen Jaime Faria nur im ersten Satz Probleme. Ebenfalls in die dritte Runde eingezogen ist die topgesetzte Belarussin Aryna Sabalenka nach einem 6:1, 6:1 über die Russin Polina Iatschenko.

Abbildung von: Alcaraz bleibt auf Kurs

Potapova schlug zum US-Open-Start Lucky Loser, Misolic out

Anastasia Potapova hat ihre Auftakthürde bei den US Open gemeistert. Österreichs Nummer eins setzte sich am Dienstag (Ortszeit) in New York gegen "Lucky Loser" Darja Semenistaja aus Lettland ungefährdet mit 6:2,6:2 durch. In der zweiten Runde trifft die 25-Jährige erneut als Favoritin auf die Französin Leolie Jeanjean oder die Niederländerin Arantxa Rus. Der Steirer Filip Misolic verlor bei seinem Comeback in Runde eins gegen den Argentinier Francisco Cerundolo 4:6,3:6,5:7.

Zittern bis nach Mitternacht: Zverev nahm Auftakthürde Sonego

Alexander Zverev, nach der Absage von Jannik Sinner bei den US Open topgesetzt, hat zum Start einen Kraftakt benötigt. Auf dem Weg in die 2. Runde des letzten Tennis-Grand-Slam-Turniers des Jahres rang der Deutsche den Italiener Lorenzo Sonego nach 4:53 Stunden in fünf Sätzen nieder. 6:4,3:6,6:7(7),7:5,6:4 - nach einem zwischenzeitlichen Leistungseinbruch durfte der French-Open-Sieger erst um 1.55 Uhr Ortszeit über einen Zittersieg jubeln.

In der Geschichte des Profitennis waren zuvor seit 1968 nur sechs topgesetzte Spieler bei einem Grand-Slam-Turnier bereits in der ersten Runde gescheitert. Diese historische Schmach konnte sich Zverev ersparen. Sonego, die Nummer 89 im Ranking, vermochte bisher einzig in Wimbledon mit dem Vorstoß in die 3. Runde einigermaßen zu überzeugen. Für Zverev geht es nun gegen den Franzosen Quentin Halys.

Auch Paris-Finalist Flavio Cobolli rettete sich nach einem Zweisatzrückstand noch in einen Fünfsatzsieg. Der als Nummer fünf gesetzte Italiener gewann gegen den Argentinier Francisco Comesana nach 4:13 Stunden 3:6,2:6,6:3,6:4,6:4. Um einiges kürzer war der Erstrunden-Auftritt von Elena Rybakina - trotz Fragezeichen im Vorfeld.

Rybakina mit Fragezeichen

In Cincinnati hatte sich die als Nummer zwei eingestufte Kasachin an der Achillessehne verletzt. "Ich habe die ganze Woche nicht gespielt, also sieben Tage kein Tennis und im Grunde auch nicht allzu viel im Fitnessstudio. Es ist also ein großartiges Ergebnis nach zehn Tagen seit dieser Art von Verletzung", sagte Rybakina nach dem 6:3,6:2-Erfolg gegen Thea Frodin (USA). In Flushing Meadows hat sie die Chance, die Belarussin Aryna Sabalenka als Weltranglistenerste abzulösen. Auch Publikumsliebling Coco Gauff ließ beim 6:3,6:4 gegen die Türkin Zeynep Sonmez nichts anbrennen.

Der letzte Erstrunden-Spieltag konnte auf den Nebenplätzen wegen Regens in New York erst mit knapp vierstündiger Verspätung gestartet werden.

Pogacar nach Vuelta-Aus am Schlüsselbein operiert

Radstar Tadej Pogacar ist nach seinem schweren Sturz bei der Spanien-Rundfahrt erfolgreich am gebrochenen linken Schlüsselbein operiert worden. Der Eingriff sei gut verlaufen, erklärte der Arzt des UAE-Teams, Adrian Rotunno, am Montagabend. Pogacar müsse aber noch ein paar Tage zur postoperativen Beobachtung in Barcelona im Krankenhaus bleiben. Ein Antreten im WM-Straßenrennen am 27. September in Montreal scheint ein schwierig zu gewinnender Wettlauf gegen die Zeit.

„Sobald er dazu in der Lage ist, wird Tadej nach Hause reisen, um dort unter der Aufsicht des medizinischen Teams mit seiner Genesung und Rehabilitation zu beginnen“, erklärte Teamarzt Rotunno. „Natürlich wäre es nicht leicht, sich bis zur WM zu erholen“, hatte Teamchef Mauro Gianetti bereits vor dem Eingriff betont. Ein Knochenbruch wie jener von Pogacar heilt üblicherweise in sechs Wochen, im Radsport gab es aber auch schon schnellere Comebacks.

Weiteres Programm offen

Pogacar, der zuletzt zweimal in Folge Weltmeister geworden war, war am Samstag auf der achten Etappe der Vuelta 30 km vor dem Ziel im Hauptfeld fahrend schwer gestürzt und hatte neben der Schulterverletzung auch einen stabilen Bruch des siebenten Halswirbels sowie eine Gehirnerschütterung erlitten. Das Aus des Topfavoriten hat die Chancen des aktuell drittplatzierten Osttirolers Felix Gall erheblich erhöht.

In diesem Jahr wollte Pogacar erstmals die Spanien-Rundfahrt gewinnen. Der fünfmalige Sieger der Tour de France war bei der Vuelta erst einmal, im Jahr 2019 als 20-Jähriger, an den Start gegangen und hatte Platz drei belegt. Neben der WM in Kanada wollte der bald 28-jährige Slowene in dieser Saison auch noch bei der Lombardei-Rundfahrt am 10. Oktober antreten. Den Klassiker in Norditalien hat er zuletzt viermal in Serie gewonnen

Auer holte mit Teamkollegen Titel im GT-Endurance-Cup

Der Tiroler Motorsportler Lucas Auer hat mit seinen deutschen Teamkollegen Maro Engel und Luca Stolz vorzeitig den Gesamtsieg im Endurance-Cup der GT-World-Challenge erobert. Dafür reichte den Winward-Mercedes-Fahrern am Sonntag beim Dreistunden-Rennen auf dem Nürburgring ein vierter Platz.

Über 130 Millionen Dollar: Scheffler löst Woods als Preisgeld-König ab

US-Superstar Scottie Scheffler hat Golf-Ikone Tiger Woods von der Spitze der Preisgeld-Rangliste verdrängt. Für seinen Sieg beim millionenschweren Saisonfinale der PGA Tour in Atlanta kassierte der 30-jährige Weltranglistenerste einen Scheck in Höhe von 10 Millionen Dollar (rund 8,63 Millionen Euro). Damit hat Scheffler nach Angaben der US-Tour bisher 130.390.661 Dollar (112 Mio. Euro) in seiner Karriere an Preisgeld eingespielt.

Mit seinem 22. Karrieresieg löste Scheffle Superstar Woods ab, der fast 26 Jahre lang das Ranking anführte. Allerdings hatte der 15-malige Majorsieger in seinen besten Jahren von 1997 bis 2009 nie um ein Preisgeld von mehr als 10 Millionen US-Dollar gespielt.

Woods gratulierte: "Historische Saison"

Die Gratulation des inzwischen 50 Jahre alten Woods ließ nicht lange auf sich warten. "Drei Siege, fünf zweite Plätze und zum Saisonende auf Platz eins. Das sind Zahlen, auf die man stolz sein kann. Eine unglaubliche Beständigkeit über die gesamte Saison hinweg. Herzlichen Glückwunsch zu einer historischen Saison, Scottie", schrieb der 15-malige Majorsieger auf der Plattform X.

Scheffler gewann im East Lake Golf Club mit einem Gesamtergebnis von 264 Schlägen vor dem Norweger Viktor Hovland und dem Amerikaner Ryan Gerard (268). Nach seinem Erfolg gönnte sich Scheffler erst einmal ein wohlverdientes Bier. "Drinnen gab es eine offene Bar und ich dachte mir: 'Na gut, ich hole mir ein Bier.' Es hat großartig geschmeckt", sagte Scheffler nach seinem zweiten Triumph beim Saisonfinale nach 2024. Österreichs Top-Ass Sepp Straka hatte die Qualifikation verpasst.

Odermatt fehlt verletzt in Chile

Ski-Star Marco Odermatt ist in der Vorbereitung auf die neue Alpin-Saison zurückgeworfen worden. Wie Swiss-Ski am Samstag mitteilte, hat sich der Gesamtweltcupsieger eine "kleine Muskelverletzung" zugezogen. Wie lange der Schweizer ausfallen wird und ob ein Start auf dem Rettenbachgletscher in Sölden am 25. Oktober in Gefahr ist, kommunizierte der Verband nicht. Fest steht, dass Odermatt am kommenden Montag nicht wie geplant gemeinsam mit dem Team nach Chile reisen wird.

Laut der Mitteilung klagte Odermatt während des Athletiktrainings in dieser Woche über Schmerzen. Die anschließenden Untersuchungen hätten die kleine Muskelverletzung zutage gefördert. Im Vordergrund stehe nun Therapie sowie Reha, schreibt Swiss-Ski. Sobald ein Training auf Schnee wieder möglich sei, werde die weitere Saisonvorbereitung neu geplant.

Höll raste zum fünften Downhill-WM-Titel in Serie

Die Salzburgerin Valentina Höll hat sich zum fünften Mal in Serie den WM-Titel im Downhill-Mountainbiken gesichert. Die 24-Jährige triumphierte am Samstag bei den Titelkämpfen in Val di Sole in Italien 1,728 Sekunden vor der Schweizerin Lisa Baumann. Bronze ging an die Britin Harriet Harnden (+ 2,046 Sek.). Die zweimalige Weltmeisterin und zuletzt zweimalige Silbermedaillengewinnerin Myriam Nicole aus Frankreich fehlte erkrankt.

Am Schauplatz ihres neuerlichen Triumphes war Höll 2021 ihr erstes WM-Gold vor Augen gestürzt, diesmal gelang der Saalbacherin aber wieder ein perfekter Lauf. Mit ihrem fünften WM-Gold zog Höll mit der Britin Rachel Atherton gleich, Rekordweltmeisterin ist mit neun Titeln die Französin Anne-Caroline Chausson. In der Vorwoche hatte sich Höll nach fünf Siegen in bisher sieben Rennen vorzeitig erneut auch den Gesamtweltcup gesichert.

Der Titel von Höll ist der zweite für Österreich bei der laufenden WM. Laura Stigger hatte im Cross-Country-Short-Track gewonnen, die Tirolerin zählt auch zum Abschluss am Sonntag über die olympische Distanz zu den Medaillenanwärterinnen.

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