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Sport aktuell

Live-Blog: Aktuelle Nachrichten aus der Sportwelt
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Normalschanzen-Titel an Wiegele und Schuster

Die Kärntnerin Hannah Wiegele und der Tiroler Jonas Schuster haben sich am Samstag in Stams die österreichischen Skisprung-Meistertitel von der Normalschanze geholt. Wiegele setzte sich klar vor Julia Mühlbacher und Luise Tritscher durch. Großschanzensiegerin Lisa Eder war nicht am Start. Schuster behauptete sich knapp vor Großschanzenmeister Stephan Embacher. Bronze ging an Clemens Aigner. Jan Hörl (4.), Stefan Kraft (6.) und Daniel Tschofenig (8.) gingen leer aus.

In der Nordischen Kombination gingen die Normalschanzen-Titel an die Steirerin Lisa Hirner und Stefan Rettenegger aus Salzburg. Hirner gewann nach 5-km-Skirollern in Seefeld vor Annalena Slamik und Anna Katharina Brandner. Rettenegger behauptete sich nach 10 km vor seinem Bruder Thomas und Paul Walcher.

Miedler/Oberleitner zogen ins Endspiel von Shanghai ein

Die österreichischen Davis-Cup-Spieler Lucas Miedler und Neil Oberleitner dürfen sich trotz einer noch letzten Aufgabe in China bereits über einen großen Erfolg freuen. Das neu formierte österreichische Tennis-Doppel erreichte das Finale beim ATP-Masters-1000 in Shanghai. Das Duo setzte sich in der Vorschlussrunde nach 1:15 Stunden gegen die Deutschen Jakob Schnaitter/Mark Wallner 7:5,6:3 durch. Im Finale am Sonntag warten Francisco Cabral (POR) und JJ Tracy (USA).

„Es war ein nervenaufreibendes Match. Wir sind nicht so gut gestartet, waren mit einem Break hinten. Aber das sind wir schon gewöhnt, wir sind ruhig geblieben und konnten das Rebreak machen. Ab dem Zeitpunkt waren wir das bessere Team, konnten unser Spiel gut durchziehen und den Schwung in den zweiten Satz mitnehmen“, sagte Oberleitner. Auch wenn es im zweiten Satz zwischendurch eng wurde, so wurden die Chancen genützt. „Hoffen wir, dass wir im Finale noch einmal eine gute Leistung bringen“, meinte Miedler.

Überraschendes Zverev-Aus im Halbfinale von Shanghai

Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev hat den Einzug ins Endspiel des Masters-1000-Turniers von Shanghai überraschend verpasst. Im Halbfinale am Samstag unterlag die zukünftige Nummer eins der Welt dem Spanier Alejandro Davidovich Fokina mit 7:5,4:6,3:6 und bescherte seinem Kontrahenten das erst zweite Finale auf diesem Niveau. Klar ist damit auch, dass Zverev den in der Weltrangliste führenden Jannik Sinner Ende Oktober in Wien noch nicht von der Spitze verdrängen kann.

Der Sprung auf den Thron ist Zverev aber in jedem Fall gewiss. Nach dem vorzeitigen Saison-Aus des bisherigen Weltranglistenersten Jannik Sinner und dem Ausscheiden von Carlos Alcaraz in Shanghai steht bereits fest, dass der Hamburger erstmals in seiner Karriere die Nummer eins der Welt wird, lediglich der Zeitpunkt ist noch offen.

Gegen Davidovich Fokina fand der 29-Jährige nach holprigem Start besser ins Spiel und hielt sich auch in schwierigen Situationen mit starken Aufschlägen. Knapp gewann er den ersten Satz mit 7:5. Im zweiten Durchgang erhöhte Davidovich Fokina den Druck und erzwang mit variantenreichem Spiel den Entscheidungssatz. Dort geriet Zverev mit 0:3 in Rückstand und erholte sich davon nicht mehr. Der Weltranglisten-26. Davidovich Fokina könnte sich damit zum ersten spanischen Sieger von Shanghai machen.

Brasilianer Camara ersetzt Ocon ab 2027 im Haas-Team

Der Brasilianer Rafael Camara fährt ab kommender Saison für das Haas-Team erstmals in der Formel 1. Der 21-Jährige erhielt einen Mehrjahresvertrag und ersetzt im US-Rennstall Esteban Ocon. Der Abgang des Franzosen war unlängst fixiert worden. Der aus der Ferrari-Akademie kommende Camara führt derzeit die Formel-2-Wertung an, im Vorjahr gewann er den Formel-3-Titel. Das zweite F1-Cockpit von Haas wird 2027 höchstwahrscheinlich weiterhin der Brite Oliver Bearman besetzen.

Alcaraz kommt in die Wiener Stadthalle

Die Veranstalter der Erste Bank Open in Wien melden einen Coup in (fast) letzter Minute: Carlos Alcaraz, die aktuelle Nummer 3 der Tennis-Weltrangliste, hat am Donnerstag für das mit 2,787 Mio. Euro dotierte ATP-500-Turnier in der Stadthalle zugesagt. Der 23-jährige Spanier schlägt zum insgesamt zweiten Mal nach 2021 in Wien auf und wird hinter Alexander Zverev als Nummer zwei gesetzt sein. Möglich wurde dies auch durch die Verlegung des Einladungsturniers "Six Kings Slam".

Nach der Verschiebung reagierte Turnierdirektor Herwig Straka schnell und kontaktierte das Management des Spaniers. "Dann ist alles sehr rasch gegangen und Carlos hat ohne großes Zögern für Wien zugesagt. Ich freue mich sehr, dass wir ihn in diesem Jahr bei den Erste Bank Open begrüßen dürfen. Er zählt zu den schillerndsten Spielern und Persönlichkeiten auf der ATP-Tour und zieht weltweit eine riesige Fangemeinde in seinen Bann. Dass Spieler wie Alexander Zverev, Jannik Sinner, der bekanntlich die laufende Saison leider schon beenden musste, und jetzt Carlos Alcaraz nach Wien kommen, ist nicht selbstverständlich und eine große Auszeichnung für das Turnier", betont Straka.

Alcaraz kommt als diesjähriger Australian-Open-Sieger nach Wien, hat zudem in Doha triumphiert und nach seiner rund viermonatigen Pause wegen einer Handgelenksverletzung auch den Siegerscheck in Tokio kassiert. Er wird am 24. Oktober in Wien eintreffen. Die Absage von Sinner hat freilich den Coup mitermöglicht, da die Spieler auch ordentliche Startgeldsummen erhalten. Nun kommen – nach aktuellem Stand – doch wieder insgesamt sechs Top-Ten-Spieler nach Wien: Neben Zverev und Alcaraz auch Daniil Medwedew (ATP-6.), Flavio Cobolli (7.), Alex de Minaur (9.) und Frances Tiafoe (10.).

Reinbacher von Montreal ins NHL-Team beordert

Die Montreal Canadiens haben Verteidiger David Reinbacher wegen Verletzungsausfällen vom Farmteam Laval Rocket in ihren NHL-Kader geholt. Bei der knappen 4:5-Niederlage der Kanadier am Mittwoch (Ortszeit) bei den Washington Capitals kam der 21-Jährige aber noch nicht zum Einsatz. In der vergangenen Saison war der Vorarlberger für die Canadiens zweimal aufgelaufen. Nach der Vorbereitung hatte Reinbacher den Sprung in den NHL-Kader verpasst, nun erhält er die nächste Chance.

Für die Canadiens, die im siebenten Saisonspiel die vierte Niederlage kassierten, geht es in der Nacht auf Sonntag mit einem Heimspiel gegen die Buffalo Sabres weiter.

Auftakt-Aus für Tagger in Wuhan nach enttäuschender Leistung

Lilli Tagger hat auch beim zweiten WTA-1000-Turnier in Folge gleich zum Auftakt verloren. Die 18-jährige Osttirolerin musste sich am Dienstag in Wuhan der Tschechin Nikola Bartunkova mit 6:7(4),6:2,1:6 beugen. Tagger vergab dabei im ersten Satz nicht weniger als fünf Möglichkeiten zur Satzführung. Schon in der Vorwoche hatte Tagger gegen die Rumänin Elena-Gabriela Ruse in Peking verloren.

Der erste Satz hätte eigentlich an Tagger gehen müssen: Sie führte nach einem Break bereits 3:1, hatte bei 5:4 den ersten von insgesamt fünf Satzbällen und war auch beim Aufschlag die bessere Spielerin. Bartunkova, die zuletzt gegen Sinja Kraus (6:0,4:6,6:3) im Peking-Achtelfinale mehr überzeugt hatte, rettete sich bei 5:6 nach Abwehr von vier Satzbällen nach 69 Minuten ins Tiebreak. In diesem nutzte die Tschechin dann bei 6:4 ihre erste Chance zum Satzgewinn.

Im zweiten Durchgang gelang Tagger ein Auftaktbreak. Dieses bestätigte sie diesmal nicht nur, sie schaffte ein weiteres zu Null zum 5:2. Der Satzausgleich entsprach dem Kräfteverhältnis. Doch im dritten Satz geriet Tagger rasch mit 0:3 in Rückstand, auch weil sie bei 0:2 vier Rebreakchancen nicht nutzen konnte. Österreichs Nummer zwei konnte sich danach nicht mehr fangen und verlor nach einer letztlich enttäuschenden Leistung noch glatt.

Wichers bleibt ein Hai

Der HC Innsbruck setzt weiter auf die Dienste von Quinn Wichers. Wie die Haie am Montagabend mitteilten, wurde der 29-jährige Kanadier nach erfolgreicher Tryout-Phase bis zum Saisonende verpflichtet. In bislang neun Partien verbuchte der Verteidiger einen Assist und überzeugte durch körperliche Präsenz und konsequente Defensivarbeit.

Alcaraz verlor in Shanghai, Zverev bald fix Nummer 1

Carlos Alcaraz ist am Montag überraschend schon in der dritten Runde des ATP-1000-Turniers in Shanghai ausgeschieden. Der Weltranglisten-Dritte unterlag dem zuletzt beim Davis Cup in Wien zu sehenden Belgier Zizou Bergs 5:7,6:7(4). Da zuvor auch Ben Shelton (USA) gescheitert war, sind nun die letzten theoretischen Chancen ausgemerzt: Alexander Zverev wird in den nächsten Wochen erstmals zur Nummer 1 aufsteigen und Jannik Sinner auf dem Tennis-Thron ablösen.

Der Italiener hatte wegen einer anhaltenden Knieverletzung zuletzt seine Saison vorzeitig beenden müssen und verliert sukzessive im Rest der Saison Punkte. Spätestens zu Saisonende wird Zverev in der Weltrangliste von ganz oben lächeln. „Es war eine fantastische Saison für mich - die Siege in Paris und New York und das Wissen, das Jahr als Nummer eins der Weltrangliste zu beenden, sind einfach ein wahr gewordener Traum“, sagte Zverev in einem Statement auf der ATP-Website. „Es stecken so viel Arbeit und Mühe darin, dieses Ziel zu erreichen, besonders nach der Rückkehr von der Knöchelverletzung. Ich freue mich darauf, die Saison gebührend abzuschließen.“

Und dies will er u.a. auch bei den Erste Bank Open in Wien tun. In der Stadthalle könnte sich Zverev schon vorzeitig die Nummer 1 sichern: Gewinnt Zverev das Turnier in Shanghai, reicht ihm in Wien ein Halbfinale, erreicht er in China das Endspiel, braucht er bei Österreichs größtem Tennisevent den Titel. Zverev wird damit der zweite Deutsche nach Boris Becker, der diese Position für insgesamt zwölf Wochen innehatte, zur Nummer 1. Becker war es aber nicht gelungen, die Saison auf dem „Thron“ abzuschließen, dies hat Zverev fix - und auch damit verbundene Bonuszahlungen.

Tiroler Springreiter Kühner gewann Weltcup-Auftakt in Oslo

Max Kühner hat den Auftakt in den Weltcup der Springreiter gewonnen. Der 52-jährige Österreicher blieb am Sonntag in Oslo auf EIC Up Too Jacco Blue im Stechen als einer von sechs Reiterinnen und Reitern fehlerfrei und war in 40,52 Sekunden klar der Schnellste. Bei dem mit 250.000 Euro dotierten Fünfsternbewerb landeten der Niederländer Harrie Smolders und der Schweizer Martin Fuchs auf den weiteren Plätzen.

„Es ist natürlich ein großartiges Gefühl, so in die Saison zu starten“, sagte Kühner, der mit dem 15 Jahre alten Wallach EIC Up Too Jacco Blue heuer schon auf der Global Champions Tour in Paris gewonnen hatte. „Auf den langen Distanzen verliere ich mit Jacco etwas an Tempo. Deshalb habe ich mich entschieden, einen Galoppsprung mehr zu machen und die Zeit in der nächsten Wendung wieder aufzuholen“, erklärte der Wahl-Tiroler. Die Strategie ging auf und brachte 20 Weltcuppunkte und 62.500 Euro Preisgeld.

Die Vorarlbergerin Katharina Rhomberg verzeichnete mit Cuma 5 einen Abwurf und landete auf Platz 15.

Sport aktuell

Holdener brach sich bei Trainingsunfall beide Kahnbeine

Die mehrfache Olympia- und WM-Medaillengewinnerin Wendy Holdener hat sich bei einem Unfall im Konditionstraining die Kahnbeinknochen an beiden Händen gebrochen. Wie der Schweizer Skiverband am Mittwoch bekanntgab, stürzte die 28-Jährige zu Wochenbeginn von einem Trainingsgerät und zog sich dabei Frakturen an den Handwurzelknochen zu. Sie fällt mehrere Wochen aus.

Holdener muss zwar nicht operiert werden, verpasst aber den Saisonauftakt Ende Oktober in Sölden. Ob sie einen Monat später in Levi antreten wird können, sei offen, so Swiss Ski.