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Wörgl bei „Finale dahoam“ nach Viertelfinal-Aus nur Veranstalter

Schwaz, Kitzbühel und Imst erreichten am Samstag das TFV-Cup-Halbfinale. Fügen gewann das Spitzenspiel der Tiroler Liga.

Von D. Lenninger und A. Moser

Den Traum, das Endspiel des Kerschdorfer Tirol-Cups nicht nur als Veranstalter, sondern auch als Finalist erleben zu dürfen, musste der SV Wörgl am Samstag begraben. Im Viertelfinal-Duell zweier Regionalligisten bezog das Team von Trainer Denis Husic eine 2:4-Heimniederlage gegen den SC Schwaz.

Dass die Cup-Spezialisten aus der Silberstadt weiter auf die Titelverteidigung spekulieren dürfen, lag neben einem guten Start auch an Neuzugang Sandro Neurauter, der das Toreschießen für sich entdeckt hat. Bereits beim Regionalliga-Abschluss gegen Hall treffsicher, schnürte der Ex-Profi der WSG Tirol einen Doppelpack. „Bei Standards ist er natürlich eine Waffe. Aber auch abgesehen davon nimmt er bei uns eine sehr zentrale Rolle ein“, weiß Schwaz-Trainer Akif Güclü um die Qualitäten seines Innenverteidigers.

Die Halbfinal-Auslosung wird auch der FC Kitzbühel mit Argusaugen verfolgen. Gegen die Wacker-Fohlen gewannen die Gamsstädter am Ende klar mit 3:0. Wacker-II-Trainer Mario Anfang war indes aber nicht unzufrieden mit der gezeigten Leistung seiner jungen Truppe: „Wir haben uns gegen eine gestandene Regionalliga-Mannschaft teuer verkauft.“

Die Cup-Reise geht auch für den SC Imst weiter, der sich gegen Kufstein mit 4:2 durchsetzte. Eine frühe Rote Karte für Gäste-Spieler Sahin Karayün (17.) sicherte den Oberländern eine lange Überzahl. „Das Spiel muss man dennoch erst gewinnen“, betonte mit Herbert Ramsbacher ein stolzer Imst-Trainer.

Fügen machte Big Points

In der Hypo Tirol-Liga holte sich indes Fügen „Big Points“ im direkten Duell mit Aufstiegskonkurrent Silz/Mötz: Gleich mit 5:1 gewannen die Zillertaler gegen die Oberländer und kletterten dank der besseren Tordifferenz wieder am punktegleichen SVI vorbei an die Tabellenspitze. „Noch ist nichts entschieden, nur die Positionen haben sich verändert“, griff Trainer Thomas Luchner etwaigen Träumereien entschieden vor. Trotzdem war Luchner mit der gezeigten Leistung gegen „einen starken Gegner“ hochzufrieden: „Wir haben schnörkellos nach vorne gespielt und unsere Stärken im Umschaltspiel gezeigt.“ Grund zum Feiern gab es für die Zillertaler gleich doppelt, denn die Zweiermannschaft (3:0 in Hochfilzen) steigt in die Bezirksliga auf – ein Vorbild und ein gutes Omen für die Kampfmannschaft?

Torfestival in Zams und drei Viertelfinal-Hits im Tirol-Cup

In der Hypo Tirol Liga gab es gestern ein Tor-Festival: Zams verlor knapp mit 4:5 (1:3) gegen Kirchbichl. Im zweiten Match des Abends feierte der SVI durch ein Tor von Julius Leonhard Heimpel (20.) einen knappen 1:0-Auswärtssieg in Zirl.

Heute ist im Viertelfinale des Kerschdorfer-Tirol-Cups mit drei Partien unter sechs Regionalliga-Vertretern Crunch-Time: Wörgl hat Schwaz zu Gast (14 Uhr), die Wacker-Amateure treffen in Hopfgarten (17) auf Kitzbühel und Imst fordert zuhause (18.30) Kufstein. (TT)

Vier Favoritensiege und eine große Überraschung

Imst, Wörgl, Schwaz, Kufstein und unerwartet Underdog Fügen komplettierten gestern das Viertelfinale des Kerschdorfer Tirol-Cups.

Von T. Mair und D. Lenninger

Innsbruck – Für eine Über­raschung sorgte Tirol-Ligist Fügen gestern im Achtelfinale des Kerschdorfer Tirol-Cups. Die Zillertaler eliminierten Regionalligist Telfs nach einem wahren Torfestival mit 6:4 (4:1).

„Ich bin absolut begeistert, es war ein Fest“,

jubelte Fügen-Coach Thomas Luchner, dessen Plan speziell in der ersten Halbzeit voll aufging:

„Wir haben konsequent verteidigt und waren auch in dieser Höhe verdient in Führung.“

Erst die Einwechslung des Telfer Ex-Profis Julius Perstaller brachte die Fügener ins Wanken. „Er hat uns seine Qualitäten mit drei Treffern gezeigt“, atmete Luchner am Ende dennoch auf, als Joker Mario Emberger nach einem Entlastungs­konter mit dem Tor zum 6:4 den Deckel drauf machte.

Knapp an einer Sensation schrammte Volders vorbei. Der Tirol-Ligist von Trainer Michael Streiter lag gegen Regionalligist Kufstein lange in Führung und musste sich letztlich erst im Elfmeterschießen geschlagen geben.

Mayrhofen (Landesliga Ost) war gegen Schwaz indes sofort auf verlorenem Posten. Ohne die beiden Topstürmer Ante Pinjuh und Josip Filipovic kassierte die Elf von Thomas Fiegl eine 0:4-Niederlage. Sein Gegenüber Akif Güclü sprach von einem „Pflichtsieg. Der Klassenunterschied war erkennbar.“

Nach einem 2:2-Remis in der regulären Spielzeit hatte Imst das Visier im Elfmeterschießen besser eingestellt als die unterlegenen Gäste aus Hall. Mit seinem erfolgreichen Versuch setzte der Imster Joshua Harold dem Nervenkrimi ein Ende. Zuvor hatten drei von vier Haller Schützen verschossen. Womit auch auf die Matchwinner-Rolle von Imst-Schlussmann Simon Stigger hingewiesen wäre.

„Wir hätten nach zehn Minuten eigentlich schon 3:0 führen müssen. Danach war es eine ausgeglichene Partie“,

haderte Imst-Chefbetreuer Herbert Ramsbacher mit der anfänglichen Torchancenverwertung. Hall-Trainer Josef Geisler lobte seine couragiert spielende Truppe und möchte die „positive Energie“ mit in die neue Spielzeit nehmen.

Die Regionalligisten Wörgl, Wacker II, Kitzbühel und die WSG Tirol Amateure komplettieren das Viertelfinale.

TFV-Cup und Unterhaus im Überblick:

Kerschdorfer Tirol-Cup, Herren, Achtelfinale:

  • Imst – Hall 5:3 n.E. (2:2, 2:2)

Tore: Tilg (17.), Prantl (38.) bzw. Mathias Gstrein (21., Elfmeter), Radonjic (33.). Gelb-Rot: Binder (85., Hall).

  • Umhausen – Wörgl 0:2 (0:1)

Tore: Kekez (2., 87.).

  • Mayrhofen – Schwaz 0:4 (0:2)

Tore: Burger (12., 30.), Vogler (48.), Kuen (80.).

  • Volders – Kufstein 4:5 n.E. (1:1, 1:0).

Tore: David Streiter (22.) bzw. Feichtner (79.).

  • Fügen – Telfs 6:4 (4:1)

Tore: Hussl (24., 31.), Bischofer (42.), Steiner (43.), Egger (48.), Emberger (80.) bzw. Tobias Kranebitter (17.), Perstaller (54., 58., 67., Elfmeter).

Damen, Achtelfinale:

  • Lechaschau – SVI 0:8 (0:6)

Tore: Rietzler (7., 32., 68.), Innerhuber (13., 30., 38.), Huter (36.), Kirschner (75.).

Bezirksliga Ost

  • Aschau – Wörgl II 2:0 (1:0)

Tore: Leitner (31., 49.).

  • Zell/Ziller – Brixlegg/R. 2:0 (0:0)

Tore: Hochstaffl (89.), Schnee­berger (92.).

  • Breitenbach – Schlitters 3:0 (1:0)

Tore: Dominik Hager (7., 80.), Ingruber (65.).

  • Ried/K. – Niederndorf 5:2 (0:2)

Tore: Söllner (46.), Empl (48.), Geisler (56.), Klocker (64.), Dengg (92.) bzw. Husic (12., 31.). Rot: Omeragic (39., Niederndorf).

Bezirksliga West, heute:

Patsch/Ellbögen – Wacker III 19.30 Uhr

Mit Glabonjat will Absam zurück zu altem Glanz

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Das dachte sich Stefan Danler, sportlicher Leiter des SV Absam, nachdem er unter der Woche Hans Glabonjat als neuen Trainer des Landesligisten vorstellen konnte, denn sowohl bei der ersten Anfrage vor zwei Monaten als auch bei der zweiten vor einem knappen Monat war das 50-jährige Trainer-Urgestein schon mit anderen Vereinen (einem Regional- und einem Tirolligisten) im Gespräch. Doch die Clubs zierten sich mit einer endgültigen Verpflichtung Glabonjats, weshalb er selbst einen Schlussstrich zog.

„Ich kann das nicht haben, bin kein Bittsteller mehr und kann auf 20 Trainerjahre in der Tiroler Liga verweisen“, hatte Glabonjat genug von der Hinhaltetaktik der Vereine.

So meldete er sich selbst in Absam und beendete die wochenlange Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Ahmed Duran. „Stefans (Danler, Anm.) Engagement war der ausschlaggebende Grund“ für den langjährigen SVI-Coach, der aufgrund des ersten Eindrucks die Infrastruktur am Absamer Sportplatz lobend erwähnt: „Es stehen gute Plätze zur Verfügung, auf denen man ordentlich arbeiten kann.“ Zumindest mittelfristig soll der Weg zurück in die Tiroler Liga führen. „Das muss der Anspruch des SV Absam sein, wir waren jahrelang in dieser Spielklasse“, unterstreicht Danler.

Dafür sollen neben der im Winter vollzogenen Rückkehr von Tomislav Tomic (WSG Tirol Anm.) weitere Verstärkungen an Bord geholt werden. Bis dato hatte Danler wenig Erfolg, denn „die Spieler wollen wissen, wer auf der Trainerbank sitzt“. Mit Routinier Hans Glabonjat hält der Absamer nun wieder mehr Trümpfe in der Hand. (tomi)

Ein Quintett ließ die Korken knallen

Der Restart im Tiroler Fußball-Unterhaus brachte in den Landesligen und den 1. Klassen vier frischgebackene Meister hervor. Und der SC Münster jubelte über die schönste Niederlage der Vereinsgeschichte.

Von Daniel Lenninger

Dass nach einer – zugegeben etwas längeren – Winterpause bereits am ersten Wochenende nach dem Wiederanpfiff im Fußball-Unterhaus die ersten Titel-Entscheidungen fallen, erscheint gewöhnungsbedürftig. Der Freude bei den betroffenen Clubs tat dies allerdings keinen Abbruch.

„Campeones, campeones, olé, olé, olé“, durfte auch die SPG Prutz/Serfaus (Landesliga West) nach dem 4:1-Auswärtssieg in Thaur anstimmen. Die Oberländer gewannen das noch ausständige Spiel der Corona-bedingt gewerteten Hinrunde und entthronten damit den IAC, der als Zweiter mit der Aufstiegs­relegation vorliebnehmen muss. Da aufgrund der strengen Einlasskriterien „nur“ rund 100 SPG-Anhänger das „Finale“ direkt an der Seitenlinie miterleben durften, organisierte der Verein kurzerhand ein Public Viewin­g in der Kantine. Der große Aufwand zahlte sich jedenfalls vollends aus.

Die Zweitvertretung des FC Kufstein behielt in der Landesliga Ost im Duell mit dem SC Münster die Nerven, feierte einen 1:0-Auswärtssieg und holte den Titel. Kurios: Weil der Meister nicht aufsteigen darf und die Verfolger Federn ließen, ist Münster Platz zwei – und damit der Aufstieg – nicht mehr zu nehmen. Nach der wohl schönsten Niederlage der Vereinsgeschichte benötigte Münster-Trainer Johannes Rieser ein paar Minuten, um den Frust in Euphorie zu verwandeln: „Aber dann ist uns klar geworden, was wir geschafft haben.“ Der Dritte Brixen zog dank eines Last-Minute-Treffers beim 1:1-Remis in Angerberg in die Relegation ein. Der Punkt reichte auch Angerberg zum Klassenerhalt, Kirchdorf musste wegen des schlechteren Torverhältnisses den Abstieg hinnehmen.

In der 1. Klasse West fixierte der SK Rum durch einen 12:1-Heimsieg über Nassereith ebenso den Meistertitel wie der FC Bad Häring in der 1. Klasse Ost. Vier Clubs genossen den Restart im Unterhaus in vollen Zügen.

Fohlen-Teams souverän im Cup-Viertelfinale

Etwas kurios sieht die Abschlusstabelle der Regionalliga Tirol mit nur neun absolvierten Spielen schon aus. Die Reichenau und Kitzbühel lösten als Erstplatzierte allerdings ein Fixticket für den ÖFB-Cup und dürfen im Sommer auf eine Kracher-Partie gegen einen Bundesligisten hoffen. Für die übrigen Regionalliga-Teams bleibt nun nur noch die Hoffnung, als Kerschdorfer-Tirol-Cup-Sieger das verbliebene ÖFB-Cup-Ticket zu lösen.

Am Innsbrucker ASKÖ-Platz empfing hierbei Landesliga-Aufstiegsaspirant IAC die Fohlen des FC Wacker. Auch wenn es am Ende nicht für einen Sieg des Underdogs gereicht hatte, zog Wacker-II-Interimscoach Mario Anfang seinen Hut: „Der IAC hat uns ordentliche Probleme bereitet. Am Ende müssen wir uns bei unserem Torhüter für den 3:1-Sieg bedanken.“

Die Amateure der WSG Tirol überraschten zeitgleich gegen Meister Reichenau. Die Rinker-Elf zerlegte die Innsbrucker mit 6:2. Das 1:0 erzielte Denis Tomic (5.) per sehenswertem Freistoß, danach spielte sich die Rinker-Truppe in einen Rausch. „So einen überzeugenden Auftritt habe ich von meiner Mannschaft erst selten gesehen. Sie haben sich heute für ihre harte Arbeit im Heimtraining belohnt“, beeindruckte Coach Martin Rinker vor allem der Fitnesszustand seiner Elf.

Kleine Randnotiz: Sollte die Zweier-Mannschaft des FC Wacker oder der WSG Tirol den Tirol-Cup-Titel holen, wären sie für den ÖFB-Cup nicht startberechtigt. Das Viertelfinale steigt nächstes Wochenende. (ludw)

In Wörgl wurde bei der Rückkehr doppelt gejubelt

Zwei Heimsiege eröffneten gestern die Regionalliga Tirol und das Unterhaus. Wörgl wird Austragungsort des Endspiels des Kerschdorfer Tirol Cups.

Von Thomas Mair

Ein gewisses Kribbeln war durchaus mit dabei, als mehrere Tiroler Unterhaus-Mannschaften erstmals im Jahr 2021 in einem Bewerbspiel den Rasen betraten. Obwohl es in den meisten Fällen nur um die sprichwörtliche goldene Ananas ging, „war es eine lässige Geschichte, das Ambiente im Schwazer Sportareal zu spüren“, wie Hall-Trainer Josef Geisler bestätigte.

Trotz der positiven Gefühle kassierte seine Elf zum Start eine 0:3-Niederlage in der Regionalliga Tirol gegen Schwaz. Dabei feierte der Neo-Silberstädter Sandro Neurauter mit einem Kopfballtreffer einen perfekten Einstand, während Manuel Wildauer zu seinem persönlichen Abschied seine Elf als Kapitän auf das Feld führen durfte. Der 27-Jährige wurde offiziell verabschiedet, er absolviert ein Auslandsstudium auf Hawaii. „Der Auftakt ist gelungen und es hat sich zum Glück niemand verletzt“, resümierte Schwaz-Coach Akif Güclü, der mit einem Auge auf das Cupduell in Mayrhofen am kommenden Dienstag schielte.

Eine erfolgreiche Generalprobe für das Cup-Achtelfinale gelang auch dem SV Wörgl mit einem 2:1-Derbyerfolg gegen Kufstein. „Es war ein Derby und es hatte ein gutes Niveau“, streute Wörgls Trainer Denis Husic den 22 Akteuren am Feld Rosen und weint dennoch dem nicht mehr zu erreichenden Meistertitel hinterher. „Nach Verlustpunkten wären wir Erster, wahrscheinlich hätten wir den Titel gewonnen“, meinte Husic, der nun sein Augenmerk auf den Cup legt.

Nachdem am Freitag verkündet wurde, dass das Endspiel des Kerschdorfer Tirol Cups in Wörgl ausgetragen wird, ist die Motivation bei den Unterländern noch gestiegen. „Das Finale ist für uns noch wertvoller geworden. Wir müssen alles geben, dass wir das schaffen“, sprach der 43-Jährige von einer besonderen Bedeutung für seinen Verein.

Regionalliga Tirol:

  • Schwaz – Hall 3:0 (3:0). Tore: Burger (21.), Neurauter (35.), Probst (39.).
  • Wörgl – Kufstein 2:1 (0:0). Tore: Tore: Schöpf (55., 68.) bzw. Sadler (86.).

Hypo Tirol Liga:

  • Söll – Kundl 1:0 (0:0). Tor: Michael Präauer (78.).
  • Zams – Fügen 1:2 (0:1). Tore: Tore: Rossetti (54.) bzw. Hussl (15.), Höllwarth (66.).
  • Samstag: SVI – Ebbs, Volders – Natters (15), St. Johann – Union (16).

Gebietsliga Ost:

  • Kössen – Pillerseetal 0:3 (0:2)

1. Klasse Ost:

  • Ebbs II – Bad Häring 1:4 (0:2)

2. Klasse West:

  • Hatting-Pettnau – Völs II 6:0 (4:0)

Das TFV-Präsidium spielt im Unterhaus weiter auf Zeit

Bei der Präsidiumssitzung des Tiroler Fußballverbandes wurde am Montag die Vorgangsweise bestätigt, dass man bezüglich der Frühjahrsmeisterschaft im heimischen Unterhaus noch zuwarten werde. Um den Spielverderber Coronavirus doch noch auszutricksen.

„Ich bleibe zuversichtlich, dass wir noch fertigspielen können, um zu einer Wertung zu kommen“, hofft TFV-Präsident Josef Geisler, dass man nicht wie im Frühjahr 2020 erneut eine wertungslose Saison ohne Auf- und Absteiger abschließen muss.

Die Frage der Vorlaufzeit, wie lange ein Mannschaftstraining im Vollkontakt vor dem ersten Pflichtspiel nötig ist, bleibt bestehen. Und Geisler nennt eine weitere Gretchenfrage:

„Wie gehen wir vor, wenn beispielsweise alle Klassen außer einer fertiggespielt (damit ist von der Tiroler Liga abwärts die Hinrunde aus dem Herbst gemeint; Anm.) werden können? Da müssten wir eine Regelung finden, die dieser Ausnahmesituation Rechnung trägt.“

In so einem besonderen Fall müsse man gegebenenfalls über Aufstockungen diskutieren.

Bei den erneuten Absagen großer Nachwuchsturniere (Coca-Cola- und Cordial-Cup) blutet dem Tiroler Verbandsoberhaupt das Herz, vom Erwachsenen-Amateur-Fußball sprechen nach Wochen des Wartens ernüchtert nur noch wenige. (lex)   

Talk des SC Imst: Wie geht’s weiter mit Tirols Amateur und Breitensport?

Geisler signalisiert leichte Zuversicht

Der erste mit dem heutigen Montag anvisierte Trainingsstart, um alle 18 Regionalliga-Tirol-Runden und somit eine vollständige Wertung vor dem geplanten Play-off mit Salzburg und Vorarlberg über die Bühne zu bringen, fällt flach. Das würde – vorausgesetzt, es kann nächste Woche das reguläre Mannschaftstraining beginnen – bedeuten, dass in der Regionalliga nur 80 Prozent der Spiele (= 14 Runden) über die Platzierung entscheiden.

„Wir müssen uns an dem, was wir vorgegeben haben, messen lassen, bleiben für Wünsche der Clubs, sofern eine breite Mehrheit besteht, aber natürlich offen“, erklärt Josef Geisler, der Präsident des Tiroler Fußballverbandes.

Das TFV-Oberhaupt weckt bei allen Unterhaus-Fans die Hoffnung, dass die Kugel im Frühjahr (bald) rollt:

„Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Training in dritter und vierter Leistungsstufe (Tirol- Liga) nächste Woche beginnen können.“

Der Rest soll dann Anfang/Mitte März folgen, um bis Ende Juni fertigspielen zu können. (lex)   

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