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Unterhaus-Blog

Zwischen Zweikampf und Kantinengeflüster: Der TT.com-Unterhaus-Blog

Tirols Amateur-Kickerinnen und -Kicker jagen Woche für Woche quer durchs ganze Land dem runden Leder hinterher. Mit dem TT.com-Unterhaus-Blog seid ihr auf dem Platz und abseits des Rasenvierecks mit dabei!

⚽📊 Alle Ergebnisse und Tabellen gibt's hier: www.tfv.at

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Coach Schneeberger und Torjäger Kostenzer sind wieder am Markt

Das Fußball-Unterhaus schläft auch in Corona-Zeiten nie. Im Tiroler Unterland gibt’s in der Winterpause zwei vorzeitige Abschiede. Der SV Kirchbichl trennte sich von Langzeit-Coach Paul Schneeberger und Peter Kostenzer, langjähriger Torjäger von Regionalligist Wörgl, sucht eine neue Herausforderung.

Trainerkarussell: „Ich habe vor fünfeinhalb Jahren als junger Coach das Vertrauen in Kirchbichl bekommen. Es war lässig. Der Herbst war nicht wirklich gut, aber wir haben ihn zu Ende gebracht, und man lernt auch viel dazu, wenn es einmal nicht so läuft. Ich bin niemandem böse“, geht Pauli Schneeberger (42) in Frieden beim Tirol-Ligisten.

Edelroutinier: Weil die Familie und Sohn Theo (11 Monate) das Wichtigste sind, haben sich die Trainings- und Einsatzzeiten bei Kostenzer reduziert.

„Ich will nicht aufhören, sondern etwas leisertreten. Ich bin topfit, spiele locker bis 40“,

lacht der 35-Jährige und will sich etwas weiter unten beweisen. Der Modellathlet wäre für viele Klubs eine Bereicherung. (lex)

Grünes Licht für Cupspiel der Reichenau

Im Tiroler Fußball-Unterhaus ist nur noch die SVG Reichenau aktiv. Der Innsbrucker Regionalligist hält aufgrund der aktuellen Teilnahme am ÖFB-Cup noch eine Trainingsermächtigung. Und nun steht auch der neue Spieltermin für das schon mehrmals abgesagte Zweitrunden-Heimspiel gegen Zweitligist BW Linz fest: Nachdem zwischen den beiden Vereinen schon Einigung bestand, bestätigte auch der Österreichische Fußballbund am Freitag den Anstoß am 14.11. (16 Uhr). „Ich bin guter Dinge, wenngleich in diesen Tagen ja keiner weiß, was passiert“, schließt der nimmermüde SVR-Obmann Gernot Amoser, um weiterzukurbeln. (lex)   

Nach fast 1000 Spielen: Schiri Fischer wechselt auf die Trainerbank

  • Schiri wird Coach! Mit 967 geleiteten Spielen gilt Reinhold Fischer im Tiroler Unterhaus als alter Hase. Der Regionalliga-erprobte 35-Jährige tauscht in der Winterpause allerdings die Schiedsrichter- mit der Trainer-Pfeife. Gemeinsam mit Clemens Thurner übernimmt Fischer das Kommando bei der „Zweier“ des SC Imst (BLW), wo er bereits einige Jahre als Nachwuchs-Coach auf dem Buckel hat.
  • Trainer-Suche! Ex-Profi Marcel Schreter führt aktuell Gespräche mit dem SV Haiming (GLW). Die Ötztaler sind auf der Suche nach einem Trainer-Nachfolger für den scheidenden Thomas Schiestl auf den Ex-Profi gestoßen. Ein Vollzug wurde bisher noch nicht vermeldet, dürfte aber nicht mehr lange auf sich warten lassen. Schreter spielte bis zuletzt für den SV Telfs und führte die „Zweier“ des Regionalligisten in der 1. Klasse West auf Platz eins.
  • Absagen! In der Gebietsliga Ost mussten am vergangenen Wochenende gleich vier der insgesamt sieben Spiele abgesagt werden. In den drei stattfindenden Partien fielen dafür gleich 18 Tore.
  • Doppelt treffsicher! Einen Torriecher der besonderen Art bewies Clemens Leiter (Umhausen/GLW) beim 6:1 gegen Stams: Der Ötztaler erzielte nicht nur in der 80. Minute das 5:0 für sein Team, sondern auch noch den Ehrentreffer des Gegners (89.).
  • Zu früh gefreut! Die leidgeprüfte Union stand am Samstag in der Hypo Tirol Liga kurz vor dem ersten Sieg seit zwei Monaten. Die 2:1-Führung bis kurz vor Schluss reichte allerdings nicht: Durch einen späten Doppelpack gewann Mils noch mit 3:2 und verdarb den Innsbruckern damit den Hinrunden-Ausklang.
  • Baby-Pause! Nach dreieinhalb Jahren verlässt Manuel Hotter in der Winterpause die Trainerbank von Landesliga-Ost-Club FC Buch. Aus erfreulichem Grund: Hotter erwartet Familienzuwachs. Sein Highlight war die letztlich verlorene Aufstiegsrelegation gegen Natters im Juni 2018.   

Angstgegner Corona prägte das Unterhaus

In Anbetracht des über der Hinrunde schwebenden Damoklesschwertes eines möglichen erneuten Abbruchs der Meisterschaft überwiegt bei den Unterhaus-Protagonisten wohl die Freude darüber, überhaupt so lange die Kugel rollen lassen haben zu dürfen. Die Zahlen zu einem Unterhaus-Herbst der besonderen Art:

0 Punkte: Die Kampfmannschaft der Zirler war sogar mit Minuspunkten in die Saison gestartet, konnte mittlerweile aber wiederholt anschreiben. Die „Zweier“ der Oberländer (BLW) stehen unterdessen wie auch Radfeld (BLO) am Ende des Herbstes weiterhin mit leeren Händen da.

9 Spiele: Eine Konstante in einer unberechenbaren Hinrunde waren unzählige Absagen. Am wenigsten oft auf den Platz durften Zell am Ziller und Schlitters (jeweils Bezirksliga Ost) mit je nur neun Auftritten im Herbst.

10 Siege: Telfs II (1. Klasse Ost) legte mit zehn Siegen in Serie den längsten Erfolgslauf der Hinrunde hin.

58 Tore: Auch bei den treffsichersten Teams ist Telfs II zu finden, Breitenbach (BLO) brauchte für die gleiche Anzahl geschossener Tore aber sogar noch ein Spiel weniger.

19 Treffer: Nach drei Jahren beim FC Buch in der Landesliga Ost kehrte Christian Landl im Sommer wieder zu seinem Heimatverein SV Stans zurück. In der 2. Klasse Mitte lehrte er die gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten und erzielte 19 Tore – die meisten aller Unterhaus-Kicker. 18-mal setzten Mario Steiner (Stumm/Landesliga Ost) und Gerhard Hainz (Uderns/2. Klasse Mitte) zum Torjubel an. (a.m., dale)   

Überraschungsteam stellten Favoriten ein Bein

Den Herbstmeistertitel vor Augen, hätte Münster die beiden Nachtragsspiele in der Landesliga Ost wohl gerne noch bestritten. Dass die Unterländer Lockdown-bedingt als Zweiter in die Winterpause gehen, kann die Freude bei Münster-Coach Johannes Rieser nicht schmälern: „Wir haben einen wahnsinnig tollen Herbst gespielt.“ Und das in der ersten offiziellen Landesliga-Saison der Vereinsgeschichte.

Als Tabellenführer überwintert nun also die „Zweier“ des FC Kufstein – mit einem Spiel mehr auf dem Konto. „Die Jungs haben unglaublich gute und konstante Leistungen abgerufen“, zeigte sich Kufstein-II-Chefbetreuer Paul Handle stolz.

Das Duo hat damit den Favoriten Mayrhofen (3.) und Brixen (4.) ein Bein gestellt. Ein spannungsgeladenes Fußball-Frühjahr ist dank der beiden Überraschungsteams aber mehr denn je garantiert. (dale)   

IAC an der Spitze, aber Prutz/Serfaus lauert

Neun Siege und vier Unentschieden sind eine Ausbeute, die den anspruchsvollen IAC in der Landesliga West zufrieden stellt. Ein kleiner Wermutstropfen: Verfolger Prutz/Serfaus muss noch ein Nachtragsspiel absolvieren und hätte den Tabellenführer damit noch heuer vom Thron stoßen können. „Dank“ des Lockdowns darf der IAC aber als Spitzenreiter überwintern. „Ich bin stolz auf die Truppe. Es war nicht immer leicht, mit dem Druck umzugehen“, verteilte IAC-Trainer Michael Messner ein Pauschallob.

Auch vor den Leistungen von Prutz/Serfaus ist der Hut zu ziehen. Dass sich die Oberländer im Sommer hochkarätig (Mimm, Mark, Krismer) verstärkten, trug Früchte.

Den besten Punkteschnitt kann hingegen Reutte-Neo-Trainer Aleksandar Matic vorweisen, der nach seiner Bestellung in sieben Spielen 19 Punkte holte. (dale)

Tiroler Liga zieht Bilanz: Eine Hinrunde mit wenigen Verlierern

Von Alois Moser

Innsbruck – Eine Woche zu früh kam der erneute Lockdown inklusive Amateursportverbot für die Akteure in der Hypo Tirol Liga: Die Abschlussrunde am kommenden Wochenende fällt nun ins Wasser. Aber auch so haben alle Mannschaften mindestens 12, mit Mils und Kirchbichl sogar zwei Teams alle 14 Runden absolviert. Mit der (verlängerten) Winterpause dürften die meisten Beteiligten mit dem Blick auf die Tabelle aber mehr oder weniger zufrieden sein:

  • Kampf um den Aufstieg: Mit Silz/Mötz hat sich der große Favorit den Herbstmeistertitel geholt. Mit 29 Punkten liegen die Oberländer klar vor dem jeweils mit 25 Punkten gleichauf liegenden Verfolgertrio Fügen, Kundl und SVI. Während Fügen neben dem Tabellenführer schon im Vorfeld der Saison als einer der Mitfavoriten gehandelt worden war, sind die Höhenflüge der zwischenzeitlich von einer Quarantäne gebeutelten Kundler und des neuformierten SVI überraschend.
  • Breites Mittelfeld: Der Großteil der Liga zwischen dem Fünften Mils (21 Punkte) und dem 13. Kirchbichl (14) hat sich in einem extrem breiten Mittelfeld mehr oder weniger gut eingerichtet. Besser im Falle von Mils (5.), mit 39 Toren auch das treffsicherste Team des Herbstes, sowie dem starken Sechsten Natters und den tabellarisch völlig gleichauf liegenden Volderern. Weniger gut bei den im Verlauf des Herbstes doch enttäuschenden Kematern (11.) und den zu Beginn der Saison lange sehr schwer in die Gänge gekommenen Kirchbichlern (13.).
  • Tabellenkeller: Die mit Minuspunkten in die Saison gestarteten Zirler haben es geschafft: Sie stehen mittlerweile nicht nur bei vier Zählern, sondern haben mit den schwer mit Personalsorgen kämpfenden Söllern auch noch ein Team hinter sich gelassen. Den Unterländern, die mit 11:53 auch das mit Abstand schlechteste Torverhältnis aufweisen, gelang zudem im ganzen Herbst kein einziger Sieg. Auch die Union steckt weiter im Keller fest.

Wertung bleibt Fragezeichen

Zum nun wohl endgültigen Jahresabschluss im Unterhaus wurden den Fans in der Regionalliga Tirol 22 Tor­e serviert. Die große Unbekannte bleibt indes die Wertung des Herbstes, zumal etwa Kufstein noch nie gegen Wörgl gespielt hat und ein Duell zwischen Schwaz und Hall ebenso aussteht. Hier eine objektive Entscheidung zu treffen, scheint schier unmöglich.

„Wir warten einmal ab“, sieht sich Kitzbühels Trainer Bernhard Hanser als Tabellenführer in einer guten Ausgangslage. Neben einer Wertung nach neun bzw. 14 Runden sei Gerüchten zufolge auch ein Play-off der ersten vier möglich.

Ob ein Finaldurchgang mit jeweils zwei Teams aus Vorarlberg und Salzburg zustande kommt, ist ebenso fraglich. Und nicht nur Kufstein-Coach Jasmin Omahic ist froh, „in dieser Situation keine Entscheidungen treffen zu müssen“. (tomi)   

Umhausen prolongierte Serie

Seit sieben Ligaspielen war Umhausen in der Gebietsliga West ungeschlagen. Und auch gegen Stams ließ die Gritsch-Elf nichts anbrennen. Andreas Spillmann (rot) und Co. feierten einen souveränen 6:1-Sieg. Bleibt aus Ötztaler Sicht nur zu hoffen, dass die Winterpause dieser Serie keinen Abbruch tut.   

Tiroler Gipfelstürmer

Mit zwei Siegen (U 16 und U 18) gegen die Alterskollegen von Rapid klopfen die Teams der Tiroler Fußball-Akademie weiter oben an.   

Von Alex Gruber

Schwaz – „Es war ein Sieg für Herwig“, lachte Tirols AKA-U18-Coach Andi Spielmann nach dem 3:2 gegen Rapid das Herz. Co-Trainer Brunner wurden zum 47. Geburtstag drei Punkte und die Tabellenführung serviert, weil laut Spielmann u. a. Paul Schermer im Tor glänzte und sich eine taktische Umstellung bezahlt machte. „Wir möchten in die Youth League“, scherzte Spielmann, der im ältesten Segment der Tiroler Talenteschiene viele Talente oft früh Richtung Kampfmannschaften (Wacker, WSG) verliert. Wenn sich einer wie David Jaunegg dann aber beispielsweise bei der WSG Tirol in der Regionalliga etabliert, läuft alles richtig. In der U18 brilliert mit Benedikt Huber ein 15-jähriger Spieler mit Baujahr 2005.

Als 3:1-Sieger über Rapid ging in Schwaz auch die U16 von Coach Michael Baur vom Platz: „Es macht Spaß zuzuschauen, wie die Jungs von Tag zu Tag dazulernen.“ Die Entwicklung sei wesentlich, der Blick auf die Tabelle gehöre dazu: „Zur Entwicklung in Richtung Profifußball gehört es ja auch, Ergebnisse zu landen und eine Siegermentalität zu entwickeln“, streicht der 40-fache ÖFB-Teamspieler hervor.

Die Jüngsten (U15) standen beim 0:4 gegen Rapid auf verlorenem Posten, drei Stammspieler (Pfluger, Azizi, Hechenblaikner) liefen in der U14-Bundesländermeisterschaft gegen Vorarlberg auf. Und dann gewann die Tiroler Auswahl dank Treffern von Kamran Aziz­i, Claudio Schöpf und Elias Tschiderer mit 3:2 (1:0). Die TFV-Mädchen siegten dank einem Goldtor von Hannah Fankhauser mit 1:0. Es war ein starker Talente-Samstag.

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