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St. Pöltens Frauen zeigten auch Austria Grenzen auf - 4:0

Serienmeister St. Pölten hat seine Vormachtstellung in der Frauen-Fußball-Bundesliga untermauert. Der Titelverteidiger behielt am Freitagabend zum Auftakt der 4. Runde im Schlager gegen Austria Wien deutlich mit 4:0 die Oberhand. Damit sind die Niederösterreicherinnen, die schon vor der Pause dreimal trafen, weiter makellos unterwegs, ihr beeindruckendes Torverhältnis lautet 29:0. Die Austria ist nach der zweiten Saisonniederlage sechs Zähler hinter dem Spitzenreiter Dritter.

Lustenau setzte Erfolgslauf in 2. Liga mit 5:0-Sieg fort

Austria Lustenau hat sich vom Out in der 2. Cup-Runde gegen Regionalligist Weiz nicht aus der Bahn werfen lassen. Die Vorarlberger feierten am Freitag im Spiel der 9. Runde der 2. Fußball-Liga gegen die Juniors Oberösterreich einen 5:0-Erfolg und gewannen damit zum fünften Mal in Folge. Insgesamt war es Sieg Nummer acht im neunten Anlauf, womit die Lustenauer mit nun 24 Punkten weiter klar die Tabelle anführen. Erster Verfolger ist der nicht aufstiegsberechtigte FC Liefering.

Die sechs Punkte zurückliegenden "Jungbullen" behielten in Wals-Siezenheim gegen Dornbirn mit 4:2 die Oberhand. Einen Zähler dahinter neuer Dritter ist Blau-Weiß Linz. Der Titelverteidiger bezwang Horn mit 3:1. Am anderen Ende der Tabelle durfte sich Bundesliga-Absteiger St. Pölten mit einem überraschend deutlichen 4:0 im Niederösterreich-Duell mit Amstetten über den erst zweiten Saisonsieg freuen. Austrias Cup-Bezwinger Kapfenberg kassierte gegen Schlusslicht Vorwärts Steyr eine 1:3-Heimniederlage.

Lustenaus Erfolgsgarant war wieder einmal Haris Tabakovic. Dem 27-jährigen Schweizer gelang ein Triplepack (13., 70., 82.), mit dem er nach sieben Einsätzen bereits bei zwölf Saisontoren hält und damit ligaweit unangefochten die Nummer eins ist. Auch der Ex-Admiraner Muhammed-Cham Saracevic rückte oftmals in den Mittelpunkt, neben seinem Treffer (34.) konnte er sich gleich drei Assists gutschreiben lassen. Auch Michael Cheukoua (39.) trug sich in Lustenaus Schützenliste ein.

Liefering musste zu Hause einen 0:1-Pausenrückstand wettmachen. Das gelang dank eines Elfmeter-Doppelpacks von Roko Simic (64., 68.) und Toren von Nene Dorgeles (70.) sowie Forson Amankwah (75.) noch souverän. Das "Farmteam" von Bundesliga-Krösus Salzburg baute die ungeschlagene Serie auf mittlerweile sechs Partien aus. Den Heimerfolg von BW Linz fixierten Stefano Surdanovic (21.) und Tobias Koch (33., 75.). Nach dem Cup-Achtelfinal-Weiterkommen gab es also wieder gute Nachrichten.

Auch St. Pölten ließ dem Cup-Aufstieg in der Liga einen Sieg folgen. Nach zuletzt zwei Niederlagen legte Bernd Gschweidl gegen Amstetten schon vor der Pause den Grundstein für die drei Punkte. Ulysses Llanez (67.), George Davies (76.) und Hong Yunsang (87.) sorgten in der Folge für klare Verhältnisse. Nach dem 2:0 gegen die Young Violets am 27. August schrieb die Truppe von Trainer Stephan Helm wieder einmal voll an, blieb als Vorletzter aber in der Abstiegszone.

Der KSV konnte hingegen den Schwung vom Cup-Triumph über die Austria nicht mitnehmen. Die Steirer kassierten trotz 1:0-Führung gegen Steyr eine 1:3-Niederlage. Für die Oberösterreicher war es der erste Saisonsieg, an dem Gerhard Dombaxi mit einem Doppelpack (45., 90.) maßgeblich beteiligt war.

"Existenzen ruiniert": Bolton bewirbt Sportwetten nicht

Der englische Fußball-Drittligist Bolton Wanderers will als einer der ersten Clubs nicht mehr mit Anbietern von Sportwetten zusammenarbeiten, sondern künftig Hilfsorganisationen im Kampf gegen Wettsucht unterstützen.

"Glücksspielsucht ruiniert Existenzen. Wir haben diese Haltung eingenommen, um unsere Unterstützung für diejenigen zu zeigen, die an Wettsucht leiden",

sagte Aufsichtsratschefin Sharon Brittan in einer Mitteilung des einstigen Erstligisten vom Donnerstagabend.

Brittan betonte, der Club werde seine vertraglichen Pflichten erfüllen. So arbeitet der Ligaverband EFL, der die zweite bis vierte Liga ausrichtet, mit einem Sportwettenanbieter zusammen, nach dem die Spielklassen benannt sind. "Wir erkennen an, dass einige Leute wetten möchten und dass die Liga eine kommerzielle Partnerschaft mit einem Glücksspielunternehmen hat, und wir respektieren dies", sagte Clubchef Neil Hart.

"Wir werden jedoch an keiner Aktivität zur Förderung des Glücksspiels außerhalb der bestehenden vertraglichen Anforderungen der EFL teilnehmen."

Der Club zitierte Daten, denen zufolge in Großbritannien Hunderttausende Menschen an Wettsucht leiden, darunter mehr als 60.000 Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren. Die Fußballbranche müsse mehr tun, um zu helfen, forderte Brittan.

Ehemaliger Salzburg-Torjäger Soriano beendete Karriere

Der ehemalige Salzburg-Torjäger Jonatan Soriano hat an seinem 36. Geburtstag das Ende seiner Karriere als Aktiver bekanntgegeben. Der Katalane spielte zuletzt für CD Castellon in der zweiten spanischen Liga. Auf Instagram veröffentlichte Soriano am Freitag ein Video, das viele Szenen aus seiner Laufbahn, darunter auch einige Tore im Salzburg-Trikot, zeigte.

Für die "Roten Bullen" erzielte Soriano in fünf Jahren (2012-2017) bewerbsübergreifend in 202 Spielen 172 Tore. Viermal wurde er Meister mit den Salzburgern. Im Februar 2017 ging er nach China, wo er für Beijing Guoan einlief. Es folgte ein Kurzzeit-Engagement bei Al-Hilal in Saudi-Arabien, ehe es für den Angreifer vor zwei Jahren wieder zurück in die Heimat ging.

FIFA-Berater Wenger über WM-Pläne: Clubs werden profitieren

FIFA-Berater Arsene Wenger will trotz heftiger Kritik die Pläne für Fußball-Weltmeisterschaften im Zwei-Jahres-Rhythmus durchfechten.

"Wenn wir so weitermachen, fahren wir gegen die Wand",

sagte der Direktor der Technischen Beratungsgruppe des Weltverbands der BBC. Mit den Plänen für eine weitreichende Reform des Spielkalenders sei er "nicht auf einem Ego-Trip", versicherte Wenger. Er warb dafür, das Konzept in seiner Gesamtheit zu betrachten.

"Alle zwei Jahre eine WM macht nur Sinn, wenn man den ganzen Plan anschaut und die Qualifikationsspiele umstrukturiert",

sagte der 71-Jährige. Nach 2024 will der Franzose die Zahl der Qualifikationsspiele für Turniere reduzieren und weniger, dafür aber längere Länderspiel-Fenster einrichten. Dadurch hätten die Clubs laut Wenger ihre Spieler länger zur Verfügung, die Profis müssten weniger oft reisen. Die Zahl der Spiele werde sich nicht erhöhen, beteuerte der ehemalige Langzeitcoach von Arsenal.

"Ich glaube, dass die Clubs profitieren und dass die Spieler profitieren."

Die häufigere Austragung der WM werde ihren Wert nicht verringern.

"Die Weltmeisterschaft ist so ein großes Ereignis, das wird ihr Ansehen nicht mindern. Man will der Beste in der Welt sein, und man will der Beste der Welt in jedem Jahr sein",

sagte Wenger. Er sei zuversichtlich für die Umsetzung der Vorschläge, "aber ich kenne die Kräfte nicht, die dafür oder dagegen sind", sagte er.

Salzburg verlor mit Piatkowski nächsten Innenverteidiger

Meister Salzburg gehen langsam aber sicher die Innenverteidiger aus. Wenige Tage nach dem Meniskusriss bei Oumar Solet mussten die "Bullen" am Freitag den Fußknöchelbruch (rechts) von Kamil Piatkowski vermelden, erlitten beim Cupsieg am Mittwoch gegen Kalsdorf. Der polnische Sommerzugang werde in den kommenden Tagen operiert und fällt rund drei Monate aus, hieß es in einer Aussendung am Tag vor die Auswärtspartie beim WAC.

Auch im Hinblick auf das Champions-League-Heimspiel gegen OSC Lille (Mittwoch) muss sich Salzburg-Coach Matthias Jaissle damit Überlegungen bezüglich der Defensivzentrale machen. Neben Solet fehlen zumindest gegen den WAC Piatkowski, Albert Vallci und Maximilian Wöber, Letzterer könnte nach einer Oberschenkelblessur aber zumindest für Lille wieder fit sein. Jaissle kann neben Jerome Onguene aber wieder auf Bernardo setzen, auch Lieferings Bryan Okoh, der zuletzt mit einem Cup-Treffer für Salzburg debütierte, ist eine Option.

Rapid im Cup-Achtelfinale, 2:1 n.V. gegen Admira

Rapid steht im Achtelfinale des österreichischen Fußball-Cups. Die Hütteldorfer setzten sich am Donnerstag auswärts gegen die Admira mit 2:1 nach Verlängerung durch, nach 90 Minuten war es 1:1 gestanden. Maximilian Ullmann brachte die Grün-Weißen in Führung (38.), den Niederösterreichern gelang durch Suliman Mustapha der Ausgleich (63.). Das Siegestor für Rapid erzielte Marco Grüll in der 110. Minute aus einem Foul-Elfmeter.

Die Partie stand zunächst im Zeichen der Admira, die den Gegner in der Anfangsphase am eigenen Sechzehner einschnürte. In der zweiten Minute traf Luca Kronberger nach einem Fehler des Ex-Südstädters Emanuel Aiwu das Außennetz, sechs Minuten später brachte wieder Kronberger den Ball trotz mehrerer Versuche vom Fünfer nicht im Tor unter.

Nach einer knappen halben Stunde fand Rapid besser in die Partie, wurde jedoch vorerst nicht gefährlich - bis zur 38. Minute: Nach einer Flanke von Filip Stojkovic und einer zu kurzen Kopfballabwehr von Lukas Malicsek übernahm Ullmann den Ball an der Strafraumgrenze direkt und traf sehenswert per Flachschuss ins lange Eck. Bereits zwei Minuten später hatte die Admira die Ausgleichschance, doch Goalie Paul Gartler parierte einen Kopfball von Roman Kerschbaum.

Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Partie dahin, Rapid schien den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Dan aber schlug Joseph Ganda einen weiten Pass nach vorne, Mustapha verschaffte sich mit einem leichten Rempler gegen Leo Greiml Platz, konnte auch von Maximilian Hofmann nicht gestoppt werden und schoss zum 1:1 ein (63.).

In der Folge drängte Rapid auf das zweite Tor. Ein Freistoß von Grüll verfehlte das Ziel relativ knapp (69.), Admira-Schlussmann Andreas Leitner parierte Kopfbälle von Ercan Kara (70.), Greiml (82.) und Kelvin Arase (85.) sowie einen Weitschuss von Ullmann (93.). Zudem schoss Kara aus etwa sechs Metern am langen Eck vorbei (90.).

Auch in der Verlängerung diktierte Rapid das Match, kämpfte gegen tief stehende Admiraner verbissen um die Entscheidung und wurde dafür in der 110. Minute belohnt. Ganda legte Arase knapp innerhalb des Strafraums, den dafür verhängten Elfmeter verwertete Grüll sicher. Im Finish vergab Thierno Ballo bei seinem Debüt für Rapid die große Chance auf das 3:1 (120.). Trotzdem gelang den Hütteldorfern nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wieder ein Sieg und die Revanche für die 1:2-Heimniederlage gegen die Admira in der Bundesliga vor knapp zwei Wochen.

Napoli behielt weiße Weste in Serie A

Durch einen 4:0-Erfolg hat sich die SSC Napoli auch im fünften Spiel der Serie A schadlos gehalten. Die Neapolitaner gewannen am Donnerstagabend bei Sampdoria Genua und sind damit in der italienischen Fußball-Meisterschaft ohne Verlustpunkt in Führung. Victor Osimhen (10., 50.), Fabian Ruiz (39.) und Piotr Zielinski (59.) kamen als Torschützen auf den Spielbericht. Torino und Lazio Rom trennten sich 1:1, die AS Roma besiegte am späten Abend Udinese 1:0.

Beim bisher besten Saisonstart vor vier Jahren hatte Napoli die ersten acht Spiele gewonnen, belegte am Ende aber hinter Juventus Turin nur Platz zwei. Der Verein wartet seit 1990 auf seine dritte Meisterschaft. In der vergangenen Saison verpasste Napoli als Fünfter die Champions-League-Qualifikation und spielt aktuell in der Europa League.

Rooney will bei Derby County bleiben

Trotz des Abzugs von zwölf Punkten im Zuge der Insolvenzanmeldung will Trainer Wayne Rooney sein Engagement beim ehemaligen englischen Fußball-Meister Derby County fortsetzen.

"Ich werde für den Club kämpfen. Ich werde die Mitarbeiter nicht im Stich lassen. Sie brauchen jemanden, der sie führt",

sagte der frühere Torjäger der englischen Nationalmannschaft.

Derby, das in acht Spielen bisher zehn Zähler gesammelt hatte, fällt durch den Punktabzug ans Tabellenende der zweitklassigen Championship. Der Club hatte zuvor wegen finanzieller Probleme infolge der Corona-Pandemie Insolvenz angemeldet, nun wurden drei Insolvenzverwalter eingesetzt. Die Regeln sehen als Konsequenz den Punktabzug vor. Die Führungsriege der "Rams" kündigte an, den Spielbetrieb fortsetzen zu wollen.

Wegen einer Transfersperre durfte der Meister von 1972 und 1975 im Sommer bereits nur wenige Spieler ausleihen. Hier drohen wegen Verstößen weitere Punktabzüge. Auf die Frage, ob er den Job angenommen hätte, wenn er von den finanziellen Problemen gewusst hätte, antwortete Rooney:

"Das bezweifle ich."

Rooney hatte im November 2020 nach dem Abgang von Phillip Cocu bei Derby County die Verantwortung übernommen.

Millionen-Strafen gegen Verband und Clubs in Mexiko

Wegen wettbewerbswidriger Absprachen bei Spielerverpflichtungen sind gegen den mexikanischen Fußballverband FMF, 17 Vereine und acht Personen Geldstrafen verhängt worden. Mexikos Kartellbehörde entschied auf die Zahlung von insgesamt 177,6 Millionen Peso (rund 7,5 Millionen Euro), wie sie am Donnerstag mitteilte. Betroffen waren fast alle derzeitigen Männer-Erstligisten sowie auch die Frauen-Liga.

Bestraft wurden zwei Praktiken: Zum einen das lange in Mexiko geltende "Gentlemen's Agreement", wonach auch für die Verpflichtung vereinsloser Spieler Ablösezahlungen an den Ex-Verein fällig wurden. Dies war mindestens zehn Jahre lang Usus - bis 2018, als die Behörde die Ermittlungen aufnahm und Spieler ein Ende der Regelung forderten. Diese habe deren Arbeitsmobilität unzulässig eingeschränkt, hieß es.

Zum anderen ging es um eine Gehaltsobergrenze, die gut zwei Jahre lang bis 2019 in der mexikanischen Frauen-Liga gegolten hatte. Diese habe einen Wettbewerb zwischen den Clubs um besser bezahlte Spielerinnen verhindert und das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern vertieft, teilte die Kartellbehörde mit. Der FMF und die Liga MX erklärten, sie würden die Entscheidung nicht anfechten.

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