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Nochmal ganz genau hinschauen: Welche Schlagzeilen stachen heuer positiv hervor?

Jahresrückblick

Gute Dinge, die 2020 passiert sind

Lichtblicke im Krisenjahr

⚡🗞️ Keine Frage – 2020 war ein durch und durch schwieriges Jahr. Und viele sind froh, wenn das Kalenderblatt sich endlich wendet. Aber zwischen all den Krisenmeldungen gab es durchaus auch positive Schlagzeilen. Höchste Zeit, sie hervorzukramen und den Blick auf die guten Dinge zu lenken.

Ein optimistischer Jahresrückblick mit großen und kleinen Geschichten über Glück in allen Formen, Gelingen und Entwicklungen, die 2020 passiert sind garantiert coronafrei. 

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🐨 Der Koala-Retter

Bei den verheerenden Buschfeuern in Australien verloren Anfang des Jahres mehr als eine Milliarde Tiere ihr Leben. Einige Australier nahmen selbst ein großes Risiko auf sich, um die hilflosen Tiere vor dem sicheren Tod zu bewahren. Einer von ihnen ist Patrick Boyle.

Der 22 Jahre alte Jäger hatte es sich zur Aufgabe gemacht, verletzte Koalas und andere Wildtiere aus verkohlten Gebieten zu retten. Und seit seine Schwägerin die Bilder der Rettungsmission bei Facebook ins Netz gestellt hat, ging Boyles Geschichte um die Welt.

⛑️ Kinder nach Tagen aus Trümmern gerettet

Ende November sorgte ein starkes Erdbeben in der Westtürkei und auf griechischen Inseln für große Zerstörung. Mehr als 100 Menschen starben. 91 Stunden nach der Katastrophe wird die vierjährige Ayda lebend aus den Trümmern eines Wohnhauses gerettet

Bereits zuvor war ein dreijähriges Mädchen mit dem Namen Elif 65 Stunden nach dem Beben gerettet worden, eine 14-Jährige wurde nach 58 Stunden gefunden. 

🐘 Happy End für den „einsamsten Elefant der Welt"

Der Elefantenbulle Kavaan lebte acht Jahre einsam in einem Zoo in der pakistanischen Stadt Islamabad, war dort in einem kleinen Gehege angekettet. Gegen das Schicksal des „einsamsten Elefanten der Welt" protestierten Tierschützer auf dem gesamten Globus.

Die Retter hatten den Elefanten in den vergangenen Monaten auf seinen Flug nach Kambodscha vorbereitet. Ende November war es dann soweit. Dort lebt der Jumbo nun in einem Wildpark leben. Schon kurz nach der Ankunft knüpfte er bereits erste zärtliche Bande mit einem Artgenossen.

💪🏼 Ein Ironman mit Downsyndrom

Alles ist möglich", lautet das Motto der Ironman-Wettkämpfe. Dass das tatsächlich so ist, stellte Anfang November der Amerikaner Chris Nikic unter Beweis. Er absolvierte einen Ironman-Triathlon in Florida – als weltweit erster Mensch mit Downsyndrom. Bis er vier Jahre alt war, brauchte der heute 21-Jährige noch eine Gehhilfe.

Ein aufgeschlagenes Knie, Ameisenbisse und die Hitze hielten Nikic nicht davon ab, den Wettkampf über die gesamte Distanz zu absolvieren – 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen meisterte er. Für diese drei Disziplinen benötigte der US-Amerikaner insgesamt 16 Stunden, 49 Minuten und 9 Sekunden.

🩸 Bluttest erkennt Krebs im Anfangsstadium

In der Krebsforschung wird schon lange nach Möglichkeiten der Früherkennung geforscht. Ein chinesisches Forschungsteam hat nun eine Studie durchgeführt, die nahelegt, dass ein Bluttest verschiedene häufig auftretende Krebsarten bis zu vier Jahre vor der bisherigen Diagnose erkennt.

Der Bluttest „PanSeer“ versucht epigenetische Veränderungen im Erbgut ausfindig zu machen, da diese typisch für Krebszellen sind. Bei 95 Prozent der Teilnehmer, die erst Jahre später eine Krebsdiagnose erhielten, war der Test positiv. Für die Studie wurden Blutproben von 100.000 Menschen im Alter von 25 bis 90 Jahren untersucht. Zum Zeitpunkt der Blutabnahme hatten alle noch keine Krebsdiagnose.

🦿 Barbie mit Prothese und Hautkrankheit

Blond, Wespentaille, üppige Oberweite: Das ist wohl das Bild, das die Meisten von der weltbekannten Puppe „Barbie“ haben. Doch auch Puppen spiegeln den Zeitgeist wider: Darum hat Hersteller Mattel heuer das Sortiment ausgebaut – und brachte Barbies mit der Hautkrankheit Vitiligo, einer Beinprothese, Glatze oder einem Rollstuhl heraus.

Bei der Entwicklung der Puppe mit Vitiligo hat Mattel mit einem Dermatologen zusammengearbeitet, um eine akkurate Darstellung der Krankheit zu gewährleisten, so das US-Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Popularität des Models Winnie Harlow, die mit Vitiligo für große Marken wie Desigual oder Victoria Secrets arbeitet, dürfte zur Kreation der Barbievariante beigetragen haben.

🐪 Ägypten verbietet Touristen-Ritte

Im Oktober verkündete das Tourismusministerium von Ägypten, dass in Zukunft die Touristen bald die Pyramiden von Gizeh und die archäologischen Ausgrabungsstätten mit Elektromobilen und -bussen statt Tieren besichtigen können. Die Tierschutzorganisation PETA begrüßte diese Entscheidung.

Tiere dort seien dort häufig genutzt worden, um Touristen auf ihren Rücken zu tragen oder Wagen mit ihnen zu ziehen – und das teilweise stundenlang in der heißen Wüstensonne mit keinen oder kaum Pausen oder Zugang zu Wasser und Essen. Weigern sich die Tiere, wird Gewalt angewendet, um sie anzutreiben. Videoaufnahmen zeigen immer wieder, wie völlig erschöpfte Tiere kollabieren und selbst dann noch geschlagen werden, um weiterzugehen.

🏳️‍🌈 Schweiz erlaubt Ehe für alle

Die Schweiz ist eines der Schlusslichter, wenn es um die Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Paare in Westeuropa geht.

Die Diskussionen über die „Ehe für alle“ dauerten in unserem Nachbarland sieben Jahre: Der Gesetzesentwurf war 2013 von den Grünliberalen eingebracht worden. Im Dezember hat das Parlament der Einführung der Homo-Ehe zugestimmt.

🎓 Vollstipendium für George Floyds Tochter

Im Juni hat der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in den USA und weltweit Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Für seine beiden Töchter (6 und 22) aber ist der Tod ihres Vaters vor allem ein ganz persönlicher Verlust.

Die Texas Southern University beschloss, die Familie finanziell unterstützen und hat der sechsjährigen Gianna ein Vollzeitstipendium angeboten – sofern sie dort studieren möchte. Das Stipendium soll nach Angaben der Universität aus privaten Geldern finanziert werden.

❌ Sudan verbietet weibliche Genitalverstümmelung

Das grausame Ritual hat in Sudan lange Tradition – neun von zehn Mädchen sind Opfer von Genitalverstümmelung. Im Sommer hat der Staat die Praxis unter Strafe gestellt. Lange hatten die Frauen dort für solch ein Gesetz gekämpft.

Demnach können Menschen, die diesen Eingriff bei Frauen vornehmen, zu bis zu drei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt werden. Verantwortlichen Krankenhäusern und anderen Einrichtungen droht die Schließung.

Warum es die Beschneidung von Mädchen überhaupt noch gibt? Es gilt in vielen Ländern als „Übergangsritus zur Weiblichkeit“, vor allem in Afrika und Asien. Familien bekommen für beschnittene Mädchen als potenzielle Ehefrauen meist mehr Geld als für unbeschnittene Mädchen.

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