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Perspektiven Tirol

3. AlpenKlimaGipfel – GesprĂ€che auf der Zugspitze

3. AlpenKlimaGipfel – GesprĂ€che auf der Zugspitze 🌄💬

Der alpine Raum im RealitĂ€tscheck: Die Alpen erwĂ€rmen sich schneller als viele andere Regionen Europas. Temperatur- und Schneegrenzen verschieben sich, Extremwetterereignisse nehmen zu. Investitionszyklen treffen auf Klimadynamiken, die Geschwindigkeit des Wandels steigert den Anpassungsdruck und die Bedeutung von Adaptionsleistungen, die nur durch bedeutende Innovationsleistungen gelingen können. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob sich der alpine Raum verĂ€ndert. Sondern: Wie strategisch, wie entschlossen und wie intelligent reagieren wir darauf? Unter dem Motto „Tu es! Wie wir den Wandel durch Handeln wirksam gestalten“ bringt der 3. AlpenKlimaGipfel 🌄🚠 heute und morgen die Macher:innen des Wandels auf die BĂŒhne.

Zwei Tage lang wird die Zugspitze erneut zum Treffpunkt fĂŒr Wissenschaft, Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Sport, Politik und Gesellschaft. Ein Forum, in dem aktuelle Forschung, praxisnahe Lösungen und konkrete Zukunftsinitiativen zusammengefĂŒhrt werden. Erstmals werden auf der Zugspitze ausgewĂ€hlte Projekte vorgestellt und in zwei Kategorien der neu geschaffene Alps Future Award vergeben – initiiert von AlpNet mit neun Partnerregionen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien sowie von der Lebensraum Tirol Gruppe.

Alle Informationen unter: www.alpenklimagipfel.at

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👋 Das war's vom 3. AlpenKlimaGipfel auf der Zugspitze 👋

Abbildung von: 👋 Das war's vom 3. AlpenKlimaGipfel auf der Zugspitze 👋

„HELIOPLANT unterscheidet sich in fast allen Punkten von klassischen Photovoltaik-Anlagen“

FĂŒr das Projekt HELIOPLANT gewann Thomas Sönser und Florian Jamschek den ersten Alps Future Award in der Kategorie „Lebensraum Tirol“. Sönser erklĂ€rt was Helioplant ist und wie es zu dieser Idee kam.

„HELIOPLANT unterscheidet sich in fast allen Punkten von klassischen Photovoltaik-Anlagen, weil wir eine Lösung entwickelt haben, die gezielt an die Bedingungen im Hochgebirge angepasst ist. Gerade im Winter zeigt sich der Vorteil im alpinen GelĂ€nde: Durch den Wind bleiben die Anlagen weitgehend schneefrei, weil sich rund um HELIOPLANT ein sogenannter Kolk bildet. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass wir die Energie dort erzeugen, wo wir sie auch brauchen, statt sie ĂŒber weite Strecken leiten zu mĂŒssen. Dass wir bereits mehr als 20 Potenzialanalysen fĂŒr weitere Standorte durchgefĂŒhrt haben, zeigt, wie groß das Interesse an dieser Lösung ist.“
Abbildung von: „HELIOPLANT unterscheidet sich in fast allen Punkten von klassischen Photovoltaik-Anlagen“

🏆And the Award goes to: OLM Nature Escape Eco Aparthotel

Astrid Hellweger vom OLM Nature Escape, das 2023 eröffnet wurde und der gestrige Gewinner des ersten Alps Future Awards in der Kategorie Tourismus war:

"Unsere GÀste nehmen unser Konzept sehr gut an, d.h. 2025 hatten wir bereits 40% StammgÀste. Wir sind gut gebucht. Wir sind anders und stehen dazu."

Das OLM Nature Escape im SĂŒdtiroler Ahrntal zĂ€hlt zu den ersten nahezu energieautarken Eco-Aparthotels im gesamten Alpenraum. 1.200 Photovoltaikmodule, 126 ErdwĂ€rmesonden und Wasserkraft arbeiten Hand in Hand und erzeugen gemeinsam rund 600.000 kWh Strom jĂ€hrlich – genug, um den Betrieb nahezu vollstĂ€ndig aus eigener Kraft zu versorgen.

Auch wirtschaftlich ĂŒberzeugt das Projekt auf ganzer Linie: VollstĂ€ndig eigenfinanziert, mit einer Auslastung von 87,5 %, und 18 von 22 Mitarbeitenden aus der unmittelbaren Region, ist das Projekt der Beweis dafĂŒr, dass zukunftsfĂ€higer Tourismus im Alpenraum bereits RealitĂ€t ist.

Abbildung von: 🏆And the Award goes to: OLM Nature Escape Eco Aparthotel

Tu es! Die Finalist:innen des Alps Future Awards zeigen, wie sie den Wandel durch Handeln gestalten

Der erste "Alps Future Award" wĂŒrdigt Menschen und Projekte, die Verantwortung ĂŒbernehmen und die Zukunft des Alpenraums als Lebens- und Wirtschaftsraum aktiv gestalten.

In den beiden Kategorien "Lebensraum Tirol" und "Tourismus" wurden gestern ausgezeichnet: die Firma Helioplant, die revolutionĂ€re Photovoltaik-Anlagen fĂŒr das Hochgebirge herstellt, und das energieautarke SĂŒdtiroler Eco Aparthotel OLM Nature Escape.

Alle Finalist:innen der beiden Award-Kategorien werden in KĂŒrze in Form eines Speeddatings prĂ€sentiert.

Abbildung von: Tu es! Die Finalist:innen des Alps Future Awards zeigen, wie sie den Wandel durch Handeln gestalten

„Wir setzen mittlerweile Drohnen ein."

Martin Egger, vom Maschinenring Tirol: Als regionales Dienstleistungs- und Personalnetzwerk unterstĂŒtzen wir insbesondere in der Landwirtschaft.

„Wir sehen auch, dass die alpine Landwirtschaft im Wandel ist und natĂŒrlich reagieren wir darauf. Etwa indem wir Innovationen konsequent austesten. So setzen wir z.B. bei der Saatgutausbringung oder bei der Ausbringung von DĂŒnger mittlerweile Drohnen ein. Aber auch intelligente Kameratechnologien und der Einsatz von KI können helfen unsere Natur zu schĂŒtzen und möglichst nachhaltig zu bewirtschaften."
Abbildung von: „Wir setzen mittlerweile Drohnen ein."

„Wir mĂŒssen unsere Kulturlandschaft langfristig schĂŒtzen"

Ulrich Jakob Zeni ist Fachbereichsleiter Spezialkulturen und Markt Landwirtschaftskammer Tirol.

„Unsere Projekte in der Tiroler Landwirtschaft sind ganzjĂ€hrig angelegt, weil wir unsere Kulturlandschaft langfristig schĂŒtzen mĂŒssen – auch vor invasiven SchĂ€dlingen. Mit Kalkspritzungen setzen wir eine Maßnahme, die in den BestĂ€nden das Mikroklima beeinflussen und die Kulturen unter verĂ€nderten klimatischen Bedingungen stabilisieren kann."
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"Unsere Freiwilligen-Projekte sind im Nu ausgebucht"

Anton Heufelder (GeschĂ€ftsfĂŒhrer Naturpark Karwendel) stellt zwei Projekte vor:

Das "Team Karwendel" ist eine Initiative des Naturparks Karwendel, bei der sich Menschen gemeinsam fĂŒr Natur, Landschaft und regionale Entwicklung einsetzen.

"Sehr viele Menschen, die die Natur 'konsumieren', möchten einfach etwas zurĂŒckgeben. Sobald wir Freiwillige fĂŒr Projekte online suchen, sind diese im Nu ausgebucht."

Anton informiert auch ĂŒber das Projekt "KlimapĂ€dagogik":

"Die KlimapĂ€dagogik des Naturparks Karwendel vermittelt Wissen ĂŒber Klimawandel, NaturzusammenhĂ€nge und nachhaltiges Handeln, damit Dinge von interessierten Menschen besser verstanden und weitergegeben werden können."
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Alpine Landwirtschaft im Wandel – Ideen, Mut und Zukunft denken

Kaum ein Bereich spĂŒrt die KlimaverĂ€nderung so unmittelbar wie die Land‑ und Almwirtschaft – und damit auch die Naturparke. Dort zeigt sich, wie eng Kulturlandschaft, BiodiversitĂ€t und wirtschaftliche Nutzung verflochten sind, und wie wichtig gemeinsame Anpassungsstrategien werden: Steigende Temperaturen, verĂ€nderte Wetterbedingungen und neue Herausforderungen in der Bewirtschaftung erfordern ein Umdenken.

Mit Impulsen von Katharina Huber (Bereichsleitung Regionalmanagement KUUSK) und Martin Egger (Agrar Maschinenring Tirol Landesverband), Ulrich Jakob Zeni (Fachbereichsleiter Landwirtschaftskammer Tirol) und Anton Heufelder (GeschĂ€ftsfĂŒhrer Naturpark Karwendel).

Abbildung von: Alpine Landwirtschaft im Wandel – Ideen, Mut und Zukunft denken

„Wir haben einen Hanfski gebaut“

„Alpenhanf 360 Grad“ ist ein ambitioniertes Projekt der alpinen Kreislaufwirtschaft unter der Leitung von Valentine Troi (Standortagentur Tirol / UniversitĂ€t Innsbruck). Ziel ist es, regionales Hanfstroh durch innovative Verfahren zu biobasierten Werkstoffen aufzubereiten und fossile Rohstoffe zu ersetzen.

„Wir haben sogar einen Hanfski gebaut und eine 100% Tirol-MĂŒtze aus heimischen Materialien kreiert.“

Die Initiative arbeitet an folgenden Schwerpunkten:

  • Materialinnovationen: Entwicklung von Faserverbundstoffen, DĂ€mmmaterialien und Alltagsprodukten wie Skiern oder Akustikpaneelen, bei denen Naturfasern Plastik und Carbon ersetzen.
  • GROWNlab: Das von Troi geleitete Forschungslabor an der UniversitĂ€t Innsbruck testet pilzbasierte Bindemittel und natĂŒrliche Verbundstoffe.
  • Regionale Wertschöpfung: StĂ€rkung der alpinen Landwirtschaft, da die benötigten Fasern aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten gewonnen werden.

Abbildung von: „Wir haben einen Hanfski gebaut“
Perspektiven Tirol

đŸŒŒđŸŽ Vom Samen bis zur Ernte

Welche GemĂŒsesorten wachsen in Tirol? Wann wird das Obst geerntet? Was sind die Aufgaben von LandwirtInnen und mit welchen Werkzeugen arbeiten sie? Diese und weitere Fragen werden bei der "Erlebniswelt Landwirtschaft" im Rahmen der Perspektivenwoche der Lebensraum Tirol Holding am Innsbrucker Marktplatz beantwortet. Der hohe Grad an Wertschöpfung, den der landwirtschaftliche Wirtschaftszweig fĂŒr Tirol darstellt, wird zahlreichen Schulklassen von Tiroler Mittelschulen spielerisch nĂ€hergebracht und erlebbar gemacht.

Bei diversen Spiel- und Aufgabenstationen werden wesentliche Inhalte des landwirtschaftlichen Schaffens kindgerecht aufbereitet. Die Aufgabenstellungen sprechen dabei alle Sinne an: FĂŒhlen, Riechen, Schmecken und Sehen. So gibt es zB. Boxen gefĂŒllt mit unterschiedlichen heimischen Obst- und GemĂŒsesorten, die "errochen" und "erfĂŒhlt" werden sollen, ein Riesenspaß fĂŒr die kleinen GĂ€ste.

Ein interaktiver Spiel-Aufgabentisch gibt aufschlussreiche Informationen zum saisonalen Jahreskreislauf der Tiroler Landwirtschaft. Wenn die Kinder dann hungrig sind, geht's hinein in die Markthalle, wo nach Herzenslust verkostet werden darf und Tiroler LandwirtInnen ihren jungen Zuhörern erklĂ€ren, wie sie leben und arbeiten. Ziel der Erlebniswoche ist es, das Bewusstsein der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler fĂŒr QualitĂ€t, RegionalitĂ€t und SaisonalitĂ€t im Lebensmittelbereich zu stĂ€rken.

Auch Josef Margreiter, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Lebensraum Tirol Holding, lĂ€sst es sich nicht nehmen, bei den Schulklassen am Marktplatz vorbeizuschauen.

"Das VerstĂ€ndnis fĂŒr den eigenen Lebensraum beginnt bei den Lebensmitteln. Es ist schön, zu sehen, wie die Kinder hier hautnah erleben können, was im eigenen Land alles angebaut wird, und ich bin beeindruckt, wieviel sie heute schon gelernt haben", so Margreiter.
Abbildung von: đŸŒŒđŸŽ Vom Samen bis zur Ernte