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đ Das war's vom 3. AlpenKlimaGipfel auf der Zugspitze đ

âHELIOPLANT unterscheidet sich in fast allen Punkten von klassischen Photovoltaik-Anlagenâ
FĂŒr das Projekt HELIOPLANT gewann Thomas Sönser und Florian Jamschek den ersten Alps Future Award in der Kategorie âLebensraum Tirolâ. Sönser erklĂ€rt was Helioplant ist und wie es zu dieser Idee kam.
âHELIOPLANT unterscheidet sich in fast allen Punkten von klassischen Photovoltaik-Anlagen, weil wir eine Lösung entwickelt haben, die gezielt an die Bedingungen im Hochgebirge angepasst ist. Gerade im Winter zeigt sich der Vorteil im alpinen GelĂ€nde: Durch den Wind bleiben die Anlagen weitgehend schneefrei, weil sich rund um HELIOPLANT ein sogenannter Kolk bildet. Ein weiterer groĂer Vorteil ist, dass wir die Energie dort erzeugen, wo wir sie auch brauchen, statt sie ĂŒber weite Strecken leiten zu mĂŒssen. Dass wir bereits mehr als 20 Potenzialanalysen fĂŒr weitere Standorte durchgefĂŒhrt haben, zeigt, wie groĂ das Interesse an dieser Lösung ist.â

đAnd the Award goes to: OLM Nature Escape Eco Aparthotel
Astrid Hellweger vom OLM Nature Escape, das 2023 eröffnet wurde und der gestrige Gewinner des ersten Alps Future Awards in der Kategorie Tourismus war:
"Unsere GÀste nehmen unser Konzept sehr gut an, d.h. 2025 hatten wir bereits 40% StammgÀste. Wir sind gut gebucht. Wir sind anders und stehen dazu."
Das OLM Nature Escape im SĂŒdtiroler Ahrntal zĂ€hlt zu den ersten nahezu energieautarken Eco-Aparthotels im gesamten Alpenraum. 1.200 Photovoltaikmodule, 126 ErdwĂ€rmesonden und Wasserkraft arbeiten Hand in Hand und erzeugen gemeinsam rund 600.000 kWh Strom jĂ€hrlich â genug, um den Betrieb nahezu vollstĂ€ndig aus eigener Kraft zu versorgen.
Auch wirtschaftlich ĂŒberzeugt das Projekt auf ganzer Linie: VollstĂ€ndig eigenfinanziert, mit einer Auslastung von 87,5 %, und 18 von 22 Mitarbeitenden aus der unmittelbaren Region, ist das Projekt der Beweis dafĂŒr, dass zukunftsfĂ€higer Tourismus im Alpenraum bereits RealitĂ€t ist.

Tu es! Die Finalist:innen des Alps Future Awards zeigen, wie sie den Wandel durch Handeln gestalten
Der erste "Alps Future Award" wĂŒrdigt Menschen und Projekte, die Verantwortung ĂŒbernehmen und die Zukunft des Alpenraums als Lebens- und Wirtschaftsraum aktiv gestalten.
In den beiden Kategorien "Lebensraum Tirol" und "Tourismus" wurden gestern ausgezeichnet: die Firma Helioplant, die revolutionĂ€re Photovoltaik-Anlagen fĂŒr das Hochgebirge herstellt, und das energieautarke SĂŒdtiroler Eco Aparthotel OLM Nature Escape.
Alle Finalist:innen der beiden Award-Kategorien werden in KĂŒrze in Form eines Speeddatings prĂ€sentiert.

âWir setzen mittlerweile Drohnen ein."
Martin Egger, vom Maschinenring Tirol: Als regionales Dienstleistungs- und Personalnetzwerk unterstĂŒtzen wir insbesondere in der Landwirtschaft.
âWir sehen auch, dass die alpine Landwirtschaft im Wandel ist und natĂŒrlich reagieren wir darauf. Etwa indem wir Innovationen konsequent austesten. So setzen wir z.B. bei der Saatgutausbringung oder bei der Ausbringung von DĂŒnger mittlerweile Drohnen ein. Aber auch intelligente Kameratechnologien und der Einsatz von KI können helfen unsere Natur zu schĂŒtzen und möglichst nachhaltig zu bewirtschaften."

âWir mĂŒssen unsere Kulturlandschaft langfristig schĂŒtzen"
Ulrich Jakob Zeni ist Fachbereichsleiter Spezialkulturen und Markt Landwirtschaftskammer Tirol.
âUnsere Projekte in der Tiroler Landwirtschaft sind ganzjĂ€hrig angelegt, weil wir unsere Kulturlandschaft langfristig schĂŒtzen mĂŒssen â auch vor invasiven SchĂ€dlingen. Mit Kalkspritzungen setzen wir eine MaĂnahme, die in den BestĂ€nden das Mikroklima beeinflussen und die Kulturen unter verĂ€nderten klimatischen Bedingungen stabilisieren kann."

"Unsere Freiwilligen-Projekte sind im Nu ausgebucht"
Anton Heufelder (GeschĂ€ftsfĂŒhrer Naturpark Karwendel) stellt zwei Projekte vor:
Das "Team Karwendel" ist eine Initiative des Naturparks Karwendel, bei der sich Menschen gemeinsam fĂŒr Natur, Landschaft und regionale Entwicklung einsetzen.
"Sehr viele Menschen, die die Natur 'konsumieren', möchten einfach etwas zurĂŒckgeben. Sobald wir Freiwillige fĂŒr Projekte online suchen, sind diese im Nu ausgebucht."
Anton informiert auch ĂŒber das Projekt "KlimapĂ€dagogik":
"Die KlimapĂ€dagogik des Naturparks Karwendel vermittelt Wissen ĂŒber Klimawandel, NaturzusammenhĂ€nge und nachhaltiges Handeln, damit Dinge von interessierten Menschen besser verstanden und weitergegeben werden können."

Alpine Landwirtschaft im Wandel â Ideen, Mut und Zukunft denken
Kaum ein Bereich spĂŒrt die KlimaverĂ€nderung so unmittelbar wie die Landâ und Almwirtschaft â und damit auch die Naturparke. Dort zeigt sich, wie eng Kulturlandschaft, BiodiversitĂ€t und wirtschaftliche Nutzung verflochten sind, und wie wichtig gemeinsame Anpassungsstrategien werden: Steigende Temperaturen, verĂ€nderte Wetterbedingungen und neue Herausforderungen in der Bewirtschaftung erfordern ein Umdenken.
Mit Impulsen von Katharina Huber (Bereichsleitung Regionalmanagement KUUSK) und Martin Egger (Agrar Maschinenring Tirol Landesverband), Ulrich Jakob Zeni (Fachbereichsleiter Landwirtschaftskammer Tirol) und Anton Heufelder (GeschĂ€ftsfĂŒhrer Naturpark Karwendel).

âWir haben einen Hanfski gebautâ
âAlpenhanf 360 Gradâ ist ein ambitioniertes Projekt der alpinen Kreislaufwirtschaft unter der Leitung von Valentine Troi (Standortagentur Tirol / UniversitĂ€t Innsbruck). Ziel ist es, regionales Hanfstroh durch innovative Verfahren zu biobasierten Werkstoffen aufzubereiten und fossile Rohstoffe zu ersetzen.
âWir haben sogar einen Hanfski gebaut und eine 100% Tirol-MĂŒtze aus heimischen Materialien kreiert.â
Die Initiative arbeitet an folgenden Schwerpunkten:
- Materialinnovationen: Entwicklung von Faserverbundstoffen, DĂ€mmmaterialien und Alltagsprodukten wie Skiern oder Akustikpaneelen, bei denen Naturfasern Plastik und Carbon ersetzen.
- GROWNlab: Das von Troi geleitete Forschungslabor an der UniversitĂ€t Innsbruck testet pilzbasierte Bindemittel und natĂŒrliche Verbundstoffe.
- Regionale Wertschöpfung: StÀrkung der alpinen Landwirtschaft, da die benötigten Fasern aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten gewonnen werden.



