đŸ’ŹđŸššâ™»ïžEwald Perwög: "Wir mĂŒssen aufhören, immer nur an Wachstum und Profit zu denken"

Ewald Perwög ist Projektleiter der Division "MPREIS Sustainable Energy Solutions", die Europas grĂ¶ĂŸte Single-Stack-Elektrolyseanlage zur Produktion von grĂŒnem Wasserstoff am MPREIS Produktionsstandort in Völs bei Innsbruck initiiert hat. 

Diese produziert seit Ende MĂ€rz 2022 grĂŒnen Wasserstoff, der bereits in der firmeneigenen BĂ€ckerei Therese Mölk zur Anwendung kommt. Ein echter Meilenstein wird die Umstellung der gesamten MPREIS Lkw-Flotte auf wasserstoffbetriebene Lkw sein, womit der Tiroler LebensmittelhĂ€ndler (die ersten drei wasserstoffbetriebenen Lkw werden im SpĂ€tsommer 2022 auf die Straße gebracht) damit beginnen wird, seine MĂ€rkte CO2-neutral und emissionsfrei zu beliefern. 

"Wir wissen schon lange, dass wir die Dekarbonisierung vorantreiben mĂŒssen", sagt Perwög. "Die Gesellschaft hat das aber ignoriert. Nun rĂŒckt die Klimakatastrophe nĂ€her und ein Handeln ist unausweichlich."

NatĂŒrlich mĂŒsse jeder Einzelne mitmachen. "Aber das sei nicht so einfach, weil der Ersatz von fossilen EnergietrĂ€gern durch erneuerbare, die teurer sind, auch leistbar sein muss. Und Menschen, die nicht einmal genug verdienen, um ĂŒber die Runden zu kommen, können sich ihren Beitrag zur Energiewende einfach nicht leisten."

Perwög: "Ich glaube, dass es möglich ist, die Energiewende zu schaffen, aber wir mĂŒssen als Gesellschaft an einem Strang ziehen. Hier ist SolidaritĂ€t angesagt, und auch die Politik muss verstehen, dass sie gefordert ist."

Der Kampf gegen die Klimakatastrophe sei fĂŒr Unternehmen unprofitabel, weil teuer. "Aber wir können es uns einfach nicht mehr leisten, immer nur an Profit und Wachstum zu denken. So werden wir die Energiewende nicht schaffen. Es ist Zeit fĂŒr ein endliches Innehalten und Umdenken."

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