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Perspektiven Tirol

Lebensraum Tirol und Perspektiven

💬🎧🧬🆕 Perspektivenwoche Tirol serviert GesprĂ€che, Ideen und konkrete Projekte

Die Initiative fĂŒr die Tiroler „Perspektivenwoche“ vom 7. bis 11. Juni 2021 geht von der Lebensraum Tirol Holding des Landes aus. „Wie wollen wir in zehn Jahren leben?“ Um diese Kernfrage kreist die Veranstaltung.

Unterschiedlichste Themenbereiche von Tourismus ĂŒber Gesundheit, regionale Entwicklung bis hin zu Nachhaltigkeit und Klima sollen durch einen breiten Diskurs mit Politikern, Praktikern und Experten aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und mögliche Zukunftsszenarien erarbeitet werden. 

Bereits im Vorfeld wurde zudem ĂŒber die Uni Innsbruck eine reprĂ€sentative Umfrage zur LebensqualitĂ€t in Tirol abgehalten. Die Bevölkerung war hier auch aufgerufen, ihre thematischen Zukunftsschwerpunkte zu skizzieren.

📜 Wochenprogrammï»ż

đŸ“č Beim tĂ€glichen MediengesprĂ€ch um 10.00 Uhr stehen Tirols Politikerinnen und Politiker sowie ExpertInnen den JournalistInnen Rede und Antwort.

đŸ“č TT-Talk tĂ€glich:


💬 HochkarĂ€tige Live-Diskussionen tĂ€glich um 19.20 Uhr

Unter der Leitung von ORF-ModeratorInnen kommen beispielsweise tĂ€glich um 19.20 Uhr UnternehmerInnen, VisionĂ€rInnen, ExpertInnen wie Ingeborg Hochmair (Med-EL), Elisabeth GĂŒrtler (Astoria-Resort), Haubenkoch Martin Sieberer, Marcel Huber (SynCraft), Mario Riesner (Sandoz GmbH), Musikerin Julia Moretti oder Franz Fischler, der maßgeblich an der Entwicklung des Perspektivenprozesses beteiligt war, ins TV-Studio im Congress Innsbruck.

🎧 Musikprogramm

🍮 Kulinarischer Streifzug: Alpinisst

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đŸ“œ Live Diskussion: Nachhaltiges Tirol – die Erfolgsrezepte fĂŒr die Zukunft?

Die heutige Studio-Diskussion im Rahmen des Lebensraum Perspektiven Forums 2021 wird mit einem Poetry-Slam von Stefan Abermann eröffnet.

Im Anschluss spricht ORF-Moderatorin Sybille Brunner mit Katharina Pirktl (Hotel Schwarz), Thomas Becker (ATB-Becker), Simon Meinschad (hollu Systemhygiene GmbH), Andrea Berghofer (ADLER Lacke), Carlos Lange (INNIO) und Marcel Huber (SynCraft Engineering).

💬 Becker: Wir beziehen zu 90 % Produkte aus der Region

Thomas Becker ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer der ATB-Becker Photovoltaik GmbH. Das Unternehmen beschĂ€ftigt sich mit den Themen Photovoltaik und Speicher seit 1986 und zĂ€hlt damit zu den Pionieren der europĂ€ischen PV-Branche. 

Aber das Unternehmen erzeugt nicht nur ein nachhaltiges Produkt, sondern sorgt auch im Betrieb fĂŒr Umweltschutz: GF Becker erlĂ€utert:

"Wir heizen mit Holz, erzeugen unseren eigenen Strom, steigen auf E-MobilitĂ€t um und wir beziehen zu 90 % regionale Produkte. Das entlastet den Verkehr und verhindert lange Transportwege. Das tun wir, weil wir uns Gedanken darĂŒber gemacht haben, wie es uns gelingt, unseren eigenen Beitrag in Sachen Klimaschutz zu leisten"

💬 Lange: Wasserstoff, Biogas und Recycling - INNIO zeigt, wie die Zukunft funktionieren kann

Was 1957 begann ist heute ein hochmodernes Energieunternehmen: Bei INNIO in Jenbach werden Gasmotoren gebaut. In Sache Nachhaltigkeit wird sowohl die Verbesserung der Produkte, als auch der Produktion forciert. Als wichtiger Akteur und wesentlicher Teil der Energiewende setzt sich INNIO fĂŒr eine klimaneutrale, umweltschonende und sichere Energiezukunft ein. Auf der Produktseite werden bereits 50 % der Gasmotoren mit Biogas, Biomethan oder anderen erneuerbaren Energie betrieben. Dies erfolge unter der Beimischung von Wasserstoff, erklĂ€rt Carlos Lange (President und CEO von INNIO). Auch am Unternehmensstandort spiele Umweltschutz eine große Rolle, so Lange weiter:

"Wir rĂŒcken auch das Thema Recycling in den Vordergrund indem wir auch die AbwĂ€rme der Motoren nutzen - sowohl zum Heizen unseres Unternehmens, aber beispielsweise auch des Schwimmbads in Jenbach."

Weiters spricht sich Lange ĂŒber die Wichtigkeit von Forschungsmöglichkeiten aus. Mittels ForschungsprĂ€mien sei es gelungen Forschungszenten, die im Ausland angesiedelt waren, wieder zurĂŒck nach Jenbach zu bringen.

"Es ist wichtig, dass wir als Energieunternehmen auch wieder in Energie investieren."

💬 Huber: Unsere Produkte sind klimapositiv

Die SynCraft Engineering GmbH gewinnt mit ihrer eigenentwickelten und patentierten Technologie ressourcenschonende und nachhaltige Bioenergie.

GF Marcel Huber ist stolz und trotzdem bereit fĂŒr Weiterentwicklung in Sachen Nachhaltigkeit:

"Wir bauen Energiesysteme, die erneuerbare Energie erzeugen und nebenbei aktiv der AtmosphĂ€re CO2 entziehen. Unser Produkt ist klimapositiv. Aber ein cooles Produkt alleine genĂŒgt nicht, wir haben erkannt, dass durch die Integration der 17 SDGs in unsere Unternehmensstrategie, noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist."

💬 Meinschad: Nachhaltigkeit bedeutet ZukunftsfĂ€higkeit, bedeutet Erfolg

Simon Meinschad, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von hollu Systemhygiene GmbH, ist stolz darĂŒber, dass in seinem Betrieb Verantwortung und Nachhaltigkeit an jedem einzelnen Tag gelebt werde. So richte man sich bei hollu nach den 17 'Sustainable Development Goals' und integriere diese fix in die DNA des Unternehmens.

Gleichzeitig wolle man auch Transparenz schaffen, vorgehen und zeigen wie es geht:

"Wir sind in der chemischen Industrie tĂ€tig, daraus braucht man keinen Hehl machen. Wir sprechen aber auch offen darĂŒber, was die Verbesserungspotenziale im Unternehmen sind."

Mit Blick in die Zukunft wĂŒnscht sich Meinschad, dass hollu 2030 ein gesundes Unternehmen ist und 100% des Umsatzes mit nachhaltigen Produkten erziele.

"Wir sind nur kurz Gast auf diesem Planeten, also sollten wir uns entsprechend verhalten."

💬Berghofer: Beim traditionsreichen Familienbetrieb ADLER Lacke wird auf Langlebigkeit gesetzt

GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der ADLER Lackfabrik Andrea Berghofer zeigt auf, wie gelebte Nachhaltigkeit im Familienunternehmen bereits seit drei Generationen funktioniert.

"Bereits mein Vater hat auf Abfallvermeidung gesetzt - und das weit bevor es gesetzliche Regulierungen in diesem Bereich gab."

Im Unternehmen forciere man zudem die Langlebigkeit der Produkte, erklÀrt Berghofer weiter.

"Wir sind sehr bemĂŒht unsere Produkte so langlebig wie möglich auf den Markt zu bringen. Unsere OberflĂ€chen beispielsweise sollen nicht nach zwei Jahren neugestrichen werden mĂŒssen, sondern sie sollen vielmehr vier oder sogar sechs Jahre halten."

💬 Pirktl: Mitarbeiter leben Wertehaltung vor und geben diese an den Gast weiter

Katharina Pirktl vom Alpenresort Schwarz in Mieming spricht ĂŒber gelebte Nachhaltigkeit und was es heißt, eine Wertehaltung aktiv zu leben und weiterzugeben. HierfĂŒr sei es wichtig, dass die Mitarbeiter das Produkt vorleben und in diesem Sinne die innere Wertehaltung an den Gast weitergeben.

"Wir verkaufen ein Produkt nicht weil wir es verkaufen wollen, sondern weil wir es leben wollen."

Pirktl bekrĂ€ftigt zudem, dass man die Zukunft nicht aus den Augen verlieren dĂŒrfe:

"Die ganze Welt ist in VerĂ€nderung. Die Frage ist, wer trĂ€gt die VerĂ€nderung mit und wer gestaltet diese mit. Sind wir dabei, oder sind wir vorne dabei.“

😍 Maler des Zukunftsbildes - Jakob Winkler - zu Besuch am Landestheater-Vorplatz

Ein sichtbares Zeichen der Tiroler Zukunftslandschaft sorgt seit Beginn der Perspektivenwoche am Landestheater-Vorplatz fĂŒr Aufmerksamkeit: eine sechs Meter breite Illustration von Jakob Winkler, das Zukunftsschaubild PerspektivenTirol, mit angeschlossener offener Zukunftswerkstatt im Pavillon.

👍 Hanf - die verbotene Wunderpflanze

Hanf gehört zu den Ă€ltesten und vielfĂ€ltigsten Kulturpflanzen der Menschheit. Er war ĂŒber sechs Jahrtausende ein ökonomisch wichtiger Lieferant fĂŒr Fasern, Nahrungsmittel und Medizin. Hanf wurde in fast allen europĂ€ischen und asiatischen LĂ€ndern angebaut und stellte eine wichtige, zum Teil die wichtigste Rohstoffquelle fĂŒr die Herstellung von Seilen, Segeltuch, Bekleidungstextilien, Papier und Ölprodukten dar. Die geschichtliche Bedeutung des Rohstoffes Hanf beruht vor allem auf der Nutzung der Faser als technisches Textil. Hier hat Hanf wiederholt Geschichte geschrieben.

Im Rahmen der Perspektivenwoche prĂ€sentieren Michael Walch (Tiroler Landwirt beim Mieminger Hof), Michael Halbfurter (Hanfpionier aus Ostirol) und Werner Schönthaler (Landwirt aus SĂŒdtirol und Bauunternehmer) Produkte, die sie aus Hanf erzeugen.

🚗 Wasserstoff-MobilitĂ€t selbst erfahren

Tirol hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Energiebedarf bis 2050 ausschließlich aus CO2-neutralen EnergietrĂ€gern zu decken - im GebĂ€udebereich ebenso wie in der Industrie, aber auch in der MobilitĂ€t. Die ElektromobilitĂ€t ist derzeit in aller Munde, doch wird auch die WasserstoffmobilitĂ€t ihren Beitrag zur Zielerreichung leisten.

Wie weit die Wasserstofftechnologie heute bereits ist und wie es sich anfĂŒhlt, völlig emissionsfrei unterwegs zu sein, können nun alle interessierten Tirolerinnen und Tiroler selbst erfahren - heute vor dem Landestheater in Innsbruck, ansonsten jederzeit mietbar (40,- EUR/Tag plus 10 Cent je gefahrenem Kilometer). In Tirol wolle man den Ausbau von WasserstoffmobilitĂ€t forcieren, beginnend beim vermehrten Anbieten von Tankmöglichkeiten.

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