Ende des 8. Sportgipfels 2026
Der 8. Sportgipfel Tirol St. Anton am Arlberg ist nun zu Ende. Die Veranstalter bedanken sich bei allen, die daran teilgenommen und mit ihrer Expertise zu spannenden und erkenntnisreichen Momenten am heutigen Tag beigetragen haben.
Danke auch allen, die im TT-Liveblog mit dabei waren - wir wünschen einen schönen Abend und freuen uns schon aufs nächste Mal!
1. Sportgipfel Award 2026
Nun folgt ein Höhepunkt des 8. Sportgipfel Tirol St. Anton am Arlberg: Die Verleihung des 1. Sportgipfel Awards.
Martin Ebster, TVB-Chef in St. Anton am Arlberg, bedankt sich bei Béla Réthy, der den Sportgipfel seit langem mit seiner großartigen Expertise begleitet. Der bekannte deutsche Sportjournalist und Kommentator erhält den 1. Sportgipfel Award 2026.
Janine Flock: "Druck war für mich immer Antrieb"
Im Februar 2026 nahm Janine Flock bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo zum vierten Mal an Olympischen Spielen teil. Im Einzel lag sie ab dem ersten der vier Läufe in Führung und gewann am 14. Februar die Goldmedaille.
„Ich bin in den Leistungssport hineingerutscht. Eigentlich wollte ich Polizistin werden.“
„Das Vertrauen ist das Fundament, dass eine Zusammenarbeit funktioniert. Deshalb kommunizieren wir im Team immer offen. Natürlich geht das auch ins Persönliche."
„Druck war für mich immer Antrieb, ich habe daraus immer Energie gewonnen."
„Natürlich bleiben Freunde, Familie, Geburtstagsfeiern über die Jahre auf der Strecke. Ich bin sehr dankbar, dass mein Umfeld immer Verständnis dafür aufgebracht hat.“
„Ängste begleiten mich wie jeden anderen auch. Junge Athleten fahren da sicher befreiter. Ich spreche Ängste aber immer klar an, das hilft mir.“
„Ein Leben ohne Leistungssport kann ich mir vorstellen, Sport als solches ist für mich jedoch Lebenselixier.“

Wie wird man Olympiasiegerin? Der außergewöhnliche Weg von Janine Flock
Was braucht es, um an die Weltspitze zu kommen – und dort zu bleiben? Olympiasiegerin Janine Flock und ihr langjähriger Athletikcoach Franz Esterhammer geben beim 8. Sportgipfel Tirol St. Anton am Arlberg gerade persönliche Einblicke in den Weg an die Spitze des Skeletonsports und Flocks außergewöhnlichen Weg an die Weltspitze.

Martin Schnitzer: „Es gibt sicher einige Negativbeispiele bei der Infrastruktur für Großevents und diese werden dann immer wieder als Gegenargument auch aus der Bevölkerung herangezogen – zurecht“
Martin Schnitzer ist Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Innsbruck und reflektiert in der Diskussion um die Olympia-Bewerbung 2046:
„Die nächsten verfügbaren Spiele sind 2046, weil die Austragungsorte bis dahin mehr oder weniger fixiert sind. Man muss also 20 Jahre vorausdenken. Gleichzeitig braucht auch die Entscheidung für eine Bewerbung einen großen Vorlauf. Ich frage mich dabei: Geht es wirklich um die Olympischen Spiele oder um etwas anderes? Wenn wir uns die Spiele 1964 anschauen, sehen wir, dass diese bewusst dazu genutzt wurden, um Österreich und auch eine Art Nationalstolz neu zu formen.“
„Im Rahmen der Fußball-WM 2006 in Deutschland hat niemand über die Zahlen gesprochen, es ging eben darum, die Welt an einem Ort willkommen zu heißen. Deutschland konnte sich in diesem Rahmen als herzliches Gastgeberland präsentieren und man konnte sich ein Stück weit auch von der belasteten Geschichte lösen. Darum sage ich als Sportökonom: Denken wir nicht nur über Zahlen nach, sondern auch über andere Effekte von Großevents, die sehr wichtig sind.“

„Es wäre cool, wenn wir Olympia wieder haben könnten“
Gitti Köck gewann in Nagano 1998 mit der Bronzemedaille im Parallel-Riesenslalom die erste Snowboardmedaille bei Olympischen Spielen für Österreich.
„Durch meine Geschichte bin ich natürlich ein riesiger Olympia-Fan. Ich bin weltweit viel unterwegs. Wenn ich sage, dass ich aus Tirol bin, erinnern sich viele an die Olympischen Winterspiele in Innsbruck. Es wäre cool, wenn wir Olympia wieder haben könnten.“

Talk der Tiroler Tageszeitung: Was haben Österreich die Olympischen Winterspiele gebracht - und was könnten sie uns wieder bringen?
Die Idee einer Olympia-Bewerbung 2046 bewegt Österreich: Zwischen Begeisterung, Skepsis und Nachhaltigkeitsanspruch steht die Frage im Raum, ob und wie Spiele der Zukunft überhaupt noch realisierbar sind. Das aktuelle Panel beleuchtet welche Modelle zukunftsfähig sind. Welche Rahmenbedingungen braucht es, um Akzeptanz und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen? Und kann Österreich tatsächlich Vorreiter einer neuen, nachhaltigen Olympischen Bewegung werden?
Gesprächspartner*innen (v.l.):
- Moderator Florian Madl (Sportchef der Tiroler Tageszeitung)
- Philip Wohlgemuth, 1. Landeshauptmannstellvertreter und Sportlandesrat Tirol
- Gitti Köck, ehem. österr. Snowboarderin und Olympiamedaillengewinnerin
- Matthias Firgo, Prof. für Volkswirtschaftslehre Hochschule München
- Martin Schnitzer, Professor für Sportwissenschaft (Sportökonomie) und Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Innsbruck

Begrüßung von Landesrat Philip Wohlgemuth
Philip Wohlgemuth, 1. Landeshauptmannstellvertreter und Sportlandesrat von Tirol, richtet Begrüßungsworte an das Publikum des 8. Sportgipfels in St. Anton am Arlberg:
„Ich möchte all jenen danken, die das Sportland Tirol auszeichnen und täglich dafür arbeiten. Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir dieses Miteinander und die positiven Aspekte, die der Sport in unsere Gesellschaft bringt, in den Fokus rücken – besonders in diesen herausfordernden Zeiten.“

Karin Seiler: „Tirol ist ein Tourismus- und Sportland und als solches wünschen wir uns einen sanften Ganzjahrestourismus, für den Tirol sehr viel zu bieten hat. Golfen gehört hier klar dazu.“
Karin Seiler, Geschäftsführerin Tirol Werbung, geht auf den touristischen Aspekt des Golfsports ein:
„Der golfende Gast ist sicher einer, der wertschöpfungsrelevant ist, aber der Golfsport an sich ist heute durchaus erschwinglich. Mit der Golf Tirol Card kann man beispielsweise 17 Plätze bespielen.“
Mit Aussicht auf die Austrian Alpine Open 2026 in Kitzbühel erklärt Seiler:
„Im Spitzensport hat man automatisch zahlreiche Fans – wir werden für das Event aber starke Marketingmaßnahmen setzen, um neues Publikum zu erreichen. Wir möchten das Event auch nutzen, um die Schönheit und Vielfalt der Region zu zeigen.“

Viktoria Veider-Walser: „Wir haben eine sehr hohe Dichte an Golfplätzen im europäischen Vergleich. Eine Großsportveranstaltung wie die Austrian Alpine Open 2026 ist daher der nächste logische Schritt für uns“
Viktoria Veider-Walser ist Geschäftsführerin von Kitzbühel Tourismus und gibt im Rahmen des 8. Sportgipfels Einblicke zur Bedeutung des Golfsports in Kitzbühel:
„Wenn man weiß, dass die Hahnenkammbahn 1928 eröffnet wurde und der erste Golfplatz in Kitzbühel nur 27 Jahre später, sieht man, dass auch der Golfsport bei uns eine lange Tradition hat.“
„Unser größtes Augenmerk liegt jetzt darin, Kinder und Jugendliche an den Golfsport heranzuführen. Wenn es uns gelingt, dass Golf in ein paar Jahren so populär wie das Skifahren ist, dann haben wir viel geschafft.“


