WARNUNG: Sie verwenden einen veralteten Webbrowser (Internet Explorer), der von www.tt.com nicht mehr unterstützt wird. Auch aus Sicherheitsgründen sollten Sie auf einen modernen Webbrowser wechseln. > mehr erfahren
Story Icon
liveticker

St. Anton am Arlberg

5. Sportgipfel - St. Anton am Arlberg

⚽🎾🎿⛳Sportgipfel Tirol - St. Anton am Arlberg

Die Welt des Sports zu Gast in St. Anton am Arlberg – der Wiege des alpinen Skisports⛷️⛷️⛷️. Der Sportgipfel Tirol St. Anton am Arlberg eröffnet das Rennwochenende am Arlberg, finden doch im Anschluss der AUDI FIS Ski Weltcup der Damen (14.-15. Januar 2023) und die FIS Alpine Junioren Ski Weltmeisterschaften (16.-25. Januar 2023) statt. Am 12. Januar 2023 treffen sich ehemalige und aktive Sportler:innen, Funktionär:innen und Expert:innen bei spannenden Diskussionen und Vorträgen. Das Programm umfasst zwei Pressekonferenzen, zwei TV-Sendungen und einen Publikumsvortrag.

Folgende Programmpunkte können live im Stream verfolgt werden.


10:00 Uhr: Pressegespräch der Lebensraum Tirol Holding GmbH & GemNova

„Bewegungskoordinator:innen in Tiroler Gemeinden"


14:00 Uhr: Pressegespräch ÖSV & OK der FIS Alpine Junioren Ski WM St. Anton am Arlberg ⛷️

Bekanntgabe des ÖSV Aufgebot der FIS Alpine Junioren Ski Weltmeisterschaften 2023 und Ausblick auf die bevorstehenden Arlberg Kandahar Rennen.


15:00: Aufzeichnung TV-Sendung für Puls24 GameChanger

„Was kann Management vom Spitzensport lernen?"

Ausstrahlung: 1. Februar, 18:55 Uhr, Puls 24


18:00 Uhr: Live-TV-Diskussion ORF sport+ und Stream auf sportgipfel.tirol

„Sportliche Erfolge in jungen Jahren - und wie geht es weiter?"

Weniger anzeigen
Live

💬 Mirjam Wolf: "Wichtig ist den Willen zum Sporttreiben bei Kindern so lange wie möglich aufrecht zu erhalten."

Mirjam Wolf leitet seit 2015 die sportpsychologische Koordinationsstelle des Landes Tirol am Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus (ISAG). Zu ihren Hauptaufgaben zählen die sportpsychologische Betreuung und Beratung von diversen Spitzen- und NachwuchssportlerInnen, Teams, TrainerInnen und deren Umfeld sowie die Organisation und Koordination sportpsychologischer Projekte.

"In der Anfangsphase des Sporttreibens sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Eltern können dabei eine große Unterstützung sein und auch eine Vorbildfunktion einnehmen. Wettkämpfe sollten im Kindesalter eher sekundär eine Rolle spielen. Erst im nächsten Schritt sollte die Entwicklung mehr in den Fokus rücken."

Die Belastung im Spitzensport ist enorm und Trainer sind mitunter auch für die Persönlichkeitsentwicklung verantwortlich. Aber natürlich spielt es auch in der Jugend immer noch eine große Rolle, ob die Familie unterstützend zur Seite steht.

Abbildung von: 💬 Mirjam Wolf: "Wichtig ist den Willen zum Sporttreiben bei Kindern so lange wie möglich aufrecht zu erhalten."

💬 Anna Stöhr: "Vize-Europameisterin wurde ich, weil ich die Profis ärgern wollte"

Anna Stöhr ist ehemalige Profikletterin. In der Disziplin Bouldern errang sie ihre größten Erfolge, so gewann sie viermal den Gesamtweltcup im Bouldern, wurde zweifache Weltmeisterin und zweifache Europameisterin.

Ich bin von meiner Familie sehr spielerisch an den Sport geführt worden. Es stand immer der Spaß und vor allem das Zusammensein in einer Gruppe im Vordergrund.

"Mit 16 schon auf der ganzen Welt unterwegs gewesen zu sein, das war für mich natürlich etwas sehr Besonderes und eine eindrucksvolle Zeit. Und in diesem Alter dann auch schon Vize-Europameisterin zu werden, hätte ich mir vorher nicht erträumen können. Gelungen ist mir das vor allem, weil ich mit einer gewissen Leichtigkeit an die Sache herangegangen bin und ich die Profis ärgern wollte."
Abbildung von: 💬 Anna Stöhr: "Vize-Europameisterin wurde ich, weil ich die Profis ärgern wollte"

💬 Viktoria Schnaderbeck ⚽⚽⚽: "In meiner Jugend erlebte ich sportlich gesehen die schwierigste Zeit!"

Viktoria Schnaderbeck ist ehemalige Profifußballerin und hat bei Bayern München, Arsenal London und Tottenham Hotspur gespielt. Außerdem war sie langjährige Kapitänin des österreichischen Fußball Nationalteams. Während ihrer aktiven Karriere absolvierte Schnaderbeck ein Bachelor Studium in Sportmanagement, sowie ein Masterstudium in Wirtschaftspsychologie. Sie arbeitet als Keynote Speakerin und ist Unternehmerin und Gründerin der Agentur PRO-SPECTIVE (Launch Q1 2023).

„Der Spaß und die sozialen Aspekte am Sport standen bei mir im Kindesalter immer im Vordergrund. Auch wenn ich schon früh vom Profifußball geträumt habe, hätte ich nie darüber nachgedacht meine Karriere zu planen.“

Schnaderbeck spricht außerdem über die glückliche Lage, in der sich Österreich mit seinen vielen Vereinen befindet und betont, dass die Sportart Fußball eine breite Bevölkerung begeistert und vor allem Kinder und Jugendliche mit Idolen für sich gewinnt.

„Mit 16 Jahren kam ich zum FC Bayern München und dennoch haben mich meine Eltern finanziell unterstützen müssen. Diese Zeit während der Pubertät war für mich sportlich gesehen die schwierigste Zeit. In diesem Alter weißt du nicht, was es bedeutet zwei Kreuzbandrisse wegzustecken, da braucht es ein gutes Umfeld, das dich auffängt und unterstützt.“
Abbildung von: 💬 Viktoria Schnaderbeck ⚽⚽⚽: "In meiner Jugend erlebte ich sportlich gesehen die schwierigste Zeit!"

💬 Stadlober: ⛷⛷⛷ "Kinder müssen spielerisch an eine Sportart herangeführt werden"

Roswitha Stadlober gehörte in den 1980er-Jahren zu den weltbesten Slalomläuferinnen ⛷⛷⛷. Im März 2010 gründete die zweifache Mutter den Verein Karriere Danach (KA:DA) und unterstützt Athlet:innen bei der Vereinbarkeit von Sport mit Ausbildung und beim Übergang in das nachsportliche Berufsleben. Zehn Jahre lang war Stadlober Vizepräsidentin des ÖSV, ehe die sportbegeisterte Pongauerin am 15. Oktober 2021 als erste Frau an die Spitze des Verbandes gewählt wurde.

"Für meine Tochter haben wir nie eine Profisportkarriere geplant. Das ist passiert. Wir haben alle Sportarten mit ihr ausprobiert. Kinder bleiben bei der Sportart hängen, die ihnen Spaß macht. Es muss alles spielerisch und in der Gruppe passieren."

Stadelober über den Sprung in die Profikarriere:

"Eine Junioren-WM ist erst die Reifeprüfung. Erst danach entscheidet sich, ob eine Profikarriere auch im Erwachsenenalter gelingen kann. Zu dieser Zeit steigt der Druck in der Schule, der Druck vom Umfeld und der, den sich die Athletinnen und Athleten selber machen."
Abbildung von: 💬 Stadlober: ⛷⛷⛷ "Kinder müssen spielerisch an eine Sportart herangeführt werden"

💬 Lanzinger 🎿🎿: "Die große Materialschlacht im Kindesalter sollte überdacht werden"

Matthias Lanzinger ist ein ehemaliger österreichischer Skirennläufer 🎿🎿, wurde Juniorenweltmeister und gewann die Gesamtwertung des Europacups, ehe ein schwerer Sturz im März 2008, der eine Amputation des linken Unterschenkels zur Folge hatte, seine sportliche Karriere unterbrach.

"Skifahren war bei mir in der Region aufgelegt. Am Nachmittag mit Freunden auf die Piste zu gehen, sich zu messen, Spaß zu haben war bei uns ganz normal. Da wurde die Neugier geweckt. Verein, Training und Förderung kann immer nur der zweite Schritt sein und dann wird es für Kinder und Eltern bereits aufwendiger. Wichtig ist auch, dass Kindern möglichst früh koordinative Fähigkeiten vermittelt werden. Spaß und gemeinsame Wettkämpfe sollten möglichst lange im Vordergrund stehen. Die Uhr fängt erst mit 16 zu ticken an. Davor ist alles ,nur' eine Ausbildung. Die große Materialschlacht im Kindesalter sollte überdacht werden."
Abbildung von: 💬 Lanzinger 🎿🎿: "Die große Materialschlacht im Kindesalter sollte überdacht werden"

💬Live um 18:00 Uhr: ORF sport+ Live-Diskussion 💬"Sportliche Erfolge in jungen Jahren - und wie geht es weiter?"

ORF Redakteur Lukas Schweighofer wird diese Frage mit Matthias Lanzinger - ehemaliger Skirennläufer und Junioren Weltmeister, Viktoria Schnaderbeck - ehemalige österreichische Fußballspielerin, Roswitha Stadlober - ÖSV-Präsidentin und langjährige Geschäftsführerin von KADA, Anna Stöhr - ehemalige österreichische Sportkletterin und Mirjam Wolf - Sportpsychologische Koordinationsstelle des Landes Tirol diskutieren.

💬 Florian Grasel: "Für mich fängt es eigentlich ab 120 Kilometer erst an interessant zu werden."

Florian Grasel ist Unternehmer, Familienvater und einer der besten Trailrunner Österreichs. Unter #lifeworktrailbalance versucht er täglich die 3 Säulen seines Lebens - seine Familie, sein Unternehmen mit 5 MitarbeiterInnen und seine Leidenschaft das Trailrunning - unter einen Hut zu bringen.

"In manchen Phasen kann ich beim Laufen komplett abschalten, manchmal ist man aber auch einfach fertig. Aber zum Glück kommt nach einem Tief auch immer wieder ein Hoch."

Eigentlich habe er erst mit 30 wieder angefangen Sport zu machen, um einen Ausgleich vom Job zu bekommen. Er sei nahe an einem Burnout gewesen und musste sich neu finden, um sein Unternehmen erfolgreich führen zu können. In der Zeit hat er bis zu 80 Stunden die Woche gearbeitet und habe gemerkt, dass er dringend etwas ändern muss.

"In Meinem Unternehmen ist mir Team Work sehr wichtig. Aber auch im Trailrunning gibt es Läufe, die man im Team angeht und das sind dann natürlich auch geteilte Emotionen."
Abbildung von: 💬 Florian Grasel: "Für mich fängt es eigentlich ab 120 Kilometer erst an interessant zu werden."

💬 Patrick Ortlieb: „Am Starthaus ist sogar dein Zimmerkollege ein Gegner"

Der Vorarlberger Patrick Ortlieb ist ein ehemaliger österreichischer Skirennläufer⛷️⛷️⛷️Olympiasieger 1992 und Weltmeister 1996 in der Abfahrt. Er war drei Jahre lang Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat, von 2010 bis 2019 Präsident des Vorarlberger Skiverbandes und ist bis heute OK-Präsident des Skiweltcups in Lech-Zürs.

„AthletInnen, die auf hohem Niveau im Skisport mitfahren, wollen gewinnen. In jungen Jahren investieren unsere SkifahrerInnen sehr viel Zeit, aber nicht immer wird dieser Fleiß mit Siegen belohnt. Sportliche Rückschläge steigern den Willen sich zu verbessern, die Strategie zu ändern und sorgen dafür, dass letztlich wieder Topplatzierungen herauskommen. Ich habe damals auch eine klare Strategie gebraucht und für mich war vor allem eine eigene Renntaktik entscheidend.“
Abbildung von: 💬 Patrick Ortlieb: „Am Starthaus ist sogar dein Zimmerkollege ein Gegner"

💬 Bastian Kaltenböck: "Auch ich habe als Jugendlicher gedacht, dass ich Weltmeister werde. Einen Plan B zu haben und sich für die Zeit danach vorzubereiten ist meiner Meinung nach aber extrem wichtig."

Bastian Kaltenböck war ÖSV-Skispringer, war im Sportsponsoring bei der Tirol Werbung sowie später in die Karriereberatung von Nachwuchs- und ProfisportlerInnnen (KADA Sport mit Perspektive, Salzburg) tätig. Seit 2019 ist er Geschäftsführer des Weinguts NeueHeimat in der Südsteiermark.

"Nach einer Karriere im Sport öffnen sich häufig neue Türen. Dass ich einmal Winzer werde, hätte ich aber vor einigen Jahren noch nicht gedacht. Der große Unterschied zum Spitzensport ist, dass es jetzt nicht mehr darum geht der Beste zu sein. Wein und Geschmack sind immer individuell. Mir hilft das was ich in der Zeit als Spitzensportler gelernt habe - sprich Disziplin und die Tatsache immer wieder aufstehen zu müssen - im Unternehmertum tagtäglich. "

Sein Sport-Pensum ist heute ein anderes, aber vor allem im Sommer habe er in der Steiermark natürlich sehr gute Bedingungen zum Rennradfahren und das helfe dabei einen klaren Kopf zu bekommen.

Neues zu erlernen und aus der Komfortzone zu gehen, das sei nicht nur im Sport immer wichtig gewesen, sondern auch heute noch. Und er sei sehr froh, dass er das durch den Sport gelernt hat.

"Ich würde sagen, dass ich eine sehr typische Spitzensportkarriere hinter mir habe. Ich war immer gut, aber nicht immer der Beste. Da gibt es nur wenige Ausnahmen."
Abbildung von: 💬 Bastian Kaltenböck: "Auch ich habe als Jugendlicher gedacht, dass ich Weltmeister werde. Einen Plan B zu  haben und sich für die Zeit danach  vorzubereiten ist meiner Meinung nach aber extrem wichtig."

💬 Freudenthaler: ♻♻♻ "Ohne Sport wäre ich ungenießbar"

Ingeborg Freudenthaler ist eine sehr ambitionierte und konsequente Hobbysportlerin und leitet seit 1991 als Geschäftsführerin die Geschicke des innovativen Entsorgers Freudenthaler GmbH & Co KG.

"Ich gehe auf den Berg, ich fahre Mountainbike oder schwimme. Dann ist ein vorher da gewesenes Problem oft von selbst verschwunden. Mir gibt Sport unheimlich viel, aber es verlangt neben dem Unternehmertum unglaublich viel Disziplin. Ich betreibe das bereits seit Jahren. Im Unternehmertum ist Disziplin eine wichtige Tugend, da man es den MitarbeiterInnen vorleben muss. Ich muss wissen was mein Ziel ist, damit ich weiß wo ich hingehe."

Als Chefin erkenne man sehr wohl einen Unterschied zwischen sportlichen und weniger sportlichen MitarbeiterInnen. Der Schlüssel für Erfolg sei aber eine gute Mischung. Das wichtigste ich das Team und die Begeisterung. Es brauche Ziele, mit denen sich die MitarbeiterInnen identifizieren können.

Abbildung von: 💬 Freudenthaler: ♻♻♻ "Ohne Sport wäre ich ungenießbar"
Mehr Beiträge laden
St. Anton am Arlberg