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TT / Rita Falk

Innsbruck wählt

Grüne verteidigen Platz 1 in Innsbruck, Willi und Anzengruber in der Stichwahl

Innsbruck hat gewählt. In der Landeshauptstadt wird es am 28. April zu einer Bürgermeister-Stichwahl zwischen Amtsinhaber Georg Willi (Grüne) und Johannes Anzengruber (JA) kommen. Laut vorläufigem Endergebnis erreichte Willi 22,89 Prozent, Anzengruber 19,37 Prozent. Dahinter liegt Markus Lassenberger (FPÖ) mit 15,92 Prozent knapp vor Elisabeth Mayr (SPÖ), die auf 15,22 Prozent kam.

Bei der Gemeinderatswahl verteidigen die Grünen mit 18,87 Prozent Platz 1. Dahinter kam Anzengrubers JA mit 16,83 Prozent und die FPÖ mit 15,21 Prozent. Die SPÖ eroberte 13,58 Prozent der Stimmen. "Das Neue Innsbruck" von Florian Tursky kam nur auf 10,15 Prozent.

ALI, Liste Fritz und KPÖ schafften den Einzug in den Gemeinderat. Unter der Vier-Prozent-Hürde blieben "Gerechtes Innsbruck" von Gerald Depaoli, die NEOS, EINIG, TUN und Die Unabhängigen. Damit sind nun acht der 13 angetretenen Listen im Gemeinderat vertreten.

Das war die Wahl-Sondersendung

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Tapferes Lächeln bei den NEOS

Grund zur Freude haben die NEOS und Spitzenkandidatin Julia Seidl heute keinen: Sie scheiterten an der Vier-Prozent-Hürde und fliegen aus dem Gemeinderat. Ein tapferes Lächeln für die Kamera gab's trotzdem.

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Liste Fritz feiert im Café im Hof

Zufrieden mit ihrem Ergebnis, lässt die Liste Fritz mit Spitzenkandidatin Andrea Haselwanter-Schneider den Wahltag im Café im Hof in der Innsbrucker Innenstadt ausklingen.

Abbildung von: Liste Fritz feiert im Café im Hof

Gedämpfte Stimmung beim „Neuen Innsbruck“

Wenig zum Feiern zumute dürfte hingegen dem bürgerlichen Bündnis rund um Florian Tursky sein, das lediglich auf knapp mehr als zehn Prozent kam. Auch bei der Bürgermeisterwahl konnte der ehemalige Staatssekretär nicht besser abschneiden. Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) kam deshalb wohl eher zum Trösten als zum Gratulieren im Arkadenhof vorbei.

Abbildung von: Gedämpfte Stimmung beim „Neuen Innsbruck“

ALI feiert in den Bögen

Die Alternative Liste Innsbruck mit Spitzenkandidat Mesut Onay feiert ihren Verbleib im Gemeinderat mit zwei Mandaten in der Bierfabrik in den Viaduktbögen.

Abbildung von: ALI feiert in den Bögen

Mitte-Links-Koalition möglich

Mögliche Koalitionsvarianten werden konkret wohl erst nach der Stichwahl am 28. April verhandelt werden. Doch schon jetzt tut sich ein großes Fenster für eine Mitte-Links-Variante auf, etwa in der wahrscheinlichen Form einer Dreierkoalition. Denn die Grünen, die Anzengruber-Gruppierung und die SPÖ kommen zusammen auf 22 Gemeinderatsmandate und etwa 48 Prozent, was auch für eine Stadtsenatsmehrheit reichen würde.

"Mitte-Rechts" in verschiedensten Varianten erreicht hingegen nach derzeitigem Stand keine Mehrheit im Stadtsenat. Letzterer verfügt derzeit über sieben Mitglieder.

Auch Anzengruber lässt sich bejubeln

Allen Grund zum Feiern hat Johannes Anzengruber, der es in die Bürgermeister-Stichwahl schaffte. Die Wahlparty der Liste JA – Jetzt findet im Mariatheresia im Zentrum von Innsbruck statt.

Abbildung von: Auch Anzengruber lässt sich bejubeln

Willi lässt sich feiern

Wahlsieger Georg Willi ist am Abend von seinen Anhängern in der Innsbrucker Altstadt euphorisch und mit lauten Sprechchören empfangen worden. Der Bürgermeister hob ebendort auf einem Stuhl stehend zu einer kurzen Rede an.

"Ich möchte vor allem meinem Team und meiner Frau Danke sagen",

... sagte er eingangs sichtlich gerührt.

Vor allem auch den Menschen im Hintergrund - wie etwa dem Wahlkampfleiter und den mit ihm Wahlkämpfenden - sei es jedenfalls zu verdanken, dass das Ergebnis heute "in dieser Form gelungen ist", so der Bürgermeister. Das alles wiege umso mehr, als die "vergangenen Zeiten nicht leicht waren".

Gemeinsam habe man schließlich das erreicht, was man eben erreichen wollte:

"Wir gehen heute als erste Partei bei der Gemeinderatswahl ins Ziel und ich gehe als erster Bürgermeisterkandidat in die kommende Stichwahl am 28. April."

Der Wahltag habe auch weitere positive Ergebnisse gebracht: "Die FPÖ hat nur noch einen Sitz im Stadtsenat und das Gerechte Innsbruck wird nicht mehr im Gemeinderat vertreten sein." Heute seien insgesamt "unheimliche Dinge passiert" und es gehe nunmehr darum, auch in den nächsten Tagen bis zur Stichwahl "Einsatz und Kraft" unter Beweis zu stellen.

"Wir müssen uns jetzt noch einmal voll reinhängen",

... rief er seinen Anhängerinnen und Anhängern zu, ehe diese wieder "Georg, Georg, Georg" riefen und sodann zur eigentlichen Wahlfeier schritten.

Abbildung von: Willi lässt sich feiern

🎥 Erste Analyse von Politikwissenschafterin Lore Hayek

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