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Chat Liste Fritz

Fragestunde mit Tom Mayer zur Innsbruck-Wahl

Sie fragen, die Spitzenkandidaten für die Innsbrucker Gemeinderatswahl antworten: 

Am Freitag stellte sich Tom Mayer von der Liste Fritz den Fragen der TT-Leser. Er hat von 10 bis 11 Uhr im TT.com-Chat die Fragen live beantwortet. Hier die Nachlese: 

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Live am Ticker

Tom Mayer
Live

Der Chat ist beendet.

Wir bedanken uns für die vielen Fragen!

Tom Mayer:

Unser erklärtes Wahlziel ist es möglichst viele Bürger von unseren Ideen zu überzeugen. Wir sind überzeugt, dass Innsbruck in vielerlei Hinsicht neu gedacht und neu regiert werden muss. Hier haben wir ein sehr gutes Angebot. 

Wir treten das erste Mal in Innsbruck an. Jedes Mandat ist für uns ein Erfolg. Unser Traumziel wäre natürlich drei Mandate - also Klubstärke - um in Innsbruck möglichst viel bewegen zu können. Darum bitten wir um Ihre Stimme!

Frage

Was ist Ihr erklärtes Wahlziel?

Tom Mayer:

Da gibt es einiges. Zum Beispiel gibt es in Innsbruck seit den 90er-Jahren kein echtes und angepasstes Verkehrskonzept mehr. Aus meiner Sicht wäre dies enorm wichtig. Wir müssen schauen, dass wir für alle Verkehrsteilnehmer (Autofahrer, Öffinutzer, Radfahrer und Fußgänger) Platz schaffen und auf deren Bedürfnisse eingehen.

Innsbruck baut auf Teufel-komm-raus und plant dies sogar noch zu intensivieren, basierend auf irgendwelchen Statistiken. Wir müssen uns überlegen, für wen wir eigentlich bauen und wohin wir mit Innsbruck wollen. Wenn die Infrastruktur (Schulen, Naherholungszonen, Kinderbetreuung, Sportplätze aber auch Kanal und Wasser) nicht im Einklang mit dem Gebauten steht, sinkt die Lebensqualität aller. Schaut man sich zum Beispiel an, was am Campagne-Areal geplant ist, wo Häuser mit vier Metern Abstand voneinander errichtet werden sollen und man sich gegenseitig ins Abendessen schauen kann, dann ist das nicht meine Vorstellung von Lebensqualität. 

Die geplante Ansiedelung von zusätzlich 25.000 Menschen in lediglich acht Jahren können wir aus meiner Sicht nicht verkraften, ohne den Verlust von Lebensqualität.

Zum Beispiel in dem Stadtteil, wo ich wohne - in Sieglanger - soll der einzige Sportplatz, den die Menschen dort haben, dem Wohnbau weichen. Wir wollen Innsbruck als liebenswerte und lebenswerte Stadt erhalten.

Frage

Welche Dinge stören/nerven Sie in Innsbruck am meisten?

Tom Mayer:

Mir war es immer wichtig über den Tellerrand hinaus zu sehen. Für mich war es ein logischer Schritt, weil das Bürgerforum Liste Fritz über große politische Erfahrung verfügt und im Land bewiesen hat, dass es Opposition kann. 

Frage

Vor kurzer Zeit schrieben Sie selber den Satz: "Mitglied einer Kleinst-Fraktion im Innsbrucker Gemeinderat ist und war nie mein Ziel. Von einer künftigen, wie auch immer konstellierten Stadtregierung nur blockiert und belächelt zu werden, ist nicht mein Ding." Sie machen jetzt genau das Gegenteil. Warum drehen Sie sich jetzt um 180 Grad?

Frage von "Bürgerinitiativen Innsbruck"

Tom Mayer:

In einer Demokratie ist natürlich beides wichtig - Opposition und Regierung. Im Land herrschen ganz andere Voraussetzungen als in Innsbruck. Hier gibt es nicht die eine übermächtige Partei. Wir haben gute Ideen und ein sehr gutes Team und wollen mitreden und mitgestalten. Im Vordergrund steht immer eine möglichst breite Zusammenarbeit, um Innsbruck noch lebenswerter zu machen.

Frage

Auf Landesebene hat sich die Liste Fritz klar als Oppositionspartei positioniert. Wäre das in Innsbruck auch so der Fall?

Tom Mayer:

Es muss aus unserer Sicht Schluss sein mit gespielter Bürgerbeteiligung und Drüberfahren. Echte Bürgerbeteiligung heißt, dass der Ausgang des Bürgerbeteiligungsprozesses offen ist. 

Bei Bürgerinitiativen sind die zu nehmenden Hürden viel zu hoch. Bei der Abstimmung soll nicht das Votum von 50 Prozent, sondern von 25 Prozent der wahlberechtigten Bürger genügen.

Es ist wie bei einer Burg: Wenn ich echte Bürgerbeteiligung will, kann ich keinen Wassergraben, eine Zugbrücke und Mauern errichten. Beim Bürgerforum Liste Fritz können die Menschen mitreden, mitgestalten und mitentscheiden. Jetzt, so kurz vor der Wahl, "Zeit mit Christine" und "Kuchen mit Irene" ist zu wenig.

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