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Innsbruck-Wahl

Debatte der großen Fünf zur Innsbruck-Wahl

Der Wahlkampf für die Innsbrucker Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 22. April biegt in die Zielgerade ein. Noch bleibt den zwölf kandidierenden Parteien eine Woche, bis die Wählerschaft ihr Urteil fällt, wer künftig in der Landeshauptstadt das Sagen haben wird.

Als mögliche Entscheidungshilfe für die Wahl lud  die Tiroler Tageszeitung wie schon bei der Landtagswahl die fünf aussichtsreichsten Spitzenkandidaten zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein.

In der Innsbrucker Messe stellten sich am Samstag die Bürgermeisterkandidaten BM Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck), Georg Willi (Grüne), Rudi Federspiel (FPÖ), Franz X. Gruber (ÖVP) und Irene Heisz (SPÖ) der Live-Diskussion. 

TT.com berichtete via Live-Ticker und Livestream:

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ÖVP für bürgerlichen Weg, sieht Grüne "weiter links"

Sechs Tage vor der Stichwahl hat die Innsbrucker ÖVP zwar keine direkte, aber doch eine indirekte Wahlempfehlung für Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) abgegeben. Man wolle "den bürgerlichen Weg sicherstellen", bei den Grünen sei aber die "bürgerliche Politik nicht erkennbar", ließ die Partei in einer Aussendung den Bürgermeisterkandidaten der Öko-Partei, Georg Willi, wissen.

      Die Menschen hätten "ein Recht auf die unverblümte Wahrheit". "Der grüne Klub im Gemeinderat ist bisher politisch links gestanden und steht nach der Wahl gestärkt noch weiter links", meinte Klubobmann Franz Hitzl. Dies zeige sich zum Beispiel deutlich bei den "regelmäßigen grünen Gegenstimmen bei Subventionen für als bürgerlich geltende Vereine". Auch die von den Grünen und Willi gewünschte Aufhebung des Nächtigungsverbots in der Altstadt stelle Anrainer und Wirtschaftstreibende vor große Probleme.

      Auch Stadtparteiobmann Franz Xaver Gruber stimmte in die Kritik am grünen Bürgermeisterkandidaten mit ein. Er sei "erschrocken" über die Naivität der Aussagen von Willi zur "Nordafrikanerszene". "Georg Willi verkennt mit seinen Ideen, die Nordafrikanerszene mittels Sozialprojekte zu integrieren, vollkommen die Realität. Diese Menschen sind keine Flüchtlinge, sondern werden von Banden zum Drogendealen hergeschickt. Mit grünen Sozialprojekten erreicht man hier genau gar nichts", so Gruber.

      Die ÖVP sei zudem klar gegen "Ausgrenzung", spielte die Stadtpartei auf die Festlegung von Willi an, nicht mit der FPÖ koalieren zu wollen. "Wir sprechen mit allen Kräften, die vom Wähler mit Vertrauen ausgestattet wurden und im Gemeinderat vertreten sind. Ausgrenzungspolitik führt zu einer Spaltung der Gesellschaft. Das gibt es mit uns definitiv nicht", erklärte Gruber, der die Wähler bat, am Sonntag auch zur Urne zu schreiten.

Livestream, Teil 1 (startet bei Minute 28:55)

Livestream, Teil 2

Verabschiedung

Wir haben nun mehr als zweieinhalb Stunden lang versucht, wesentliche politische Fragen zu klären, was uns zum Teil auch gelungen ist. Wir werden in der Tiroler Tageszeitung auch weiterhin in Print und Online ausführlich zur Wahl berichten. 

Wir freuen uns auf die kommenden Tage und bedanken uns fürs Kommen. In zwei Wochen sehen wir uns hier wieder zur Stichwahl-Debatte. Danke und auf Wiedersehen!

Christine Oppitz-Plörer:

Wir haben als Fraktion die letzten Jahre bewiesen, was wir können und auch Bilanz gelegt. Meine Stärke ist ein Team zu bilden, auch ein Team anzuleiten und Menschen zu befähigen, um leidenschaftliche Ideen zu entwickeln. Letztlich wollen wir zum Wohle dieser Stadt arbeiten, auch gegen Widerstände. 

Franz X. Gruber:

Ich arbeite wahnisnnig gerne für diese Stadt und würde gerne Bürgermeister werden.
Wir, die ÖVP, sind die Kraft der Mitte, man weiß was man hat. Wir scheuen uns auch nicht vor Neuem. 

Georg Willi:

Vielen Dank dass sie so lange hier waren! Ich möchte ein guter Bürgermeister für Innsbruck werden. Ich kanngut zuhören und ergründen, was Menschen bewegt, was sie brauchen und wo sie Sorgen haben. Ich möchte die Stadt mit Ihnen weiter entwicklen im Sinne aller.

Rudi Federspiel:

Danke für die interessante Diskussion. Und es gibt ja wohl auch ein paar Fans von mir hier im Raum. Ich bitte um Ihre Stimme.

Irene Heisz:

Ich danke Ihnen, dass Sie hier zweieinhalb Stunden ausgeharrt und uns zugehört haben. Das zeigt mir, dass die Menschen keineswegs politik - oder demokratiemüde sind.

Ich kann Sie nur bitten, welcher Gruppierung auch immer Sie sich zuneigen - nehmen Sie uns alle ernst, lassen Sie uns arbeiten!

Frage

Meine Damen und Herren, wir sind am Ende der offiziellen Diskussion.

Wir bedanken uns für die über weite Strecken sachliche und unterhaltsame Diskussion Zum Ende hätten wir gerne ein Schlussplädoyer, was Sie dem Publikum noch mitteilen möchten:

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