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Chat mit Tirols NEOS-Kandidat Margreiter

Am 29. September wird der Nationalrat neu gewählt. Im Vorfeld stellen sich wieder Tirols Spitzenkandidaten im Chat auf TT.com den Leserfragen.

Am Montag (10-11 Uhr) war Tirols NEOS-Spitzenkandidat Johannes Margreiter an der Reihe.

Hier können Sie alle Fragen und Antworten nachlesen:

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Ticker Beendet

Jetzt in chronologischer Reihenfolge lesen

Das Chatprogramm

  • Johannes Margreiter (NEOS): Montag, 26. August (10-11 Uhr)
  • Peter Wurm (FPÖ): Freitag, 30. August (10-11 Uhr)
  • Selma Yildirim (SPÖ): Dienstag, 3. September (10.30-11.30 Uhr)
  • Margarete Schramböck (ÖVP): Freitag, 6. September (10-11 Uhr)

Der bisherige Chat zum Nachlesen

Frage

Sollten Sie in den Nationalrat kommen, was wäre Ihr erster Antrag? Welche Themen sind für Sie am wichtigsten?

Johannes Margreiter:

Es wird derzeit diskutiert, als Wahlzuckerl einmal mehr die Pensionen außerordentlich zu erhöhen. Davon halte ich nichts. Mein erster Antrag wäre, die Gehälter der Lehrerinnen und Lehrer und der Kindergärtnerinnen und Kindergärtner außerordentlich zu erhöhen, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass sie den wichtigsten Beruf unserer Republik ausüben. Wir vertrauen ihnen unsere Kinder und damit unsere Zukunft an.

Frage

Gerade wird wieder über eine Erhöhung der Pensionen diskutiert. Als jemand der noch über 25 Jahre arbeiten muss, frage ich mich schon, wie sich das am Ende für meine Generation und meinen Ruhestand noch ausgehen soll. Woher soll das Geld dafür kommen?

Johannes Margreiter:

Die Frage ist absolut berechtigt und legt den Finger auf eine offene Wunde, welche bisher von keiner Regierung ausreichend beachtet worden ist. Wir brauchen eine profunde Reform unseres Pensionssystems, um auch für unsere Kinder und Enkelkinder zu garantieren, dass sie dann, wenn sie aus dem Erwerbsleben ausscheiden, ausreichend materielle Vorsorge haben. NEOS sind für ein flexibles und vereinheitlichtes Pensionssystem mit der Wahlfreiheit, zwischen 61 und 69 in den Ruhestand übertreten zu können. Es soll außerdem immer transparent dargestellt werden, wie das Verhältnis der Einzahlungen und der voraussichtlichen Einzahlungen ins Pensionssystem zu dem aktuellen und zu erwartenden Ausgaben steht. Derzeit haben wir da eine bedrohliche Schieflage, der entgegengetreten werden muss, um das Pensionssystem vor dem Kollaps zu bewahren.

Frage

Als junger und dynamischer Bürger Österreichs gefällt mir das Programm ihrer Partei. Was mich allerdings stört ist, dass Sie oder Ihre Partei, die Gewerkschaften in Frage stellen. Können Sie das Thema klarstellen? 

Johannes Margreiter:

Sehr gerne. In keinem unserer Programme werden die Gewerkschaft und die Arbeit der Gewerkschaft in Frage gestellt. Und auch ich selbst bin weit davon entfernt, eine effiziente Vertretung der Arbeitnehmerinteressen anzuzweifeln. Vielleicht liegt ein Missverständnis dahingehend vor, dass sich NEOS mit der Frage der Pflichtmitgliedschaft bei den diversen Kammern intensiv befassen. Hier sehen wir tatsächlich Reformbedarf, weil gerade die Wirtschaftskammern sehr deutlich zeigen, dass sie die Zwangsmitgliedschaft und die damit verbundenen Zwangsbeiträge als bequemes Bett sehen, in dem sie nur mehr ihre eigenen Interessen verfolgen und nicht mehr die Interessen ihrer Mitglieder in dem Ausmaß, wie es notwendig und möglich wäre.

Frage

Die von den NEOS vorgeschlagene CO2-Steuer macht das Autofahren teurer. Glauben Sie, dass es einen Pendler geben wird, der im Hinblick darauf die NEOS wählen wird?

Johannes Margreiter:

Ja, da bin ich mir sicher. Unser Programm einer ökologischen Steuerreform sieht nämlich nicht nur die Einführung einer CO2-Steuer vor, sondern damit untrennbar verknüpft eine drastische Reduktion der Steuern auf Arbeit sowie eine gänzliche Abschaffung der Mineralölsteuern, der motorbezogenen Versicherungssteuer und der NoVA. Das bedeutet, dass bei entsprechendem Verbrauchsverhalten sogar eine Entlastung eintreten wird, weil auch unser ökologisches Steuerkonzept das Ziel verfolgt, die verrückt hohe Abgabenquote in unserem Land zu senken.

Frage

Herr Margreiter, ist es richtig, dass die NEOS den Mieterschutz aufheben wollen?

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