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Chat zur EU-Wahl mit FPÖ-Kandidat Maximilian Kurz

Am 26. Mai findet die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Im Vorfeld stellen sich Tirols Spitzenkandidaten im Chat auf TT.com den Leserfragen.

Am Montag war von 10 bis 11 Uhr Maximilian Kurz (FPÖ) an der Reihe. Hier können Sie alle Fragen und Antworten nachlesen.

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Jetzt in chronologischer Reihenfolge lesen

Das Chatprogramm auf TT.com

  • Maximilian Kurz (FPÖ): Montag, 13. Mai (10-11 Uhr)
  • Theresa Muigg (SPÖ): Mittwoch 15. Mai (12-13 Uhr)
  • Barbara Thaler (ÖVP): Freitag, 17. Mai (10-11 Uhr)

Die bisherigen Chats zum Nachlesen


Frage

Warum sollten man Sie am 26. Mai wählen bzw. Ihnen eine Vorzugsstimme geben?

Maximilian Kurz:

Barbara Thaler von der ÖVP brüstet sich als die Tiroler Kandidatin, jedenfalls die einzig wählbare. Als Tiroler Kandidat sollte man trotzdem auch Tiroler Werte pflegen. Kein Tirol ohne Werte - besonders das lässt sich bei der Tiroler ÖVP vermissen. Dementsprechend würde ich mich über jede Vorzugsstimme, egal aus welchem politischen Lager, freuen, um besonders als Jungtiroler in Zukunft unsere Probleme anpacken zu können.

Frage

Von welchen Vorteilen der EU haben Sie persönlich schon profitiert? Worauf würden Sie nicht verzichten wollen?

Maximilian Kurz:

Natürlich ist die Möglichkeit, Grenzen frei zu passieren, als Student überall in Europa frei zu studieren, oder interessante Berufe auf dem ganzen Kontinent auszuüben, sehr wichtig. Ich kann auf ein friedliches Miteinander in Europa, besonders bei der bewegten europäischen Geschichte, nicht verzichten. Das heißt nicht, dass man sich nicht kritisch gegen Fehlentwicklungen stellt. Meiner Meinung nach sind genau die konstruktiven Kritiker jene, die das Projekt Europa am Leben halten.

Frage

Welche Themen nerven Sie im EU-Wahlkampf? Welche sind unterrepräsentiert?

Maximilian Kurz:

Am meisten stört mich die Diskussion um mögliche Vereinigte Staaten von Europa. Man muss sich vorstellen, dass im heurigen Jahr österreichische Parteien voller Ernst fordern, unser Österreich aufzulassen und in einen übergeordneten Staatenkomplex einzutreten, sozusagen die Neutralität und unsere kulturelle Vielfalt aufzugeben. Diese Parteien werden nächstes Jahr wieder für Gemeinderats- und Landtagswahlen kandidieren und in einem Pseudo-Patriotismus die österreichischen Werte hochhalten. Hier wird der Wähler getäuscht, auf so etwas kann ich gerne verzichten.

Unterrepräsentiert ist für mich das Thema Österreich in der EU. Es ist schade, dass wir Freiheitliche die einzige wahlwerbende Fraktion sind, die sich mehr Österreich in Brüssel wünscht.

Frage

Aus welchem Grund hat sich die FPÖ bei der Abstimmung zu “Artikel 13" (EU-Urheberrechtsreform, Anm.) der Stimme enthalten? Wie stehen Sie zu Updloadfiltern und Co.?

Maximilian Kurz:

Die Sache ist ganz einfach erklärt: Hinter der Artikel 13-Diskussion stand auf jeder Seite ein riesiger Lobby-Apparat. Auf der einen der Springer-Verlag, auf der anderen YouTube. Wir Freiheitliche sind gegen jegliche Form des Lobbyismus und sahen deshalb in dieser Diskussion das Thema Urheberrecht, welches ohne Zweifel von großer Wichtigkeit ist, missbraucht. Wir stellen uns im Allgemeinen hinter keine Großkonzerne.

Ich persönlich stehe kritisch zu Upload-Filtern, sowohl aus technischer Funktionsweise wie auch aus Grundsätzen. Das ist meine Meinung, die Entscheidung zur Enthaltung kann ich zu 100 Prozent unterstreichen.

Frage

Die FPÖ behauptet immer wieder, die so genannten "Bösen" unter den geflüchteten Menschen abschieben zu wollen. Praktiziert wird das Gegenteil. In sehr vielen Fällen trifft es gut integrierte Menschen und Familien. Diese sprechen sehr gut deutsch (besser als mancher Österreicher), gehen zur Schule, sind in Vereinen aktiv oder helfen in den Gemeinden mit. Mit der Vorgangsweise dieser Regierung wird Integrationsarbeit vieler mit Füßen getreten. Warum widerspricht sich Ihre Partei hier selbst?

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