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Die Tiroler ÖVP-Spitzenkandidatin Margarete Schramböck im TT-Chat.

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Chat mit Tirols ÖVP-Kandidatin Schramböck

Am 29. September wird der Nationalrat neu gewählt. Im Vorfeld stellen sich wieder Tirols Spitzenkandidaten im Chat auf TT.com den Leserfragen. Am Freitag war Tirols ÖVP-Spitzenkandidatin Margarete Schramböck an der Reihe.

Hier gibt es die Fragen und Antworten zum Nachlesen:

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Ticker Beendet

Jetzt in chronologischer Reihenfolge lesen

Das Chatprogramm

  • Margarete Schramböck (ÖVP): Freitag, 6. September (10-11 Uhr)
  • Chris Moser (Jetzt): Donnerstag, 12. September (10-11 Uhr)

Die bisherigen Chats zum Nachlesen


Frage

Die letzte Regierung ist wegen des Ibiza-Videos der FPÖ zerbrochen. Ihr Parteichef Kurz beschwerte sich dann nicht nur über die rechtsextremen "Einzelfälle" der FPÖ, bei denen er sich schwer getan hätte zu schweigen, sondern attestierte der FPÖ auch, nicht regierungsfähig zu sein ("Sie kann es nicht"). Wie kann es sein, dass die gleiche Partei so kurz danach bereits wieder eine Option für eine Koalition ist?

Margarete Schramböck:

Für uns ist wichtig, dass wir jetzt bei der Nationalratswahl ein sehr gutes Ergebnis erzielen und es ist Teil einer Demokratie, dass wir mit allen Parteien - so auch SPÖ, FPÖ und den anderen - Gespräche führen.

Welche Koalition sich daraus ergeben wird, ist offen und kann auch erst nach der Nationalratswahl und der Positionierung der Parteien entschieden werden.

Frage

Liebe Frau Schramböck, wie sehen Sie Österreich hinsichtlich Digitalisierung und Vernetzung heute aufgestellt? Angenommen, Sie hätten absolut freie Hand, was würden Sie im Falle einer Regierungsverantwortung in naher Zukunft für Maßnahmen setzen wollen, um Österreich in diesen Bereichen voranzubringen? (Ausbildung, Coding, etc...)

Margarete Schramböck:

Österreich befindet sich bei diesem Thema im Mittelfeld Europas und es ist absolut nicht ausreichend im Mittelmaß zu bleiben. Deshalb war die Digitalisierung ein wichtiger Schwerpunkt in der letzten Regierung.

Wir haben ein Ministerium dafür geschaffen, wir haben das Jahr der Digitalisierung ausgerufen und ich persönlich habe Maßnahmen umgesetzt, von neuen digitalen Lehrberufen bis hin zur Einführung des digitalen Amtes.

Die Maßnahmen für die Zukunft müssen hier weiter ansetzen. Wir müssen alle Lehrberufe mit digitalen Inhalten versehen, die Infrastrukturen ausbauen - vor allem für den ländlichen Raum - und die mittelständischen Unternehmen massiv dabei unterstützen, dass sie diese Transformation erfolgreich machen können.

Es braucht daher ein umfangreiches Paket für die mittelständischen Unternehmen. KMU-Digital muss erweitert werden, neue Lehrberufe - wie für künstliche Intelligenz - geschaffen werden. Ich hatte ein Maßnahmenpaket dessen Umsetzung jetzt unterbrochen ist. Das gilt es rasch wieder aufzunehmen. Andere Länder warten nicht.

Frage

Die Digitalisierung schreitet voran, Jobs aus einigen Sparten werden nicht mehr notwendig sein. Wie stehen Sie zum bedingungslosen Grundeinkommen?

Margarete Schramböck:

Berufe haben sich in den letzten hundert Jahren immer wieder verändert. So gibt es zB. nicht mehr das "Fräulein vom Amt", heute arbeiten dafür Hunderttausend Menschen im Bereich IT und Telekommunikation. Unsere Aufgabe ist es, alle auf diesem Weg mitzunehmen.

Es entstehen viele neue Berufsbilder. Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren neue Lehrberufe geschaffen, wie zB. E-Commerce, in denen heute 265 junge Menschen arbeiten. Der Frauenanteil in den IT-Lehrberufen ist in den letzten eineinhalb Jahren dadurch um 40 Prozent gestiegen.

Es entstehen auch ganz neue Berufe, wie zB. in der Pflege. Unsere Aufgabe ist nicht, ein bedingungsloses Grundeinkommen zu schaffen, sondern allen dabei zu helfen, Arbeit zu haben von der sie auch Leben können. Ich bin zutiefst überzeugt, dass das der richtige Weg ist.

Finnland hat seinen Versuch zum bedingungslosen Grundeinkommen eingestellt.

Frage

Wofür steht für Sie die Sozialpartnerschaft? Aktuell und in einer möglichen zukünftigen Regierung?

Margarete Schramböck:

Ich schätze die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern sehr, sowohl in meiner Aufgabe als Regierungsmitglied als auch 22 Jahre davor in der Wirtschaft. Das ist aktuell so und sehe ich auch für eine zukünftige Regierung so.

Gleichzeitig ist es wichtig, Dinge umzusetzen. Dazu bin ich bereit, um Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich zu sichern.

Frage

Was hat die ÖVP für junge Tiroler im Angebot?

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